Wie ich ja schon fuer den Vortag erzahlt hatte, gibt es hier ein „Museum of Islamic Arts“.
Ich bin also mit einem der beiden Mitbewohner, der andere musste arbeiten, dort hingefahren.
Als wir dort angekommen sind, durften wir erst einmal erleben, was es heisst, „Geld fuer Kulturgut und Kunst auszugeben“.
Nein. Der Eintritt ist vollkommen kostenfrei. Aber das Gebaeude ist so pompoes, das kann man eigentlich nicht erzaehlen. Das muss man erlebt haben.
Zum Glueck darf man Fotos machen. Das ist hier uebrigens nicht die Regel. Von allen Sachen, die staatlich sind, darf man keine Fotos machen. Das gilt nicht nur fuer den Flughafen und Militaergebauede, sondern auch fuer Polizeigebaude, Stromversorgungsanlagen, Telefonmasten, Wasserversorgungsanlagen, Zementwerke und Oelraffinerien.
Dies gilt aber auch fuer die Autos und Angehoerige des Militaers und der Polizei.
Mal davon abgesehen, das es hier eine Vielzahl an Polizisten gibt. Es gibt die „Police“, die „Traffic-Police“ und die „Alfaza“ Wer jetzt welche Zustaendigkeit hat. Keine Ahnung.
Aber zurueck zum Museum. Wir hatten auch noch die Ehre einen hohen Minister oder einen Angehoerigen des Emir sehen zu duerfen, denn direkt vor dem Eingang stand ein 7er BMW und zwei rote GMC Gelaendewagen auf denen in weisser Schrift „MP“ stand. Also
Military Police. Alle Scheiben waren komplett verdunkelt und man konnte absolut nicht hinein schauen. Fotos habe ich natuerlich nicht gemacht, denn dafuer kommt man hier ins Gefaengnis und wenn man Pech hat, wird man wegen Spionage inhaftiert. Da traut man sich dann nicht mal heimlich Fotos zu machen.
Im Museum drin war es dann, wie in allen Gebaeuden, wieder heruntergekuehlt. Nach einem Sicherheitcheck mit den gleichen Metallsuchgeraeten wir am Flughafen durften wir eintreten. Auch das Atrium des Gebaeudes ist nicht erzaehlbar. Einfach fantastisch und nicht nur aus Bauingenieursichtweise. Wir haben uns also einen Mediaguide geholt. Natuerlich auch kostenfrei. Und haben uns dann vom 1. Stockwerk in den 4 Hochgearbeitet. Dort stehen altertuemliche Gemaelde und vorallem Artefakte und jede Menge an Schmuck aus dem islamischen Raum. Und wer haette das gedacht: Sogar aus Spanien, da Suedspanien fruher in islamischer Hand war.
Das Museum, dessen Leiter ein Brite ist, der auch noch in London ein Museum leitet, ist sehr gut aufgebaut. Mit dem Licht wird so gut gespielt, das man, auch ohne Blitz fantastische Bilder machen kann. Die Architektur des Gebaeudes und der innenliegenden Fassade ist so schoen, das ich mir jetzt schon mein eigenes Haus mit wahnsinnig teuren Baustoffen auskleiden
will, weil die einfach verdammt schoen sind und nicht so leicht unfreundlich ausssehen, wie eine reine weisse Wand.
Nach rund 3 Stunden sind wir dann wieder nach Hause gefahren.
Jetzt lasse ich Euch einfach mal die Bilder geniessen.
Liebe Gruesse
Privater YachthafenHierfuer! Hier legen wichtige Persoenlichkeiten mit ihrem Boot an, um das Museum zu besuchen.