Hola! Zwar sind wir soeben nach ewiger Busfahrt schon in Chile angekommen, aber die letzten Tage haben wir ja in Argentinien verbracht und darueber noch nichts geschrieben. Also kommt hier ein kurzer Bericht: Vor genau einer Woche haben iwr uns von Colonia nach Salto aufgemacht, noch in Uruguay, um dort im Termalbad zu relaxen. Viel mehr kann man in Salto auch nicht machen, aber es war super toll! Das Wasser dort ist so heiss, dass wir es im waermsten Becken nie laenger als 15 Minuten ausgehalten haben... oh ja soo schoen war das! Dann haben wir uns am samstag Abend auf den Weg nach Rosario gemacht, eine recht grosse Stadt gar nicht soo weit weg von Uruguay, wo wir dann auch bis Montag Abend geblieben sind.
Da wir ueber nacht gefahren sind, um Zeit und Geld zu sparen, sind wir sonntags morgens in Rosario angekommen und der erste Eindruck (und zum Glueck auch nur der erste) war recht negativ: Die Leute waren sehr viel unfreundlicher zu uns als die Uruguayer, keiner wollte uns helfen. Wir wollten Kleingeld fuer den Bus haben, dachten, das waere leicht, schnell irgendwo hingehen und was kaufen und nach Muenzen fragen (weil man die Tickets am Automaten
nur mit Muenzen kaufen kann und uns niemand gesagt hat, dass wir am Kiosk ein paar Minuten weiter auch mit Scheinen zahlen koennen). Das Problem ist, dass Muenzgeld in Argentinien eher selten zu existieren scheint und man immer nur Scheine zurueckbekommt, da viele kleine Laeden gar kein Muenzwechselgeld haben. Steffi musste erst ein bisschen unfreundlich und frech werden, damit man uns endlich irgendwo nach ueber einer halben Stunde genug Muenzgeld gegeben hat, um ein Ticket zu kaufen. Die Bushaltestelle war dann auch recht schnell gefunden, aber weil sooo ewig kein Bus kam, sind wir dann die 45 Minuten zum Hostel am Ende gelaufen. So viel Anstrengung und Aerger fuer nichts. Dass das Wetter super schlecht war, kam noch hinzu.
Danach wurde es dann aber doch noch super schoen in Rosario. Das Hostel war super (und super guenstig, Argentinien ist ja so viel billiger als Uruguay) und sehr zentral gelegen und nach einem kaffee haben wir erstmal die Stadt erkundet (sehr viele Sehenswuerdigkeiten gibt es nicht, aber die Rambla am Flussufer ist super schoen und als das Wetter spaeter besser wurde, konnte man dort auch super spazieren gehen). Dann habe wir entdeckt, wie toll man in Argentinien shoppen kann, Philipp hat
sich ein T-Short von einem der lokalen Designer dort gekauft und Steffi hat am Montag im Levis-Shop das super duper Sonderangebot gefunden: Eine echte Levis auf nur 16 Euro runtergesetzt. Was fuer ein froehlicher Tag.
Montag Abend haben wir dann den Bus quer durch Argentinien nach Mendoza genommen, eine wunderschoene Kleinstadt am Fuss der Anden. Den dienstag haben wir fuer die Stadtbesichtigung genutzt, haben mal wieder festgestellt, dass Busfahren in Argentinien mit den ganzen Muenzen einfach unglaublich schrecklich ist (in Uruguay geht man in den Bus und dann gibt es einen Fahrer und einen Kassierer, der entweder einen festen Platz hat und einem dort das Ticket verkauft oder der rumgeht im Bus und dann muss man nicht im Bus stehen. Natuerlich kann man auch dort mit allen Scheinen und Muenzen zahlen, leicht, unkompliziert und ein toller Service, der gleichzeitig auch noch 2 Leuten eine Arbeit bringt) und auch dass die Beschilderungen und sogar die Stadtplaene teilweise schwer zu wuenschen uebrig lassen.
Eine andere argentinische Schrecklichkeit ist die Teilnahme eines fussgaengers am Strassenverkehr. Wir haben recht schnell festgestellt, dass es sehr viel sicherer ist, eine Strasse bei rot zu ueberqueren wenn keine Autos da sind als bei gruen wenn sich irgendwo
in der naehe ein Auto befindet. Denn man muss als Argentinier weder beim abbiegen noch beim ueberqueren der Strasse auf Fussgaenger oder rote Ampeln achten, eigentlich kann man immer fahren. Wir haben es aber trotzdem ueberlebt!!
Die stadt selber mit ganz vielen riesigen Plaetzen und einem noch sehr viel groesseren park ist aber super schoen gewesen und bis auf die Autofahrer waren die Leute auch sehr freundlich. Am Mittwoch hiess es dann Schoko, Vodka und Wein! Wir haben uns auf eigene Faust zu den Weinbergen (sorry, Weinflaechen) aufgemacht und an der Touristeninfo dort hat man uns ein Weingut, eine Schokoladenfabrik und eine Vodkafabrik genannt, die man sich angucken sollte. Die Schokolade und der Schokolikoer waren super mega lecker und von der hausgemachten Dulce de leche mussten wir dann auch ein Glas kaufen. Danach haben wir eine sehr freundliche Fuehrung durch die Vodkafabrik bekommen, mit anschliessender Probe von drei Obstschnaepsen und einem Vodka, und sogar Steffi fand es gar nicht so schrecklich unlecker wie sie erwartet hatte. Die Weinprobe am Ende war sogar umsonst, und gut durch den ganzen Alkohol gestaerkt konnten wir dann wieder zum Hostel fahren.
Da es am Dienstag in mendoza geschneit hat, hat man uns im Hostel
erzaehlt, der pass zwischen Argentinien und Chile waere zugeschneit und somit gesperrt. Naja, dann haben wir uns eine neue Route rausgesucht, durch Argentinien, haben aber dann am Busbahnhof nochmal nachgefragt und dort sagte man uns, der Pass waere waere dann aber am Donnerstag wieder auf und dann haben wir doch Tickets gekauft. Die Fahrt hat sich richtig gelohnt, super tolle Landschaft, ging ja auch einmal quer ueber die Anden. Einziger Negativpunkt waren die 5 Stunden, die wir an der chilenischen Grenze warten mussten und deswegen sind wir auch sehr spaet in Chile angekommen und konnten den cilenischen Teil der Anden gar nicht mehr bei Tageslicht sehen.
Jetzt sind wir im Hostel in Santiago, unser erste Eindruck der Stadt war eher negativ, die Leute sind zwar nett, aber der Busbahnhof hatte noch nichtmal ne Touristeninfo oder sondwas wo man einen Stadtplan finden konnte... Und geholfen haben wir uns am Ende selber weil wir an der metrostation ne Karte entdeckt haben... Allerdings sind wir hier in einem Hostel, wo es morgen frueh Pfannekuchen gibt und das macht uns wieder gluecklich!! Fotos kommen noch!
Liebe gruesse, Steffi und Philipp