Die Tiere bei diesen beiden Ausfluegen konnten wir wirklich sehr nah bestaunen.
In Punta Ninfas mussten wir erst eine Klippe runterklettern um zu den See Elefanten zu gelangen, es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Auch an diesem Strand waren noch nicht so viele See Elefanten da , es gab also noch keinen wirklichen Harem, aber dafuer konnten wir ziemlich nah an die Tiere ran.
Einer der beiden Machos/Maenner mochte uns allerdings ueberhaupt nicht und war die ganze Zeit waehrend wir dort waren ziemlich nervoes. Na ist ja auch verstaendlich, ich wuerde es auch nicht moegen wenn Touris durch mein Schlafzimmer rennen und glotzen.
Diese See Elefanten sind mal echt riesig und haben mir Respekt eingefloesst.
Leider oder zum Glueck haben an diesem Tag keine Machos miteinander gekaempft, dafuer waere mir der Abstand dann doch etwas zu gering gewesen.
Die Weibchen haben ein ganz liebes Gesicht, ein bissi wie ein treudoofer Hund.
Bedauerlicherweise konnten wir an diesem Strand auch beobachten wie zwei bekloppte Jungen diese Tiere mit Steinschleudern beschossen haben. Sowas von bekloppt!!!
Ansonsten war es ein recht schoener Ausflug, wir waren eine sehr kleine Gruppe und unser Guide hat sehr viel zu erzaehlen gehabt, unter anderem
hat er uns auch diverse Mythen und Geschichten von den Mapuche - den Ureinwohnern - erzaehlt. Das war voll schoen und spannend und hat die langen Busfahrten wunderbar ueberbrueckt.
Zwei Tage spaeter sind wir dann endlich nach
Punta Tombo gefahren, der groessten Magellan Pinguin Kolonie in Suedamerika und Dean hatte die Moeglichkeit Pinguine zu treten (wers mag???).
Wie gehabt, auch dort gab es noch nicht so viele Tiere wie zur Hochzeit... ich wuerde mal sagen so ca. 2000, wenn alle Pinguine da sind und brueten sind es 500 000.
Aber die 2000 die uns bespasst haben waren schon genug.
Es sind ja eher kleine Pinguine (45cm)... aber sie sind trotzdem genauso lustig und auch lieb.Vor allem lassen sie sich von den vielen nervigen Touris kaum beindrucken und haben auf wegen und Kreuzungen immer "Vorfahrt" sehr schoen.Es war aber auch irgendwie auch ein komisches Bild, diese Pinguine in so einer trockenen, windigen Gegend unter Bueschen nisten zu sehen. Stellt man sich doch Pinguine eher in Schnee und Eis vor. Naja, jeder eben wie er es mag.
Da die Pinguine gerade aus Brasilien anreisen, konnten wir auch beobachten wie einige gerade frisch aus dem Wasser an Land
gespuelt worden, noch etwa desorientiert wirkten, sich schuettelten und dann langsam loswatschelten und ihr Nest vom Vorjahr aufsuchten.Das sah schon ziemlich lieb aus.
Sie kehren jedes Jahr wieder in das gleiche Nest zurueck und sollte sich da doch mal jemand anderes breit machen, dann kaempfen diese winzigen Kerlchen wohl auch. Sowas haben wir aber nicht beobachtet.
Wir konnten super dicht an die Pinguine ran, aber Dean hat beschlossen doch keinen zu treten.
Nach Punta Tombo sind wir nach Rawson gefahren, der Provinzhauptstadt von Chubut.Dort haben wir mal wieder schicke Rettungswesten angezogen und dann ein Boot bestiegen um Ausschau nach Commerson Delfinen zu halten.
Das sind recht kleine,sehr schnelle, schwarz-weisse Delfine.
Anfangs war es echt schwer ueberhaupt welche zu sehen, sie sind wahnsinnig schnell und es ist quasi unmoeglich gute Fotos von ihnen zu machen.
Nachdem wir ein paar mal das Glueck hatten einen kurzen Blick auf einen springenden Delfin zu erhaschen haben wir ein anderes Boot (voller Touris) getroffen. Die waren ganz aufgeregt und haben auf unser Boot gezeigt und angfangen uns zu fotografieren... YEAH
Nach relativ kurzer Zeit stellte sich jedoch heraus das sie nicht uns fotografierten, sondern die zwei Delfine die sich einen Spass daraus machten
vor unserem Boot herzuschwimmen, quasi ein Kopf an Kopf Rennen , Delfin gegen Boot.
Die schien echt Spass daran zu haben. Zu unserem Glueck haben sich die zwei Kapitaene abgesprochen und unser Boot ist dann mal stehen geblieben, das andere Boot ist losgefahren, hat angefangen uns zu umrunden und die Delfine sind die ganze Zeit vorm anderen Boot rumgesprungen, so dass auch wir sie beobachten konnten.
Das haben die zwei Kapitaene eine ganze Weile gemacht, sie wollten ja ihre zahlende Kundschaft gut unterhalten und das hat auch gut geklappt.
Bei dem todesmutigen Versuch sich vorn uebers Boot zu haengen und ein perfektes Foto von einem Delfin vorm Boot zu machen, hat Dean allerdings seine Kamera geschrottet.Da kam dann doch die ein oder andere Welle hoch... naja und hat dann eben die Kamera erwischt.
Diese Commerson delfine sind total schoen wie ich finde, sehen ein bissi aus wie Mini-Orkas.
Nach diesem Ausflug haben wir uns in Trelew rauschmeissen lassen und haben dort auf den Bus nach Puerto San Julian gewartet. Da haben wir zwei ziemlich langweilige Tage verbracht, was aber auch mal ganz schoen war.Die Stadt hat ganze 6 Sehenswuerdigkeiten... Wahnsinn.Wir haben auf unseren einsamen Streifzuegen durch die Innenstadt
nie jemanden getroffen und kamen uns sehr einsam und verlassen vor.Es hatte kein restaurant offen und der Supermarkt hatte uach nicht wirklich was zu bieten...
Jedoch,am letzten Abend hatten sie dort Stadtfest (108 Jahre ;-) ), das war recht lustig... wir haben endlich auch ein paar Menschen gesehen und es gab was zu essen und viel Bier (zu viel fuer mich). Es war ein bissi so wie das Bollenfest...
Es gab volkstuemliche Taenze und die Miss Puerto San Julian wurde gewaehlt.Schoen.
Anschliessend gings auf nach Calafate....