Zurueck zu meinem blog, nach wievielen monaten? Oktober, November... Maerz, na ja fast 6 Monate.
Seit letzter woche ist der Christoph da. Ich habe endlich meinen ersten Besuch, nachdem ich Weihnachten schon alleine war und Laura und Anja freudestrahlend mit ihren Besuch rumgerannt sind. Endlich bin ich dran, meine erste fahrt zum flughafen stand damit auch auf der Tagesordnung. War nichts weiter spektakulaeres, bin wie immer fast eingschlafgen, da es um 21 Uhr dann doch schon dunkel war und habe komischerweise die richtige Busverbindung herausgesucht und mein Anschlussbus kam auch sofort, sodass ich nicht in der Kaelte frieren musste, was umsomehr durch meine hartnaeckige Erkaeltung gefoerdert worden waere.
Im Flughafen, Mandy superorientiert, habe ich mich dann nach nur einmal Nachfragen (ohne die Flugnummer oder sonst etwas detailierteres zu wissen), doch zum Ausgang der internationalen Fluege gefunden und stand erwartungsvoll vor dem ausgang. Nach ner viertel Stunde habe ich mich auch endlich hingesetzt. Warten, eines meiner Lieblingsbeschaeftigungen, vorallem wenn man sich nicht 100% sicher ist ob man an dem richtigen Ausgang sitzt und sich den Kopf verstreckt.
Nach eineinhalb geschlagenen Stunden durchquert mein grosser schatz, woeretlich zu nehmen bei 1,98m, auch die Tuer :D Ja er hat sich mal wieder in
der kuerzesten Schlange mit den meisten Asiaten gestellt, sodass am Ende fast alle aus seinem flug vor ihm draussen waren.
Da war er nun da und ich total muede. Ich glaube er hat sich echt gefreut. Mitternacht endlich Zuhause gings dann auch gleich ins Bett und am naechsten Tag frueh zur Arbeit, Shoppers. Christoph durfte seinen ersten Tag alleine in Vancouver verbringen und ich hab die Minuten gezaehlt auf Arbeit. Eigenlich hatte er aber wirklich tierisches Glueck gehabt, die Sonne schien den ganzen Tag und er konnte am Strand langspatzieren.
Mittwoch hatte ich endlich frei :D Bei strahlendem Sonnenschein gings ins Aquarium, obwohl wir beide nicht so auf Tiere stehen, aber bei kostenlosem Eintritt kann man sich wohl kaum beschweren. Heidi meine Mitarbeiterin arbeitet Vollzeit dort, sodass wir auf der Gaesteliste standen. War dann auch wirklich viel besser als bei meinem 1.Besuch vor zwei Jahren. Weisswal show, Seeotter-und Delfinfuetterung haben wir halb noch mitbekommen und zur Delfinvorfuehrung waren wir ueberpuenktlich zufaellig da. Die Shows gingen allerding auch wirklich nur kurz, relativ artgerecht und mit vielen belohnungen verbunden. Nach 2h hat es dann aber auch gereicht und wir sind am Meerand von Downtown langgeschlendert und die Sonne schien immer noch
;) Zum Mittag gab es dann Christophs ersten Mayo Misto beim japanischen Hot -Dog -Stand und er liebt es auch hat sich frecherweise schon nen 2. Geholt ohne mich, ich musste arbeiten ;)
Am Abend bin ich mal wieder sofort eingeschlafen, man muss dazusagen dass zu meiner Erkaeltung am Sonntag und Montag, kurz vo Christophs Ankunft, mich noch eine sehr gutriechende und angenehme Krankheit besucht hat. Am Sonntag konnte ich das Badezimmer kaum verlassen und Montag musste ich wieder arbeiten. War wirklich ausgepowert.
Am Donnerstag war das grosse Spiel, Christophs Weihnachtgeaschenk von mir, Canucks Tickets. Die groesste Hockeymannschft in Vancouver und gerade auf den achten Platz von ganz Nordamerika (mit den USA) und das ist eigentlich eine ungewoehnlich schlechte Position habe ich mir sagen lassen, wenn ich nicht wieder was falsch mitbekommen habe
Wie auch immmer gegen Mittag waren wir zuvor noch in Gastown, meinem ersten Wohnort in Vancouver fuer die ersten 2 Monate.West kanadische Kultur ist ja gerade mal 200 Jahre alt, daher war die eine historische Strasse auch schnell erledigt, Besuch meines alten Zuhauses (wie immer mit Obdachlosen im Nebeneingang, weil dort die Suppenkueche ist) und ab zum Sunrisemarket, dem guenstigsten asiatischen Einkaufsmarkt in Downtown. Wir
sind echt aufgefallen als Europaerer und mit Christoph faellt man eh ueberall auf. Kanadier sind meistens auch wirklich kleiner als Europaerer, zu alte Gene.
Wieder Zuhause haben wir schoen gekocht und gegen halb sechs ging es ab zum Generel Motors Place, dem zweitgroesstem Stadium in Vancouver. Keine Warteschlange, trotzdem voll, leckere Minidonuts fuer mich und ne Bretzel fuer Christoph. Spiel war super, 2 min vor Schluss gab es noch eine Schlaegerei und gewonnen haben wir auch, von unseren super (+teueren) Plaetzen mal ganz abgesehen.
Freitag musste ich dann wieder arbeiten, diesmal bei Starbucks und zum ersten mal auch 8h. Danach war ausruhen angesagt und am Abend hat Christoph seinen ersten Burrito von Laura bekommen... lecker.
Samstag hatte ich dann wieder meine geliebte Fruehschicht bei Starbucks. Vier Uhr aufstehen, 4.45 Uhr anfangen und Punkt 5.30 Uhr wird der Laden geoeffnet. Gott sei Dank hatte ich eine wunderbar kurze Schicht von 5h.
Mitten beim Mittagessen wurde ich dann von Lisa von der Arbeit (Shoppers) angerufen mit der Einleitung: ''Guess what happened?, Helen passed away.“ Sie ist einfach weg und kommt nicht mehr gehetzt zur Arbeit und wenn ich nicht weiss was ich machen soll, kann ich sie nicht mehr nach
Rat fragen.
In dem Moment hab ich es aufjedenfall noch gar nicht realisiert. Hab einfach weiter Mittag gegessen.
Am Abend sind wir mit Anja und Diana in die Cambie Bar, zuvor waren wir noch Vorgluehen bei Anja.
Hat aufjedenfall gut bei mir gewirkt. Gut gelaunt sind wir weiter zum Cambie, wo noch ein paar andere waren. War ein schoener Abend, bis ich erfahren hab, dass die Zeit umgestellt wird d.h. eine Stunde weniger Schlaf und um sechs, anstatt um sieben aufstehen.
Naechster Morgen war dementsprechend dreckig fuer mich, Christoph konnte schoen weiterschlafen.
Zudem kamen auch noch die ganzen Erinnerungen an Helen hoch auf Arbeit. Alle waren bedrueckt, Lucy hat geweint und an jeder Ecke hab ich an sie gedacht. War sehr froh als der Tag vorbei war und Gott sei Dank habe ich jetzt Urlaub. Leo hatte auch ganz rote Augen. Ich vermisse sie. Das schlimmste ist, dass sie schon Wochen vorher immer gesagt hat sie wird sterben. Wir haben es alle am Ende gar nicht mehr ernst genommen. Wir dachten es waere wegen ihrer Allergien und Stress, keiner dachte an Herzkrebs. Die Aerzte leider auch nicht.
Am Montag, unseren eigentlich geplanten Abreisetag nach Jasper/Alberta, war mein
Greyhound (Busunternehemen) Telefonier-Tag.
Bei drei von meinen vier Buchungen im Internet hatte ich leider meine Hausnummer vergessen. Eigentlich denkt man sich: „Nicht so schlimm“, vorallem wenn man eine Woche vor der Abreise sofort nach der Buchung eine Mail schreibt und darauf sich auch noch durch die Customer-Service-Line durchquaelt.
Damit einem die Tante am Telefon genervt mitteilt, dass das nicht so schlimm waere und sie die Nummer nicht braeuchten. Ich muesse ja ganz einfach nur mit der Kopie meiner Buchung zur Busstation gehen. Zu mir nach Hause wuerden angeblich keine Tickets versendet werden, obwohl ich das so angegeben hatte.
Drei Tage spaeter kommen dann aufeinmal meine letzten Tickets an, wo ich die Hausnummer nicht vergessen hatte? Ja da war ich auch verdutst. Renn also mit Christoph zur Busstation, durch halb Downtown und stellt euch vor, die am Schalter haben noch nie was davon gehoert, was die nette Tante mir am Telefon gesagt hat.
Ja leider koennten sie mir auch da nicht weiter helfen, obwohl die Reise schon am Montag losgeht und die kanadische Post nicht am Wochenende arbeitet, mir wuerde nur die daemligeTelefonnummer bleiben, bei der ich ja zuvor die falsche Auskunft eingeholt hatte!
Aufgrund dessen dass meine spezifische Nummer
auch nur von Montag bis Freitag von 7-17 Uhr zu erreichen war, konnte ich am Freitag auch da leider gegen 19 Uhr nicht mehr anrufen.
Am Montag Punkt sieben Uhr aufgestanden gings dann los... bis um 12 Uhr Mittags, dazu muss ich noch erwaehenen, dass nicht alle Nummer kostenfrei waren und waeheren der Woche habe ich nur 100 Freiminuten im Monat! Fuer alles darueber bezahle ich 20 cent pro Minute!
Sehr „zufrieden“ wurde ich von einer Person zur anderen automatischen Maschine weitergeleitet, des oefteren auch zur selben. Irgendwann war ich dann in der richtigen Warteschleife, leider ueber 30 min!
Darauf folgte eine 50min Gespraech und Umprogramierung. Ich war noch die Haelfte der Zeit „On Hold“ und am Ende meinte sie sie haette an meiner ersten Busstation in Vancouver angerufen und per Fax bestaetigt, dass sie mir die ersten Tickets zum Nulltarif ausdrucken. Fuer die restlichen Tickets muesste ich immer wieder einen Tag vorher bei dieser kostenpflichtigen, long distance Nummer anrufen und es genauso aendern lassen! Und das im Urlaub.
Na gut ersten Tickets hatten wir also, ab zum Bus.
Am Busschalter hatte der liebe Mann leider keine Faxbestaetigung bekommen, obwohl die liebe Frau aus Dellas extra angeblich da
nochmal angerufen hatte?!
Nun hatten wir super Glueck . Es war wirklich ein liebenswerter Mann, der auch wirklich bemueht war seinen Job zu machen. Er hat uns alle Tickets zum Nulltarif ausgedruckt!!!!!!
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass mir die alten Tickets zugeschickt werden. Damit ich sie an Greyhound wieder zurueckschicken kann. Denn wenn nicht darf ich zusaetzlich noch fuer die Nulltariftickets im Nachhinein bezahlen! Da ich dass nicht will, wuede mir wieder nur die Customer Service Line bleiben!
Gastownbei meinem ersten Wohnort um die Ecke
Gastowndritter Stock rechts ist die Gemeinschaftskueche