… Bitte was? Was ist das denn?
Nein, das kann man nicht essen. Das ist ein typisch traditionelles katarisches Holzschiff, das frueher mit Segeln und heute mit Motoren betrieben wird.
Aber, was habe ich damit gemacht?
Ok, fangen wie mal von ganz vorne an.
Nein, nicht im April, sondern am Anfang des Tages.
Es ist Freitag der 12.06.2009. Hier bedeutet das ja im wahrsten Sinne des Wortes, das es ein freier Tag ist. Ich bin also spaet aufgestanden. Gut. Es ist wohl eher gewoehungsbeduerftig, wenn ich sage, das es 0800 Uhr in der Fruehe ist. Aber fuer mich sind das in der regel 3,5 bis 4 Stunden mehr Schlaf. Schliesslich stehe ich etwas frueher auf, als normale Menschen.
Bis um 1400 Uhr war mein Tag nicht besonders produktiv. Wir, meine Mitbewohner und ich, sind also, wie jeden Freitag ins 4 Sterne Hotel gefahren und haben dort gefruehstueckt.
Anschliessend sind wir wieder zurueck gefahren und haben die alltaeglichen Sachen des Lebens gemacht.
Um 1430 Uhr haben wir uns dann fertig gemacht. Haben die Badeklamotten eingepackt.
Anschliessend haben wir uns ins Auto geworfen und sind zum Museum of Islamic Arts gefahren. Dort neben an stehen die ganzen Dhow’s. Dort haben wir auch
die anderen getroffen. Unteranderem die Arbeitskollegin, die Geburtstag hatte. Insgesammt waren wir rund 12 Personen + 4 Crew-Mitglieder des Bootes.
Nachdem wir abgelegt hatten sind wir unter Motor die Kueste etwas heraus gefahren und haben natuerlich die Skyline von Doha bewundert und fotografiert. Nach ein ungefaehr einer Stunde haben wir unser Reiseziel erreicht. Banana - Island. Warum die so heisst? Vielleicht weil sie so aussieht wie eine Banane?! Ich muss aber ehrlich gestehen, ich weiss es nicht. Nachdem die Geschenke ausgepackt worden sind, sind wir nun auch von ca 2 Meter Hoehe ins Wasser gesprungen. Auch vom Oberdeck durften wir springen. Gesagt, getan! Und schon sind wir aus 5 Meter in das warme und salzige Wasser gesprungen. Das Wasser hat hier ein Salzgehalt von 4,5 % und hat somit 2,5% mehr Salz in sich, als die Ostsee. Natuerlich kann man das nicht mit dem Toten Meer vergleichen, dessen Salzgehalt wohl bei ungefaehr 29% liegen soll (Angaben ohne Gewaehr).
Somit was das Schwimmen relativ einfach. Einfach ein wenig mit den Beinen rudern und schon wars gut. Nach einer Stunde kam der Skipper und rief uns alle rein. Zum Glueck hat er nicht „Shark Alert“ gerufen, denn hier gibt es auch Weisse
Haie. Aber erzaehlt das nicht meinen Eltern, sonst darf ich nicht mehr ins Wasser ;-)
Nein, es gab nun etwas zuessen. Allerdings fuer uns und nicht fuer die Haie.
Das Essen war reichhaltig und ausgewogen.
Neben 3 verschiedenen Salaten, der selbstverstaendlich frisch zubereitet wurde, gab es arabisches Brot, Fleischspiesse und Huenchenschenkel. Sogar Nudel- und Kartoffelsalat gab es.
Das Essen musste selbstverstaendlich gut verdaut werden, denn so lecker sich das alles anhoert, arabisches Essen ist in der Regel ziemlich fetthaltig, weswegen hier die meisten auch etwas fettleibiger sind. Das liegt sicherlich auch daran, das hier ein dicker Bauch als Reichtum angesehen wird.
Nach einer weiteren Stunde kam ein katarischer Freund von einer Arbeitskollegin, der neben viel Reichtum ;-) auch ein Jetski besass.
Das hiess fuer uns: JETSKI fahren!!!!!
Da ich vorher noch nie auf einem Jetski gesessen habe und erst recht nicht auf einem mit einem 1800ccm Motor, war ich am anfang etwas skeptisch und habe mich erstmal mit langsamen Geschwindigkeiten an das Gefaehrt herangewagt. Ist schliesslich nicht normal, wenn man sich kaum halten kann, wenn man mit Hoechstgeschwindigkeit ueber das Wasser rast. Also ins Wasser gesprungen, auf das Jetski geklettert und Sicherungsbaendchen angelegt. Das Sicherungsbaendchen verhindert, dass das Jetski weiterfaehrt,
wenn man abgefallen ist. Da geht dann einfach der Motor aus.
Den gruenen Startknopf gedrueckt und das Gas bedaetigt. Witziger Weise ist das Gaspedal kein Pedal, sondern wie beim Fahrrad, die Handbremse, ein Handbuegel, den man zum Lenker hinzieht. Und dann wollte das Pferdchen los und zwar schnell. Ich also wieder Gas los gelassen und mit dem Gas gespielt. Damit ich weiss, was die Maschine kann. Nach ein paar Runden meinte der Skipper zu mir, das ich mal aus offene Meer fahren soll, da kann ich dann auch das Gaspedal festhalten, ohne den Booten und den Schwimmern ausweichen zu muessen.
Auch das habe ich gemacht. Also bin ich langsam Richtung offenes Meer gefahren. Als ich kein Boeoetchen mehr gesehen hatte war auch die Wahrscheinlichkeit, das dort Schwimmer waren sehr gering. Ich habe mich also hingestellt und das Gasbedal an den Lenker gezogen, wie ein Herrchen seinen Hund heranzieht, der einen anderen Hund attakieren will. Die 1,8 Liter-Maschine rief ein lautes „Lets fetz“ heraus und schon schossen wir mit gefuehlten 100km/h ueber das offene Wasser. Bei jede Wellenberg setzte das Jetski auf und in jedem Wellental hoerte man das Triebwerk lauter werden. So hatte man das gefuehl, man fliegt ueber die
Wellen. Nach ein paar waaghalsigen Wendemannoevern bin ich wieder zurueck zur Dhow gefahren um auch die Anderen den Spass erleben zu lassen. Leider musste ich dann erfahren, das niemand ein Foto gemacht hatte
Als alle einmal durften hatten wir uns die Schwimmwesten angezogen, die wie es normal ist auf einem Boot, ueberall hingen. Danach sind wir einfach ins Wassergesprungen und haben uns treiben lassen. Die Getraenkedosen wurden uns von der Crew zugeworfen, so das man ganz bequem, nichts machen musste.
Nachdem wir ca eine Stunde im Wasser waren sind wir wieder an Bord und haben uns auf das Sonnendeck gelegt um uns, was wohl, zu sonnen. Um ca. 1900 Uhr, dann wird es hier ja schon dunkel, sind wir wieder Richtung Hafen gefahren. Anschliessend nur noch tot ins Bett gefallen, denn Jetskifahren und nichts tun, ist ganz schoen anstrengend.
Zum Glueck hab ich mir fuer den naechsten Tag frei genommen.