Die naechste Etappe meiner Reise war Santa Fe...
Doch bevor es dort hin ging blieb ich noch drei Tage bei Fernando, dem Sohn meiner „Schuelerin“, der in Buenos Aires Filmdirektor studiert. Da meine Faehre von Colonia so viel Verspaetung hatte und ich erst gegen 10.00pm in Cabellito ankam, war der erste abend recht kurz. Nach kurzer Vorstellung, wir kannten uns ja nur vom Telefon, sahen wir uns einen Film an und dann rief auch schon die Nacht zur Ruhe. So gut, wie in dieser Nacht hatte ich wahrscheinlich lange nicht geschlafen...ich hatte ein eigenes Zimmer, gemuetliches Bett und alles, was ich brauchte. Meine Klamotten sahen nach einiger Zeit auch einmal wieder das Tageslicht und konnten frische Luft schnuppern, da ich mich hier, anders wie in einem Hostel, richtig breit machen konnte. :)
Am naechsten morgen, frisch und munter gin es mit dem Bus ins Zentrum von Recoleta, um den cementario (ein Friedhof) zu besuchen, auf dem Eva Pavòn (Evita) begraben liegt. Dieser Friedhof ist in Buenos Aires, wie auch viele Friedhoefe in anderen suedamerikanischen Laendern und Staedten, eine grosse Touristenatraktion. Viele werden als Park angelegt. Dieser cementario war fuer Aristokraten angelegt, wie ich dort erfahren habe, weshalb es weniger
ein
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cementerio en Recoleta de Buenos AiresPark an sich war, sondern die Graeber eher an kleine persoenliche Kapellen erinnerte, die mit zahllosen Statuen und Monumenten verziehrt waren. Mein Weg fuehrte mich weiter in Richtung Plaza Mayo, wo ich die angebliche breiteste Strasse, Avenida 9 de Julio, entlang spazierte, kurz am Monument „El Obelisco“ anhielt und schliesslich den Plaza de Mayo erreichte, wo sich das „Casa Rosada“, das Regierungsgebaeude befindet. Wie mir erzaehlt wurde hat man das Haus rosa angestrichen, weil es die beiden groessten Parteien vereint, welche die Farben rot und weiss representieren. Damit soll der Zusammenhalt gezeigt werden.
Nach diesem langen Fussmarsch und meiner zwar besser werdenden Fussfraktur, entschied ich mich die Subte (Subway) zurueck ins Stadtteil Cabellito zu nehmen...eine ganz alte, noch aus Holz und dekoriert mit Leuchten, die aussahen, als stammten sie noch aus den 20/30er Jahren. In der Wohnung angekommen, nutze ich kurz die Zeit, um mal wieder einen Blick ins Internet zu werfen, ein paar eMails zu beantworten und mich dann auf dem Balkon gemuetlich zu machen, mein Tagebuch zu schrieben und noch ein paar Seiten zu lesen. Bis dann Fernando mit zwei seiner Freunde nach Hause kam und
wir einen netten Abend mit Musik und Wein verbrachten. Gegen 1.00am beschloss
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cementerio en Recoleta de Buenos Airesich dann doch mich endlich ins Land der Traeume zu begeben, da am naechsten Tag die Fahrt nach Santa Fe auf dem Reiseplan stand.
Matias hatte bereits die Bustickets fuer uns beide am Tag vor unserer Abfahrt gekauft, so kam ich also am Retiro Busbahnhof in Buenos Aires an, ohne zu wissen, wann und wo der Bus genau abfahren wuerde. Aber ich habe mir meinen Weg durchgefragt. Matias war noch nicht da, also wartete ich am Gate. Es dauerte aber auch nicht lange bis er kam...ich haette ihn nicht erkannt, mit seinem Cap tief ins Gesicht gezogen. Aber da wir nicht wussten ob wir uns nach 6 Jahren wieder erkennen wuerden beschrieben wir uns vorher, was wir anhaben wuerden und so fanden wir uns doch noch. :) Im nachhinein haetten wir uns, glaube ich, dennoch gefunden auch ohne Beschreibung im Vorfeld, denn er hat sich kaum veraendert, ein wenig erwachsener vielleicht im Gesicht, aber sonst ganz und gar der alte. :) Nach einer grossartigen Begruessung und Umarmungen warteten wir gemeinsam auf den Bus. Die ersten Stunden
der langen 6 Stunden Busfahrt nutzten wir um alles aufzuholen, was in den letzten 6 Jahren so passiert ist, was er so gemacht
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cementerio en Recoleta de Buenos Aireshat und macht, was ich gemacht habe und mache, was alle anderen in Saalfeld so machen und gemacht haben. Einiges wussten wir ja schon voneinander, da wir waehrend der letzten Jahre ja doch hin und wieder mal in Kontakt standen. :) Aber irgendwann packte ihn dann doch die Muedigkeit, denn am Tag zuvor kam er ja gerade erst aus den Staaten zurueck und den Donnerstag Abend nutzte die ganze Gruppe von seinem Austausch noch einmal um in B. A. richtig feiern zu gehen. Bis kurz vor Santa Fe holte er also seinen Schlaf nach und ich genoss die Aussicht und hoerte Musik. In Santa Fe stand auch schon seine Mama da, um uns abzuholen. Super suess und total lieb. :) (Muchos saludos!!!)
Kaum angekommen wurde ich schon erschlagen von Begruessungen und Gespraechen, die ich nur schwerlich verstand...aber mit etwas Muehe und Konzentration ging es dann doch. Matias hat entsprechend oft als Uebersetzer fungieren muessen (Sorry Baedo :) ) Aber seine Schwester hat wenigstens Englisch verstanden oder
langsam mit mir Spanisch gesprochen. Martín, der Bruder von Matias hat sogar ein wenig Englisch gesprochen...am Ende meines kurzen Aufenthaltes sogar immer besser. ;) ) Aber generell ging es schon und so hatte ich
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cementerio en Recoleta de Buenos Airesselbst das ein oder andere Kuechengespraech mit der Mama von Matias.
Am Abend sind wir zu einem kleinen gathering von einem Freund von gefahren, welcher seinen Geburtstag feierte. Das war wirklich eine lustige Zusammenkunft. Ich habe mich super nett unterhalten mit seinen Freunden, in allen moeglichen Sprachen...Englisch, Spanisch und sogar Deutsch war dabei. Denn so wie Baedo ein Jahr bei uns in Saalfeld war, war auch ein anderer Freund von ihm in Deutschland, in der Naehe von Stuttgart. Gegen 3.00am waren wir dann auch wieder bei Matias zu Hause und geruhten zur Nacht. Am naechsten Morgen kitzelte mich die Sonne schon recht frueh aus dem Bett und so war ich bereits gegen 9.00am wach und fertig Santa Fe zu erkunden. Allerdings war Matias weit entfernt von ready. :) Nach seinem USA Abenteuer, der langen Busfahrt und der langen Nacht zuvor hatte er dringend Schlaf nachzuholen. Auf dem Plan stand ein Treffen der Austauschschueler von AFS.
AFS ist die Organisation, mit welcher Matias auch nach Deutschland kam. Heute arbeitet er als Volunteer bei der Organisation und hilft mit solche Treffen zu organisieren. Ich traf auch dort wieder viele interessante Leute, hatte gute Gespraeche und die Moeglichkeit mein Spanisch zu praktizieren und
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cementerio en Recoleta de Buenos Aireszu ueben. Nach diesem Treffen habe ich mir auch ueberlegt, eine solche "Gruppe" in Ecuador anzufangen. Denn es hilft nicht nur den neuen Praktikanten sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden und vielleicht Tipps, Ratschlaege und Hilfe zu finden, sondern gibt auch die Moeglichkeit Spanisch zu sprechen. Ich muesste also nur noch einheimische Leute finden, die helfen diese "Organisation" zu gruenden. Im Grunde soll es ja nur ein Treffen fuer die Praktikanten und Austauschschueler sein, um sich zu erkundigen, sich kennenzulernen, zu treffen, evt. Dinge gemeinsam zu unternehmen, um das Land kennen zu lernen und einen Ansprechpartner zu haben, wenn es Probleme gibt. Ich fand das eine schoene Idee. Mal sehen, ob es auch in Guayaquil umsetzbar ist.
Nach dem Treffen sind wir noch ein wenig durch die Strassen von Santa Fe gelaufen. Ich war die Lauferei ja schon gewohnt, aber ich glaube
Matias war sehr muede davon. :) Waehrend wir durch das Zentrum von Santa Fe liefen erklaerte er mir vieles ueber seine Heimatstadt und Argentinien im Allgemeinen. Ich muss schon sagen, ich war sehr beeindruckt; nicht nur von dem Wissen, seinen Kenntnissen und persoenlichen Ansichten darueber, sondern auch von seiner Art zu erzaehlen. Ich klebte foermlich an
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auf dem Weg zum Plaza de Mayoseinen Lippen und wollte mehr erfahren. (Respect!!!) Als wir schon auf dem Heimweg waren versuchte Baedo seine Schwester zu ueberreden, dass sie uns mit dem Auto abholt, da er exhausted war. (Sorry again :) ) Aber sie wollte nicht. :) Also liefen wir weiter und die Unterhaltung folgte bis zu ihm nach Hause und auch dort weiter in einem richtig netten Kuechengespraech. Die Kuechen scheinen in jedem Land dieses magische Flair zu haben. Spaeter an diesem Abend gingen wir aus, in eine Heladeria und danach zu einem der schoensten Oertchen in Santa Fe, die ich in der kurzen Zeit gesehen habe, wie ich behaupten moechte, zur „costanera“ (¿eso es correcto, si?). Es war pitsch dunkel, aber richtig schoen...ueber uns leuchteten die Sterne, so hell und so tief, dass man glauben konnte, man
koennte sie beruehren. Wir haben sogar ein paar Sternschnuppen gesehen,. Zumindest ich habe drei gesehen, Matias leider gar keine. :) (te prometo que vas a ver una la proxima vez :)!!!)Die Aussicht war so richtig beruhigend. auf der einen Seite sah man ganz fern eine beleuchtete Bruecke und auf der anderen Seite einfach nur das schwarze Nichts...(Thanks again for sharing that with me, I can just imagine why
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auf dem Weg zum Plaza de Mayo...Museo Nacional de Bellas Artesit is one of your favorite places!!!)
Der Sonntag wurde, wie auch uebrall auf der Welt, genutz als Ruhetag. Das heisst, es wurde wieder bis Mittag geschlafen, dann gemueltich zum lunch gerufen, um spaeter den Nachmittag entweder mit Freunden oder der Familie an der costanera zu verbringen. Natuerlich verschlug es auch uns dann dort hin, nachdem wir noch einen kurzen Zwischenstopp im Busbahnhof einschuben um mein Ticket fuer den naechsten Tag zu kaufen. Es schien als sei ganz Santa Fe an dieser Flusspromenda versammelt. Die Autoradios wurde aufgedreht um fuer das Entertainmentprogramm zu sorgen, oder kleine „Taschenradios“ wurden im Picknickkorb mitgebracht um das Fussballspiel des Teams von Santa Fe zu verfolgen. (sie haben uebrigens verloren!!! :(
)Einmalisches Flair! Den Sonnenuntergang genossen wir dann von der anderen Seite des Flusses. Traumhaft schoen, wie ihr auch auf dem Bild sehen koennt. Leider nahm der restliche Abend kein so schoenes Ende. Geplant war ein „Abschiedessen“ in der Stadt, doch Morgan, der Hund der Familie ist sehr krank und an diesem abend ging es ihm wesentlich schlechter, weshalb er zum Tierarzt gebracht werden musste. Somit viel das Essen aus, und wir blieben im Haus. Morgan geht es wieder etwas besser, aber dennoch war es
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auf dem Weg zum Plaza de Mayotraurig mit anzusehen. Montag hiess es auch schon wieder Sachen packen. Matias hatte seinen ersten Tag im neuen Job, ich hatte noch den ganzen Vormittag bis zum fruehen Abend Zeit und ging mit ihm in die Stadt um noch einmal ueber den Boulevard von Santa Fe zu spazieren und mir das Teatro municipal anzusehen. Leider war es noch geschlossen und so konnte ich es nur von aussen bewundern. Aber ich habe viele kleine niedliche Laedchen entdeckt und ein wenig gestoepert, unter anderem in einem kleinen buchladen. Buchlaeden haben es mir schon irgendwie angetan...alle scheinen diesen ganz speziellen Geruch zu haben, von alten und neuen
Buechern. Ich mag diesen Geruch! Gegen Mittag kam Matias von der Arbeit zureuck, wir schauten uns noch ein paar Fotos an und meldeten ihn auch auf unserer Seite an. Dann hiess es auch schon Abschied nehmen von der Familie. Matias brachte mich noch zum Bus und leistete mir sogar noch so lange Gesellschaft, bis der verspaetete Bus in Richtung Iguazù abfuhr.
Auch wenn mein Besuch auf vier Tage beschraenkt war und wir recht wenig Zeit hatten war es ein richtig schoenes Wochenende. Ich habe viel gelernt, Matias wieder neu und besser kennengelernt, obwohl es sich nicht
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auf dem Weg zum Plaza de Mayo...so anfuehlte, als haetten wir uns 6 Jahre nicht gesehen. Auf eine spezielle Art und Weise war es recht vertraut und sehr angenehm. So, thanks again for having me in your home. I had a blast. And remember…next time we'll see each other we'll do something “crazy”. ;)
Besitos a Santa Fe!
Adios fuer heute und bis zum naechsten Mal!
Eure Anja
back in B.A. for three daysauf dem Weg zum Plaza de Mayo...Avenida 9 de Julio...die angeblich breiteste Strasse der Welt...mit dem Monument "El Obelisco"
Santa FeBaedo (mit seiner alten Schule im Hintergrund)
Santa Fe...die vielen Kreuze stehen fuer Flutopfer
Santa Fe...das Regierungsgebaeude im Hintergrund...
Santa Fe...das Regierungsgebaeude im Hintergrund...und die Pappnase (:))im Vordergrund :)