... wir kommen. Diesmal allerdings mit mir als Fahrer.
Woran das lag? Das lag daran, das Sven im Urlaub war und ich seinen Kia Sportage bekommen habe.
Das ganze fand am Freitag den 08.Mai 2009 statt.
Aber fangen wir erstmal einen Tag vorher, also am Donnerstag, an.
Dort war ich mit mehreren Leuten von Hochtief verabredet.
Wir sind dann zum Interconti Hotel gefahren, da es dort eine Art Restaurant gibt, das Abends/Nachts zur kleinen Discothek umwandelt. Wir sind also so gegen 2000 Uhr dort gewesen und haben uns etwas zu Essen bestellt.
Mal davon abgesehen, das wir rund 1,5 Stunden auf unser Essen warten musste, hatte ich leider noch das Pech mit Taccos zu bestellen, die meinem Magen nicht gut getan hatten. Für mich war der Abend dann leider aufgrund von Magenschmerzen so gegen 2300 Uhr beendet. Als ich mir an der Rezeption ein Taxi rufen wollte und mir gesagt wurde, das ich rund eine Stunde warten müsste, habe ich mich kurzoderlang für ein Limosinenservice vom Hotel entschieden.
Also rein in den Luxus BMW und wir 100 Qatar Rial (ungefähr 20 Euro) durch die halbe Stadt um mich nach hause chauffieren zu lassen.
Glücklicher Weise ging es mir am nächsten Tag besser und ich konnte mit meinen beiden Mitbewohner, Konni und Martin, frühstücken fahren. Nachdem wir uns dann entschlossen hatten Richtung Süden (zum Sealine Beach Resort) zu fahren kam plötzlich ein Anruf, ob wir nicht auch lust hätten in die Wüste zu fahren.
Also haben wir uns der Gruppe angeschlossen und sind mit insgesamt 6 Autos, wieder 5 Kia Sportage´s und ein Nissan zum Sealine Beach Resort gefahren (das ist der zentrale Ort um in die coole Wüste zu fahren)
Dort hieß es erstmal, wieder, die Luft aus den Reifen zu lassen, um den Druck von 2,1 bar auf 0,9 bar zu verringern. Und los ging es.
Eingentlich brauchte ich gar nicht lenken, denn die Autos, die vor mir gefahren sind, haben die Spurrillen in den Sand gezogen und so verfolgten meine Reifen halbwegs automatisch der Route der Anderen.
Wie immer, haben wir einen kleinen Abstecher zur "Singenden Düne" gemacht. Und wieder ist ein Wagen oben auf dem Kamm hängen geblieben.
Ich wollte dann, wie auch beim letzten Mal, helfen.
Wir haben dann also angehalten, wie die Anderen natürlich auch. Ich bin aus dem Auto gestiegen, habe meine Schuhe und Socken ausgezogen und bin die 30 Meter Düne hoch gelaufen.
Oben angekommen musste ich mich erstmal ausruhen, denn es ist gar nicht so einfach, bei solchen Temperaturen auch noch zügig zu gehen. Als ich mich hingesetzt hatte, hab ich erstmal gemerkt, wie heiß der Wüstensand ist und habe mir doch tatsächlich die Füße verbrannt (fast).
Ich also schnell ins Auto gehüpft um die Schmerzen nicht weiter ertragen zu müssen.
Glücklicher Weise kam ein Polizeipatrolienfahrzeug und ein Regierungsbeamter zufällig vorbei und haben uns herausgezogen.
Das war übrigens auch sehr spektakulär.
Das erste Seil, ungefähr fingerdünn, ist natürlich, wie beim ersten Mal schnell gerissen. Als der Regierungsbeamter mit seinnem Jeep vorbei gefahren ist zog er gleich ein wesentlich festeres Zugband. Diese nutzt man auch um Lasten an einen Tower-Kran zu hängen. Das hält also mindestens 10 Tonnen aus. Er also über den Kamm gefahren, sich direkt vor das Auto gestellt und das Seil angekoppelt.
Und dann hörte man nur noch das Gaspedal. Unser Auto wurde somit mit einemm Ruck vom Kamm gezogen.
Unten angekommen sind wir wieder in die Autos und zum Inlandsea gefahren.
Am Inlandsea angekommen sind wir natürlich gleich ins Wasser gesprungen, um meine Füße zu kühlen, denn die taten mir ziemlich weh. Ich bin im nachhinein ziemlich froh, das ich keine Brandblasen bekommen habe.
Nachdem wir wieder gegrillt hatten sind wir nach rund 3 Stunden sonnen, baden und essen wieder duch die Wüste gefahren. Diesmal stand diese Fahrt allerdings in der Kategorie "Fun ohne Ende" also sind wir mit viel Speed durch die Wüste geheizt. Haben dann viele Dünen mitgenommen und haben viele Kämme erzwungen. Auch haben wir wieder die 50 Meterdüne mit unseren Kias bis zu 15 Meter bezwungen. Dabei muss man aber erwähnen, dass diese Düne sehr sehr steil ist. Wir sind also nicht gerade drauf zu, sondern wieder in einem Bogen drauf zu gefahren und sind denn seitlich hoch. je höher man kam, desto wahrscheinlicher war es, dass der Kia das nicht mitmacht und seitlich am Heck ausbrach. So hatte man zuerst das Gefühl man würde umkippen um dann Festzustellen, das nichts passiert. Schließlich stand man ja auf dem Gaspedal und das Auto rutschte damit einfach nur den Hang hinunter um gleichzeitig noch nach vorne gezogen zu werden.
Ich sag euch was: DAS WAR ADRINALIN PUR
So viel Spaß hatte ich echt lange nicht mehr.
Ein unbeschreibliches Gefühl, das den ganzen Tag so weiterging.
So, jetzt wünsche ich Euch aus dem 48 Grad warmen Doha, alles Gute.
P.S.: Fotos gibt es leider nicht, denn ich bin ja gefahren. Mal sehen, ob ich den anderen ein paar Fotos abluchsen kann.