15.01.05
Die Nacht im Bus war diesmal nicht so schlimm und wir kamen puenktlich in El Chaltén an. Wir erhielten einen Plan des Fitzroy-Nationalparkes und einige Instruktionen. Ich fragte mich wirklich, was ich als Schweizerin hier den ganzen Tag machen soll, denn Berge haben wir ja wirklich auch genug. Ich machte mich trotzdem alleine aber optimistisch auf den Weg. Ich hatte mal wieder null Kondition, aber ich lief einfach. Irgendwann kam ich bei der Laguna Capri an. Von dort aus konnte man schon den Cerro Fitz Roy sehen, eine geniale Aussicht, es hat sich also doch gelohnt. Von da aus lief ich nochmals etwa 1,5 Stunden weiter. Als dann jedoch stand, dass es nochmals 1,5 Stunden bis zur naechsten Lagune dauert und meine Fuesse schon ein wenig schmerzten, entschied ich mich, umzukehren. Im gesamten bin ich dann doch 5,5 Stunden gewandert. Ich habe diese Wanderung auch sehr genossen, die Landschaft ist superschoen. Normalerweise wird dieser Berg oft von Wolken umrandet oder man kann ihn schlichtweg nicht sehen, aber ich hatte wieder mal Glueck und es waren nur wenige Wolken da, teilweise sogar keine. Und ich musste auch staendig schmunzeln. Denn irgendwie ist es schon speziell, alleine eine Wanderung zu machen. Ab
und zu ertappte ich mich, dass ich Selbstgespraech fuehrte, aber ich hatte nicht einmal Lust, Musik zu hoeren, ich fand es schoener, die Stille oder das Rauschen des Baches zu geniessen. Bis der Bus fuhr verbrachte ich die Zeit in einem Restaurant, knapp vier Stunden. Gegen Abend wandelte sich das Wetter, es wurde bewoelkt und es windete sehr stark. Wieder mal war es ein superschoener Tag!
16.01.05
Endlich einmal ausschlafen, bis 10.00 Uhr. Ich wollte kaum aufstehen, es war so warm in meinem Schlafsack und zu kalt draussen. Aber irgendwann ueberwindete ich mich trotzdem. Obwohl das Hostal eine Kueche hatte, gelang es mir nicht, einen Kaffee zu trinken, es waren weder Tassen noch Loeffel vorhanden. So entschied ich mich, wieder mal in ein Café zu gehen. Dort plante ich auch ein wenig meine Weiterreise. Allzu viel habe ich nicht gemacht an diesem Tag, aber zu meiner grossen Freude konnte ich endlich meine Memory-Sticks mit meinen Fotos auf CD brennen zu einem normalen Preis, nun kanns wieder weitergehen mit fotografieren :-).
17.01.05
Morgens um 08.30 Uhr ging schon der naechste Bus, nach Puerto Natales. Zum Glueck habe ich vorreserviert, denn es war alles besetzt. Diese Fahrt war kurzweilig. Und
ich habe auch gleich eine nette Unterkunft gefunden. Danach ging ich wie immer ins Zentrum, um meine Weiterreise zu organisieren, diesmal aber auch, um mich ueber das zu mietende Campingmaterial fuer den Torres del Paine Nationalpark zu informieren. So verbringt man viel Zeit mit rumfragen, Preise vergleichen, etc. Puerto Natales ist klein aber sehr schoen, ich fuehle mich ganz wohl hier. Und wie immer stimmt auch das Wetter, ich hoffe das bleibt weiterhin so. Endlich gibt es auch wieder einmal eine anstaendige Kueche, wo ich etwas kochen kann, die letzten 4 Tage hatte es gerade mal 3 Teller und Pfannen, so kann man kaum etwas zusammenbrauen :-). Als ich ins Hostal zurueckkehrte, war das 6er-Zimmer voll. Ich ging in die Kueche, um kurz was zu essen. Da waren fuenf nette Leute anzutreffen, die gerade ihr Abendessen vorbereiteten. Sie machten drei Pizzas, Salate und Dessert. Das Beste daran war, dass sie mich auch gleich dazu einluden. Ich kam mir schon ein bisschen bloed vor, mich einfach dazu zu setzen, aber anscheinend hatte niemand was dagegen. Christopher, Alex, Jaroslav, Nevio und Livia kamen zurueck von einem achttaegigen Ausflug im Torres del Paine Nationalpark. Es gab einiges zu erzaehlen und wir hatten einen
Riesenspass. Nach dem Dessert gingen wir noch raus auf einen "Schlummertrunk".
18.01.05
Christopher, Alex und Jaroslav verliessen leider das Hostal bereits wieder, schon um 07.00 Uhr. Ich konnte mich nicht aufraffen, mit ihnen zu fruehstuecken, da es so kalt war. Ich schlief noch zwei Stunden weiter :-). An diesem Tag relaxte ich mal wieder ein wenig, da ich ja auf Jonathan wartete. Ich ging noch ein wenig ins Zentrum, um mehr Infos zu erhalten ueber den Nationalpark. Spaeter gingen Jonathan und ich alles organisieren, vorallem das Campingmaterial und das Essen. Meine Guete, was wir nicht alles essen wollten in diesen zwei Tagen. Wir wussten nur nicht, wer das alles schleppen sollte. Abends war wieder mal Restaurant angesagt, aber diesmal gings viel frueher nach Hause.
19.01.05
Um 07.30 Uhr kam uns der Bus abholen. Die Fahrt in den Nationalpark dauerte etwa 2,5 Stunden. Im Bus trafen wir ein Paerchen von England. Wir schlossen uns dem Pärchen an und stellten unser Zelt gleich zu Beginn des Parkes auf, da wir abends wieder hierher zurückkehren. Dann ging die Trekking-Tour mal wieder los, immerhin diesmal mit Begleitung. Am Anfang ging alles bergauf, es war echt eine Tortur fuer meine Beine. Aber wir
machten nicht Halt, bis wir am obersten Gipfel angekommen sind. Dort assen wir unsere Sandwiches und genossen mal wieder die schoene Aussicht. Auf dem Weg haben wir den Hollaender Roel kennengelernt, er setzte sich zu uns. Somit unterhielten wir uns schon den ganzen Tag auf englisch. Schon toll, die Sprachen endlich mal richtig nutzen zu koennen. Der Abstieg war wesentlich einfacher und schneller. Wir waren nicht traurig, endlich - sprich nach etwa 7,5 Stunden, inkl. Pausen - am Campingplatz anzukommen. Wir kochten uns eine Pasta mit Thonsauce, hmmmmm. Und der Hit war, dass es die letzten Tage anscheinend sehr viel Wind und Regen hatte, wir hatten jedoch teilweise bewoelkten Himmel, aber kein Wind und kein Regen! Ich war wohl zu sehr pessimistisch, da die anderen immer von Regen redeten, ich hatte nicht einmal ein T-Shirt dabei :-).
20.01.05
Um 09.00 Uhr fuhr uns der Bus zu einem anderen Ort, wo wir unseren Spaziergang mit Roel fortsetzten. Dieser Spaziergang war zum Glueck nicht mehr so hart und dauerte nur etwa 2,5 Stunden. Die Aussicht war jedoch auch so ganz fantastisch und auch an diesem Tag schien die Sonne fuer uns. Am Abend waren wir doch sehr muede, wir redeten kaum.
Da unser Hostal keinen Platz fuer uns reserviert hatte, mussten wir wechseln, somit mussten wir noch laenger auf eine langersehnte heisse Dusche warten. Nachher gingen wir dafuer noch etwas trinken mit Roel, um die anstrengenden Tage zu verdauen *smile*.
21.01.05
Die Nacht war absolut schlimm, das Bett war so unbequem, dass ich um 03.00 Uhr das Zimmer resp. das Bett gewechselt habe, um wenigstens noch einige Stunden schlafen zu koennen. Am Morgen organisierten wir ein Taxi, um die Cueva del Milodon zu besuchen. Auf den Postkarten sieht ja alles immer so interessant aus. Die Realitaet war dann aber doch ein bisschen anders. Es war nicht schlecht, aber ich habe mehr erwartet. Immerhin habe ich ein lustiges Foto gemacht (und natuerlich einige normale) und ging zum Mirador (Aussichtspunkt). Es blieb uns leider nur eine Stunde, um alles anzusehen, was nicht gerade viel ist. Dann fuhr uns das Taxi zurueck nach Puerto Natales wo wir um 13.00 Uhr unseren naechsten Bus hatten. Wir fuhren etwa drei Stunden, bis wir in Punta Arenas ankamen. Dort suchten wir ein Hostal, deponierten unser Gepaeck und gingen als erstes in die Stadt um die Plaza, die Kueste und den Mirador anzusehen. Dann wurde es auch
schon bald dunkel und wir kehrten zurueck ins Hostal. Kurz vor Ladenschluss rannte ich noch in den Supermarkt, um die letzte Chance auf Nutella zu packen, doch leider hatte dieser Supermarkt kein Nutella im Sortiment :-(. Somit muss ich mich fuer die naechsten Wochen oder Monate wohl mit Dulce de leche zufrieden geben (Brotaufstrich mit Caramelgeschmack). Spaeter gingen wir kurz was essen, danach endlich wieder einmal in eine Bar, wo Latin-Musik lief! Dort verweilten wir jedoch nicht allzu lange, da wir unser letztes chilenisches Geld investierten ;-).
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Hey Gaby,
What a magnificent site. Awesome. I was just doing a quick check on the week we met. But when time's on my side I will read your full diary. It's probably gonna cost me a whole week.
How's life in der Schweiz? Here in Holland things are going locker. Was planning to go back to Argentina and Chili together with my girlfriend. As a matter of fact, if plans wouldn't have changed we would be there as right about now. But I got offered a job I couldn't say no to.
Maybe next year. Give us a ring when you are in Holland. I will do the same when I will be in the Schweiz. Maybe Streetparade in August.
Besos Roel
(PS. nice picture me eating an apple. Charming!!)
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