Jogging auf dem South Kaibab Trail - Jogging the South Kaibab


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Published: November 14th 2010EDIT THIS ENTRY

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Ich könnte so viel berichten, was wir in den nun ziemlich genau zwei Monaten, die wir in den Staaten verbringen, schon gesehen, gemacht, gehechelt, bejubelt haben. Doch suche ich noch nach ein bisschen Zeit, um das aufzuarbeiten.
Um einen Anfang zu schaffen, berichte ich eben Aktuelles - und das war das Jogging (na, zumindest bin ich runtergejoggt) vom Grand Canyon / South Rim auf dem South Kaibab Trail zum Colorado.

13. Nov. 2010 - 8:00 Mountain Standard Time - Auf los geht's los!

Es war noch ganz schön kalt, was heißen soll: geschätzte max. 5 Grad. In voller Montur mit Mütze und Handschuhen stiegen wir in den Trail ein. Ließ sich ganz gut an, man joggte gut ausgeruht relativ locker den stets abwärts gehenden Pfad. Bald wurde einem die Winterbekleidung zu viel und wir liefen kurzärmelig weiter. Konsequent nach einer Stunde war erste Drinkpause. Wir hatten ganz schön Manschetten vor der allseits angedrohten Dehydrierung. Das sollte uns nicht passieren.

Hans gewann immer mehr an Abstand und ich war so 1-2 Serpentinen hinter ihm, als er auf die Hängebrücke, die sich über den Colorado spannte, einbog. Treffpunkt war an den Toiletten des Bright Angel Campingplatzes, wo es auch Trinkwasser
3_10-11-13 Blick hinunter South Kaibab Trail3_10-11-13 Blick hinunter South Kaibab Trail3_10-11-13 Blick hinunter South Kaibab Trail

Blick auf Trailführung Richtung Colorado River
gab. War gut eingeschätzt - mit ca. 0,8 l Wasser kam ich runter. Wir ließen uns Zeit und aßen erst mal was. Ich langte noch mehr zu und holte mein getrocknetes Fleisch (beef jerky) heraus.

Dann drängte Hans und wir liefen los. D. h. er joggte langsam bergan. Mir war eh klar, dass ich das nicht lange durchhalten würde, denn es waren immerhin fast 1.500 steile Höhenmeter, die zu bewältigen waren. Also trottete ich in meinem schnellen Hiker-Schritt bergan. Der ließ mich auch ganz schön pusten.
Ich merkte, dass Hans auch nicht viel schneller war. Zumindest sah ich ihn die erste Hälfte des Weges immer noch über mir. Das beruhigte. Nach 500 Höhenmetern machten sich die Muskeln aber bemerkbar. Puuh, es ging immer schwerer. Blieb mir nichts mehr anderes übrig, als eine 5-Minuten-Pause einzulegen. Mehr ließ der Ehrgeiz nicht zu. Ziel war die 2,5 Stunden Marke. Diese Zeit sollte reichen, wieder auf den "Rim" zu gelangen. Um mir noch mehr Mineralien zuzuführen, kaute ich unverdrossen mein getrocknetes Fleisch und irgendwann ging es dann auch wieder besser.
Mittlerweile kamen immer mehr Tageswanderer die Kante herunter. Das spornte an. Ich suchte mir kleine Teilziele aus. Nach deren Erreichen kam eine kleine
4_10-11-13 Blick von South Kaibab Trail4_10-11-13 Blick von South Kaibab Trail4_10-11-13 Blick von South Kaibab Trail

Jogging auf dem South Kaibab Trail Blick hinunter zum Grand Canyon
Belohnung aus dem Rucksack. D. h. mittlerweile wurden auch Gummibärchen eingesetzt und irgendwie klappte das auch mit der Puste.
Die letzten zweihundert Höhenmeter flog ich dann nur so die Serpentinen hinauf - das Ziel lockte. Endlich oben angekommen - mit Pausen genau 2,5 Stunden. Aber da war kein Quentchen schnelleres Laufen mehr drin gewesen.
Die Vorbereitung war einfach zu dürftig gewesen. Schnell noch eine Anfrage, ob mich jemand als Beweis fotografiert und dann setzte ich mich in Richtung Parkplatz in Bewegung. Nein - den Bus nehme ich nicht. Stolz überquerte ich die Straße vor dem Linienbus und zwang meine müden und krampfanfälligen Beinchen Richtung Parkplatz. Nach einem knappen Kilometer war es dann soweit: 22 km gelaufen, gegangen, gekrochen, gejapst und 1.450 Höhenmeter bewältigt.
Beine Hochlegen ist angesagt - und nicht zuletzt winkte der Schokokuchen, den wir uns schon gestern zur Belohnung besorgt hatten....


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