LouisianaMatthew mit kurzen Haaren! haette ihn fast nicht wieder erkannt!
Jetzt bin ich schon bei Kate in Michigan. Um aber noch einiges nach zu holen was ich aus Louisiana nicht schreiben konnte werde ich zuvor diesen Kapitel meiner Reise abschliessen.
Wie ich bereits erzaehlt hatte, hat sich Matthew grosse Muehe gegeben mir Louisianas Schoenheit zu demonstrieren. Das ist - wie Ihr sicherlich schon vermutet habt - ihm auch sehr gut gelungen! Der Aufenthalt im National Park war eines der Highlights. Dort gab es so viel unberuehrte Natur, so viel Ruhe und Sehenswertes, dass ich am liebsten laenger geblieben waere als wir konnten. Da die Sonne bereits unterging diktierte das uns unsere Aufenthaltslaenge. Waeren wir dort geblieben bei Einbruch der Dunkelheit haetten uns sicherlich die vielen Aligatoren aufgefressen, die uns sowieso schon so angeblinzelt haben, als wollten sie mehr als nur "Hallo" sagen...
Ich hatte in meinem letzten Eintrag erwaehnt, dass wir den letzten Abend mit Feiern verbracht haben. Das war auch wirklich nicht schlecht aber anders als die Parties, die ich sonst gewohnt bin. Es wurde eher eine Kneipentour, bei der aber auch stets die Moeglichkeit zum Tanzen war. Die Musik war aber live und es waren weniger bekannte Diskobeats als eher Jazz, Soul und Blues auf dem Programm. Die
New OrleansDie Haeuser sehen hier ganz besonders schoen aus. Es ist in einem fuer New Orleans typischen Stil gebaut.
Musiker waren so gut, dass selbst ich, die ich normalerweise andere Musik bevorzuge mich nicht still halten konnte. Spaeter am Abend in der letzten von 3 Kneipen kam ein dunkelhaeutiger 61 jaehriger Mann direkt auf mich zu, nahm meine Hand und begann diese zu massieren. Mir war das furchtbar unangenehm, die anderen wussten auch nicht ob sie mich auslachen oder retten sollten und der Mann war einfach gluecklich mit sich und dem was er da tat. Ich zog meine Hand zurueck und bat ihn das zu unterlassen. Er aber - der mein dunkelhaeutiger Grossvater sein koennte - wollte nicht locker lassen, verfolgte mich als wir uns hinsetzten und erst als ich ihn demonstrativ eine halbe Stunde lang ignorierte begann ihm zu daemmern, dass das ein ziemlich auswegsloser Kampf fuer ihn ist. Man muss dazu sagen, dass er vermutlich Alkoholiker war und eine Fahne hatte, die bestimmt in den ganzen USA zu riechen war. Armer, einsamer Kerl... aber dafuer hatten wir eine Sensation erlebt, ueber das wir den Rest meines Aufenthaltes reden konnten. Das ist gemein, ich weiss!
Der Abschied von Matthew fiel mir dieses mal nicht mehr so schwer als damals. Es ist ja immer leichter derjenige zu sein,
ErkundungstourenMit diesen Drahteseln sind Matthew und ich durch New Orleans und Baton Rouge gefrahren. Echt gefaehrlich!
der weggeht als derjenige zu sein, der zurueckbleibt. Dies hat mir diese Theorie bestaetigt. Der Flug nach Detroit war anstrengend. Ich flog um 2 Uhr (nach Amerikanischer Zeit) los, musste in Charlotte drei Stunden herumsitzen und konnte dann erst weiter nach Detroit fliegen. Es war schliesslich 10 Uhr am Abend als ich Kates suchenden Blick sah und auf sie zurannte. Wir muessen ausgesehen haben wie zwei, die sich seit Jahren nicht mehr gesehen haben. Wir habedn uns umarmt, bloed herumgestottert, undefinierbare Quitschgeraeusche von uns gegeben und haben einfach happy. Die ganze Familie Mitroka kam mich abholen in einem riesigen amerikanischen Familienvan. Alle waren so aufgeschlossen und so gluecklich ueber meine Ankunft, dass ich mich so fuehlte als waere das meine eigene Familie.
Gestern kam dann auch Moni zu uns nach Detroit. Sie hatte ja bislang in New York an einem Kongress teilgenommen und ist jetzt damit fertig geworden. Sie kam genau zur rechten Zeit: Sowie wir vom Flughafen kamen (Kate und ich haben Moni von dort abgeholt), wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und dann kamen auch schon die Onkel und Tanten und Cousins und alle anderen Familienmitglieder zum gemeinsamen Essen. Es gab Essen zuhauf!!! Ich habe noch so einen
BaignetDas ist eine Spezialitaet in New Orleans bevorzugt im "Cafe le monde" gegessen.
riesigen Essensangebot gesehen. Daqs war unglaublich. Das Fest begann um 4 und endete abends gegen 11 Uhr. Man, waren Moni und ich geschafft!
Heute ist schon ein ruhigerer Tag. Wir sind vom Haus der Eltern nach Ann Arbor zu Kates Studentenwohnung gefahren. Hier lebt Kate mit weiteren 4 Personen in einem Haus. Alle sind sehr nett unjd interessieren sich fuer Moni und mich. Es scheint ein vielversprechender Aufenthalt zu werden mit viel Spass, vielen Eindruecken und vielen netten Leuten.
Hier noch die lange versprochenen Fotos von Louisiana. Von Ann Arbor, bzw. dem Osterfest gibt es noch nicht so viele, da werde ich noch sammeln.
IgittDas sind lauter Alligatorenkoepfe, die man einfach so auf einem Markt neben allerlei Souvenieren kaufen kann.
NaturHier in Louisiana gibt es Palmen im Ueberfluss. Das Wetter war so traumhaft!
Auf TourMatthew hat keine Fahrt gescheut um mir alles zu zeigen... normalerweise faehrt er kaum mit dem Auto.
PlantageDas ist die Plantage, die wir besucht haben. Wunderschoen
Uni-MaskottchenDieser Tiger ist das lebende Maskottchen der Universitaet von Baton Rouge (LSU)
SumpfgebietHier liegt das Bootshaus von Matthews Familie. Wir konnten mit dem Kanu herumfahren.
BBQNach der Kanu-Tour haben wir einen Grillabend veranstaltet mitten in der fast unberuehrten Natur. Meine Klamotten stinken jetzt noch nach Rauch
Kalte NaechteDer Grillabend ging recht lang und wir uebernachteten im Bootshaus. War doch recht kalt!
HundiiiiiiiiEin Welpe kam einfach so aus dem Nichts zu uns ins Bootshaus. Ich konnte natuerlich nicht die Finger von dem armen Tier lassen...
AlligatorEines meiner groessten Ziele in Louisiana war es einen Alligator zu sehen. Im National Park habe ich dann gleich mehrere sehen koennen.
Gypsie!Das ist der Hund einer Freundin von Matthew bei der wir in New Orleans uebernachtet haben. Ich liebe diesen Hund!