Eine Woche frei, weil die Kids ihre Abschlussarbeiten schreiben muessen. Diese Gelegenheit wollten wir nutzen, um ein bisschen mehr von Mittelamerika zu sehen.
Tag 1
Um 3:30 morgens holte uns das Taxi nach Managua ab, von wo aus um 5:00 Uhr unser Bus Richtung Honduras starten sollte. Zu dem Zeitpunkt waren wir noch zu fuenft, Enye und Grant aus den USA, Lara aus dem Libanon, Dore aus Holland und ich. Einen Mitstreiter hatten wir aufgrund von Terminschwierigkeiten schon vorher verloren.
An der Grenze dann der naechste Verlust. Laras Visum war nicht fuer Honduras gueltig, obwohl Nicaragua, Honduras, Guatemale und Honduras eigentlich ein Zollabkommen, das CA-4 haben. Nun ja, mit ein bisschen Schmiergeld waere da sicher was gegangen, aber da sich Lara sowieso nicht gut fuehlte und sich schon in Managua uebergeben musste, entschied sie, zurueck zu fahren. Da waren's nur noch 4.
Am fruehen Nachmittag erreichten wir Tegucigalpa, die Hauptstadt von Honduras. Hier machte dann Dore ihre Vielleicht-Ankuendigung wahr und teilte uns mit, dass sie weiter in den Norden fahren wolle. Und Grant schloss sich ihr an, somit blieben nur noch Enye und ich.
Tegucigalpa ist nicht besonders aufregend. Das einzig Erwaehnenswerte ist, dass uns ein
Polizist mitten in der Nacht seine Lebensgeschichte und seine Sicht auf sein Land erzaehlt hat.
Tag 2
Morgens um 7 machten wir uns auf eine lange Busreise nach Copan Ruinas.
Tag 3
Die Ruinen von Copan sind die Reste einer Maya-Kultur. Sie sind sehr gut erhalten. Viele Dinge sehen aus, als waeren sie gerade erst aus dem Stein geschlagen worden und nicht vor 1200 Jahren. Sehr eindrucksvoll.
Tag 4
Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wie Esquipulas in Guatemala. In diesem wichtigen Pilgerort gibt es eine riesige Kathedrale und Unmengen Jesus-Plastikkitsch. Abends waren wir in einem Zirkus, mit tatsaechlich ziemlich guten Artisten.
Tag 5
Morgens machten wir uns auf nach San Salvador, der Hauptstadt von El Salvador. San Salvador ist cool. Eine richtige Stadt. Mit Rieseneinkaufszentren, Nightlife, Maerkten, ...
Tag 6
Nach einem kurzen Besuch in der Universitaet, wo wir das Museum ueber die Morde an salvadorianischen Priestern und Moenchen waehrend und vor dem Buergerkrieg besuchten, habe ich unseren grossartigen Sieg ueber die Tuerkei in einer Sportbar gesehen. Abends waren wir in einem super Livemusik-Club.
Tag 7
Mit dem Bus ging es weiter nach San Miguel, von dort nach
Gotera und dann mit dem Pickup weiter nach Perquin. Dieses Dorf war waehrend des Buergerkriegs der Sitz der Guerilla.
Tag 8
Mit einer Fuehrerin machten wir uns auf den Weg ins nahe El Mozote. Hier wurde eines der schlimmsten Massaker im Buergerkrieg angerichtet. Zwischen 1000 und 1700 Menschen wurden in 3 Tagen getoetet, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Unsere Fuehrerin war selber Guerillera und konnte uns so sehr viel ueber diese Zeit erzaehlen. Sie zeigte uns auch das grossartige Museum.
Abends fuhren wir zurueck nach San Miguel. Das war wirklich sehr merkwuerdig. Mit Sonnenuntergang wurde alles verriegelt und wirklich niemand war mehr auf der Strasse. Offensichtlich gehoert die zweitgroesste Stadt in El Salvador nicht zu den sichersten Plaetzen auf dieser Welt.
Tag 9
Rueckkehr nach Granada.
Insgesamt eine sehr interessante und abwechslungsreiche Reise.