Bolivien - Land der schoenen Dinge und Land der Dinge, an die man sich erst gewoehnen muss
Nach einem traumhaften Flug ueber die Atacama Wueste sind wir in Bolivien - La Paz gelandet.
Bei unserem letzten Eintrag waren wir noch auf unseren Vulkan Lanin mit seinen 3770 Meter stolz ... hier spielt sich das meiste auf einer anderen Hoehe ab ... der Flughafen von La Paz liegt alleine schon auf 3900 Meter!
Die Taxifahrt ins Zentrum von La Paz war schon sehr beeindruckend .... man faehrt in einen grossen Kessel - die Haueser tuermen sich nur so an Kesselwaenden empor und es war das erste mal, dass man das Gefuehl hatte, richtig in S-Amerika zu sein! Ueberall farbenpraechtige gekleidete Personen, Strassenverkauf an jeder Ecke .... das Leben hier wirkte viel anders, als das zuvor erlebte in Argentinien oder Chile.
Es war nicht nur die Freude gross, in so einem fremden Land zu sein, sondern es war auch die Freude, sich mit Iris und Stefan (unsere Freunde aus der Heimat) wieder zu treffen. Gemeinsam machten wir uns nach einem Tag Akklimatisation auf Richtung Sueden - Uyuni - zu den groessten Salzseen der Welt. Nach einer 12 h Ruettelfahrt inklusiv Reifenplatzer
kamen wir in Uyuni an und es ging dann gleich auf eine 3 taegige Salz - Wuesten - Safari. Wir hatten keine Vorstellung, welche Naturschoenheiten dort auf uns warteten ... riesige Salzseen, tolle Steinformationen, Vulkane, bunteste Bergkulissen, Kakteen, Geysiere, Thermalpools, farbenpraechtige Lagunen mit Flamingos und noch vieles mehr .... achja, auf Andi wartete auch ein wenig die Hoehenkrankheit :-)
Wir waren von dieser Safari so begeistert, dass wir die Wartezeiten wegen Reifenplatzer oder nicht funktionierendem Auto gerne in Kauf nahmen.
Nach diesen traumhaften Tagen trennten sich unsere Wege von Iris und Stefan :-(
Bei uns ging es weiter nach Potosi - eine Stadt, welche fuer den Silberabbau bekannt ist. Wir haben es uns auch nicht entgehen lassen, die Tiefen der Minen zu erkunden, und um zu sehen, wie die Leute dort arbeiten. Man stellt sich ja so einiges vorher vor ... aber welche Bedingungen (Luft, Staub, Hitze, Enge, ...) uns dann dort erwarteten ... UNERTRAEGLICH! Es war ein Erlebnis, welches sehr zum Denken anregte ... aber was kann man tun? Die 15000 Personen welche dort arbeiten sind froh, da sie im Verhaeltnis zu anderen "viel" verdienen ... obwohl sie nur eine Lebensalter von 40 Jahren zu erwarten haben.
Weiters "genossen" Andi und ich so eine richtige tolle Magen - Darm Verstimmung in Potosi! Hm ... sollten wir doch das Strassenessen und die Drinks von der Strasse weglassen?????
Als wir wieder fit waren, gings mit dem Bus wieder zurueck nach La Paz. Tja ... Bus fahren in Bolivien ... eigentlich sollte die Fahrt "nur" 10 Stunden dauern, aber unsere dauerte 16 Stunden. Es kann halt schon einmal vorkommen, dass ploetzlich mitten in der Nacht der Bus haelt .... Strassensperre!!!! :-)
Zurueck in La Paz hielt uns nichts mehr davon ab, unsere 5000der und unseren 6000der zu bezwingen! Als ersters ging es zum Condoriri Massiv, wo sich unsere "aufwaerm Berge" Pequeno Alpamayo (ca. 5500m) und Pico Austria (ca. 5400m) befinden. Der Pico Austria war ein einfacher Berg zum Trekken .... der Alpamayo hatte es aber in sich!!!! ... mit Steigeisen, Pickel, Seil und einem guten Guide haben wir es aber auch zum Gipfel geschafft :-))) Die Freude war soooooo gross, dass die vorhergehenden Gedanken - "des dur i ma nie wieda aun" - weg waren und wir sicher waren, dass wir auch unseren 6000der probieren.
Gedacht getan - und schon ging es am naechsten Tag zum Fusse des
Huayna Potosi (6088m!).
Nach einer kurzen Nacht im Hochlager (5130m) ging es um 01:30 Uhr auf Richtung Gipfel und wir standen nach 5,5 Stunden Gehzeit auf unseren ersten 6000der! Hurra!!!!!
Auch wenn dieser Berg hier als "einfacher" 6000der verkauft wird - wir fanden in dann doch nicht so easy!!!!
Mit viel Gluecksgefuehl im Bauch ging es dann wieder zurueck nach La Paz, wo wir uns dann einen Tag Ruhe goennten, bevor wir mit dem Mountain Bike die "Worlds most dangerous Road" hinunter duesten. Gefaehrlich war da gar nichts (ausser die Bremsen haetten versagt), aber es war ein tolles Erlebnis. Man startet auf 4700m, wo ringsherum gefrohrene Wasserfaelle sind und beendet die Strecke auf einer Seehoehe von 1200 m im topischem Klima, wo Palmen und Bananenbaeume stehen. Hier haben wir unseren bleichen Koerperteilen nach Monaten wieder einmal die Sonne gezeigt - Bikinizeit war angesagt ... leider nur fuer 2 Stunden, bevor es wieder zurueck ging nach La Paz!!
Tja, wir hoffen wir konnten euch wieder einen kleinen Eindruck geben und konnten euch kurz mit auf unsere Reise nehmen. Morgen wird es dann fuer ein paar Tage in den Jungel bzw. Pampas gehen, um einmal die Tierchen zu beobachten. Mal sehen,
welche sich uns so zeigen!!!
Ganz liebe Gruesse aus dem schoenem Bolivien!
Dicks Bussi
Irina und Andi
Pequeno Alpamayodie letzten Meter gings an der Kante hoch zum GIPFEL! Uuuuaahhhh ....
8 Comments -
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freut mich das es euch gut geht - spitzenmäßige foto, schöne grüsse aus st. flo
Hi Irina, wenn ich deine lebendige Schilderung eurer Abenteuer lese kommt mir vor, wir leben auf 2 verschiedenen Planete! Denke oft an euch und freue mich sehr, dass es euch so gut geht - die Bilder sind ein Wahnsinn! Weiterhin toi, toi, toi! Alles Liebe Eva
hallo ihr "grazy Austrians" vielen vielen Dank für den weiteren Reisebericht und die supertollen Fotos...wir reisen in Gedanken mit euch :-) und freuen uns schon auf die nächste Etappe
Hallo ihr beiden.... Super toll, dass es euch (wieder) so gut geht...weiterhin viel spass und eine unvergessliche Zeit.... freue mich schon auf weitere wahnsinns Berichte und Bilder...alles gute Stefan (der wieder in good old Austria in sein Leben zurück findet)
Echt hammergeile fotos, aber das sind wir ja gwohnt von euch!
Wünsch euch noch eine geile Zeit!
hallo ihr zwoa!!
der travelblog wor echt a supa idee, eure berichte und fotos san a wahnsinn! bitte weiter so!
geile zeit nu, und passts auf wos essts! ;-)
dicks bussl.
Hi Irina und Andi,
eigentlich fehlen mir die Worte, eure Reiseberichte sind spannend
und die Bilder fantastisch. Ihr habt allerdings die Blützeit vom Holler
und den Almrosen verpasst, und die Walderebeeren und
Himbeeren hohl ich mir jetzt dieses Wochenende. Und wenn ich
Glück hab, find ich auch schon die ersten Pilze -:).
Ha, das wird euch zwar sicher nicht traurig stimmen, aber vielleicht
ein wenig an die Heimat erinnern. PS: der Sommer hat begonnen!
Liebe Grüße
Angelika
Hallo Irina und Andi,
mit Bewunderung und Hochachtung lesen wir die Berichte, staunen über die tollen Bilder und Erlebnisse. Es gehört schon eine Menge Mut und Abenteuerlust dazu, um so etwas erleben zu können.
Wenn wir uns die Bilder so anschauen, können wir ahnen wie groß die Belohnungen dafür sind.
Moni und ich wünschen euch noch viele solcher Erlebnisse und freuen uns schon wieder wasvon euch zulesen und zusehen.
Liebe Grüße aus Kufstein
Moni und Gerhard
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