15.11.-17.11.08
Am 15.11. morgens spontan den Bus nach Whitianga genommen, nachdem ich am Vortag endlich mein Arbeitsvisum bekommen habe. Die Frau von der NZ Immigration meinte es passiert wohl häufiger, dass die am Flughafen einem was Falsches in den Pass schreiben. Da war es mal gut, dass in Paihia so viele Deutsche waren, sonst wäre mir gar nicht aufgefallen, dass mir da so ein großer Aufkleber im Pass fehlt. Nachdem das erledigt war, gab es keinen Grund mehr im lauten Auckland zu bleiben. Eigentlich wollte ich am 16.11. fahren, aber es gab noch einen nakedbus um 12:05 als ich um 10:30 im Reisebüro war. Laut Reisebeschreibung hätte ich zweimal umsteigen müssen, aber zu meinem Glück waren der zweite und dritte Bus ein und derselbe, gefahren von einem netten alten Kiwi und begleitet von seinem zwölfjährigen Enkel James. Von Auckland ging es dann über Ngatea und Tairua nach Whitianga auf der Coromandel Halbinsel. Endlich in Whitianga angekommen musste ich feststellen, dass einer meiner Flipflops noch immer im Bus war, der Bus jedoch schon wieder abgefahren. Zu allem Überfluss war das Hostel, in dem ich übernachten wollte voll und so musste ich den langen Weg vom Strand wieder zurück Richtung Hauptstraße laufen um
eine Bleibe im Cat’s Pyjamas zu finden. Und wie nicht anders erwartet sind auch im Cat’s Pyjamas unglaublich viele Deutsche. Daher viel mir die Entscheidung am nächsten Tag eine Belgierin auf einen Ausflug zu begleiten nicht allzu schwer. Nachdem wir die 2$ für 50 Meter mit der Fähre ausgegeben hatten um auf die andere Seite zu gelangen wurden wir von einem gesprächigen Neuseeländer in Empfang genommen. Für vierzig Dollar und nur zu seinem reinen Vergnügen fährt er Interessierte zu Cathedral Cove (genauer gesagt zum Parkplatz am Anfang des Walkways), holt einen drei Stunden später wieder ab und fährt weiter zur Hot Water Beach. Genau rechtzeitig vor der Ebbe kann man dort an zwei Stellen am Strand seinen eigenen Pool schaufeln und sich ins warme oder gar bis zu 65°C heiße Wasser setzen. Zum Abschluss gibt es noch den verbotenen Ausblick hinter Zaun auf Shakespear’s Cliff und eine Weinverkostung auf dem Familiengut. Während der ganzen Zeit wird er nicht müde einem allerlei Interessantes über Bäume, Sträucher, Kiwi(früchte) und vor allem über Feigoa zu erzählen. Bei der Weinverkostung darf man dann letztlich auch Kiwiwein, Feigoawein und dergleichen probieren. Meine Empfehlung Tamarilloliqueur. Am Abend habe ich Christine aus Deutschland kennengelernt und da wir
beide am nächsten Tag weiter wollten, haben wir beschlossen zusammen zu trampen. Morgens stellte sich dann heraus, dass wir zu dritt reisen, denn Christine hatte noch Guy aus Israel überzeugt mitzukommen. Eigentlich waren wir alle drei fest überzeugt, dass es schwer werden würde ein Auto anzuhalten, denn wer will schon drei Backpacker samt Rucksäcken durch die Gegend fahren. Die erste halbe Stunde sah es auch so aus, als würden wir Recht behalten. Als auch noch anfing zu regnen, hatten wir schon fast aufgegeben, aber dann nach uns ein Bauarbeiter für 15 Minuten mit und wir durften Bekanntschaft mit seinem Hund Horse machen. Nachdem er uns mitten in der Pampa abgesetzt hatte, dauerte es nicht lang, weiteres Auto hielt und es ergab sich der folgende Dialog.
Karen: Where are you going?
Sarah: Mount Maunganui
Karen: Oh. Guess where I’m going
Man muss dazu sagen, dass Mount Maunganui/Tauranga noch mindestens zweieinhalb Stunden entfernt war.