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Published: July 25th 2012North America » Canada » British Columbia » VancouverJuly 24th 2012


Prospect Point Lighthouse
Dieser kleine Leuchtturm dient Kreuzfahrt- und Containerschiffen zur Navigation bei der Einfahrt in die Street of Georgia
oder "time flies by" bzw. die Zeit rennt.
Dies sind wohl die zutreffendsten Beschreibungen für unsere Zeit in Vancouver. Unser letzter Eintrag ist schon wieder vier Wochen her. Dies liegt nicht daran, dass wir Euch vergessen haben, dass kann nicht passieren. Wir waren allerdings so viel unterwegs, dass es neben der Schule und Hausaufgaben schon fast Freizeitstress gibt. Wie schön!
Doch nun zu den Highlights seit dem letzten Eintrag:
Nach dem kältesten und verregnetsten Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen haben wir mittlerweile recht beständiges Wetter. Doch Regen hält hier niemanden ab etwas zu unternehmen...
Sunset Dinner Cruise Einen sonnigen Nachmittag im Juni schlenderten wir von der Schule in Richtung Stanley Park und sahen ein Angebot für eine Dampferfahrt. Sozusagen in Gedenken an unsere Mütter haben wir mal nach Terminen und Preisen gefragt. Zu unserem erstaunen hat die freundliche Frau am Boarding-Schalter angeboten, dass wir zum halben Preis am nächsten Tag fahren könnten. Es handelt sich dabei um eine Dinner-Fahrt mit Buffet, Live-Musik und idealerweise positiver Wetterprognose.
Also waren wir, wie üblich überpünkltich, um 18:20 Uhr am Bootsanleger und warteten auf Einlass. Dies wäre gar nicht notwendig gewesen, da wir


Totempfähle
... sollen die Geschichte der Familie oder des Dorfes erzählen. Mit religiösen Riten haben sie allerdings nichts zu tun.
einen eigens für uns reservierten Tisch mit Namensschild hatten und auch persönlich begrüßt wurden.
Die Fahrt dauerte dann zweieinhalb Stunden. Wir unterquerten die Lions Gate Bridge, umrundeten den Stanley Park und führen vorbei an English Bay direkt bis zum Science Center und wieder zurück. Der Nachmittag war an diesem Tag sehr wolkig, doch pünktlich zum Start klarte es auf und wir hatten jede Menge Sonne. Der Ergebnis waren fantastische Fotos mit Wetterkontrasten. So lag North Vancouver unter einer Wolkendecke und Regen während wir von der Sonne geblendet wuden.
Museum of Anthropology Mit ausreichend Regentagen drängen sich Indoor-Aktivitäten geradezu an. Da wir aber nicht ständig nur in den Pub gehen können haben wir uns ein weiteres Mal für Kultur entschieden. Das Museum of Anthropology befindet sich in der Nähe der University of British Columbia und ist nebenher auch Forschungsstandort. Malerisch gelegen direkt neben Spanish Banks einem weiteren langen schönen Strandausläufer. Das Hauptgebiet ist das Andenken der sogenannten First Nations, der Ureinwohner Kanadas. Zu bewundern gibt es u.a. kunstvoll geschnitzte Totempfähle. Auf der Führung wurde uns erzählt, dass die Pfähle, entgegen der allgemeinen Meinung, gar nichts mit Religion zu tun haben. Viel mehr soll die jeweilige Familien-


Bard on the Beach
Das jährliche Shakespeare-Festival findet in einer eigens errichteten Zeltstadt am Strand statt. Einige der vier Bühnen sind zur Hälfte Open Air, so dass bei gutem Wetter die Bühne bis nach draußen zeigt.
oder Dorfgeschichte dokumentiert werden. Manchmal war es auch nur Dekoration für die Häuser.
Bard On The Beach heißt das jährliche Shakespeare-Festival. Dafür wird ein großes Zeltdorf errichtet mit insgesamt vier Bühnen. Aufgeführt werden in diesem Jahr die Stücke Macbeth, King George, The Merry Wives of Windsor und The Taming and the Shrew. Wir dachten uns es wäre eine gute Idee unser Hörverständnis zu testen und buchten Tickets für Vorstellung von The Merry Wives of Windsor, einer Komödie von 1597. Sicher war aus dem Kontext alles verständlich, doch in Alt-Englisch sind wir noch nicht total sattelfest. Dennoch eine tolle Theateraufführung auch wenn wir uns ganz schön konzentrieren mussten.
Whistler again Der Weg nach Whistler hat uns so gut gefallen, dass wir ihn ein zweites Mal fahren wollten. Wir haben uns also nochmals ein Auto gemietet und sind diesmal mit brasilianischen Freunden unterwegs gewesen. Neben Pazifik-Ausblick, Wasserfällen, Farmersmarkt und Provincial Parks haben wir auch diesmal wieder Bären gesehen. Ein kleiner Babybär überquerte einfach den Highway...
Whistler war diesmal unglaublich gut besucht. In der Sommerzeit ist dort jedes Wochenende etwas los. An unserem Wochenende war es ein Kunstfestival mit großem Konzert auf dem ehemaligen


Whistler again
Wir hatten unglaublich gutes Wetter mit Sonnenschein von allen Seiten. Ich Glückspilz!!!
"Medals-Plaza" der olympischen Spiele 2010.
Festival-Zeit Durch den verhältnismäßig kurzen Sommer hier werden die sonnigen Tage gespickt mit Straßenfesten und Festivals. Nach dem Italy-Day folgte das Greek-Festival (die Griechen können hier nämlich noch feiern ;-)) und mündete im Vancouver Folk Music Festival letztes Wochenende. Drei Tage gab es Musik aus allen Ländern der Welt am Jericho Beach. Wir sind zusammen mit unserer Gastfamilie am Sonntag dort gewesen und hatten Glück mit dem Wetter. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Es gab neben der Musik natürlich ausreichend Schlemmereien, Autogrammstunden und vieles mehr. Am meisten hat uns jedoch beeindruckt, dass es überall auf dem Festival kostenlose Wasserstationen gab, an denen wir unsere Flaschen auffüllen konnten.
Twilight Cabin Vancouver wird auch das Hollywood Kanadas genannt. Zahlreiche Filmproduktionen entstehen in und um Vancouver. In einem Haus nahe der Schule wurde Catwoman gedreht. In den Wäldern 10 Minuten entfernt die Filme Akte X und natürlich Twilight. Fünf Minuten von unserem Haus entfernt ist ein kleiner Teich im Wald mit einer kleinen Hütte. Diese war Kulisse im ersten Twilight-Film. Als wir es in der Schule erzählt haben, sind die "Fans" von Edward und Bella fast ausgeflippt... Verrückt!


Twilight
Hier wurden im ersten Twilight Film verschiedene Szenen gedreht. Unter anderem die Stelle als die drei Vampire James, Victoria und Laurent den Fischer umbringen.
Das Ende naht... Unsere Zeit in Vancouver geht nun langsam ihrem Ende entgegen. Unglaublich, dass wir schon 10 Wochen hier in der Schule sind. Wir haben soviel gesehen und erlebt. Definitiv haben wir uns richtig entschieden und können einen Sprachaufenthalt nur empfehlen, auch für kürzere Zeit. Wir haben spannende Diskussionen über kulturelle Unterschiede und Stereotypen gehabt und tolle Leute kennengelernt. Dennoch sind wir langsam "itchy feed" was soviel bedeutet wie Fernweh haben.
Nun geht die Planung für den nächsten Abschnitt in unserem Abenteuer los. Wir haben bereits ein Auto reserviert und werden erstmal Vancouver Island erkunden. Anschließend wollen wir über British Columbia und Yukon die Rocky Mountains bereisen. Unser nächstes großes Etappenziel ist dann Calgary. Doch bis dahin schreiben wir noch jede Menge hier.
Danke, dass Ihr mit uns reist ;-)
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