27.05.06
Um 09.00 Uhr musste ich beim Tauchshop sein. Den Kurs musste man in einem anderen Buero bezahlen, 33 USD inkl. Taxen fuer das Reef. Als ich 40 USD hinlegte, wollte sie mir jedoch keine Dollar rausgeben, sondern Lempiras zu einem schlechten Kurs. Es war wieder mal typisch amerikanisiertes Ambiente und Geldmacherei. Ich ging also zurueck in den Tauchshop, doch auch die konnten mir keine Noten wechseln. Somit nahm ich mir noch die Zeit, um zur Bank zu gehen, wo es endlich klappte. Erneut zurueck zur Kasse, wo ich nun auch den Beleg erhielt. Nun wurden meine Kenntnisse uebers Tauchen getestet, anhand eines Fragebogens im Computer. Es war logischerweise alles in englisch und ich brauchte eine Ewigkeit, bis ich die Fragen einigermassen schnallte. Nach 1,5 Stunden war alles ausgefuellt und es erfolgte die Auswertung. Ich erreichte 95%, was mich sehr erstaunte, denn ich hatte doch einige Fragen falsch beantwortet. Wegen der hohen Rate wurde auch nichts mehr weiter besprochen, sondern gleich zum Tauchgang uebergegangen. Respektive hatte ich nun noch eine knappe Stunde Mittagspause, um 13.00 Uhr musste ich naemlich wieder im Tauchshop sein. Mein Tauch-Divemaster war Johan, ein Einheimischer. Er uebergab mir meine Ausruestung und schon gingen wir aufs Boot. Um
13.30 Uhr waren alle versammelt und die Fahrt konnte losgehen. Johan gab mir noch ein paar weitere wichtige Infos, bevor es nach ueber fuenf Jahren wieder in die Meerestiefe ging. Es waren recht viele Leute auf dem Boot, aber ich konzentrierte mich vorerst nur auf Johan. Ich war schon ein wenig nervoes, vorallem wurde auch alles so schnell erklaert. Nun war es soweit, der Sprung ins Wasser. Ich musste einige Uebungen machen, was zum Auffrischungskurs gehoerte. Johan machte es vor, dann war ich an der Reihe. Das meiste war einfach, doch was die Maske abnehmen unter Wasser angeht, hatte ich so meine Probleme. Man muss sich ziemlich darauf konzentrieren, dass man nicht durch die Nase atmet, sonst kriegt man doch ganz schoene Probleme. Nach ein paar Uebungen klappte auch das und wir konnten endlich noch ein bisschen richtig tauchen gehen. Es war speziell, nach so langer Zeit wieder zu tauchen. Als wir wieder auf dem Boot waren, besprachen Johan und ich ein paar Sachen und machten uns bereit fuer den ersten kompletten Tauchgang. Dieser verlief auch schon viel entspannter. Die Zeit unter Wasser vergeht wie im Flug. Als alle wieder auf dem Boot waren, kehrten wir ans Festland zurueck. Jeder
musste nun seine Ausruestung aus dem Boot nehmen, waschen und versorgen. Es waren mir einige Leute behilflich, da ich ja keine Ahnung hatte, wohin mit dem Zeug. Ich lernte unter anderem auch Gene kennen, einen Kanadier. Er lud mich zum Nachtessen ein, diese Einladung nahm ich natuerlich gerne an. Waehrend dem weiteren Gespraech lud mich Gene ein, bei ihm in der Wohnung zu wohnen. Wieder mal ein schwieriger Fall, da ja bei Maennern meistens mehr dahintersteckt. Und Gene ist wirklich ueberhaupt nicht mein Typ, aber eine nette Person. Ich musste das noch ein wenig ueberdenken. Ich setzte mich noch mit Johan in die Bar, um das Logbuch auszufuellen, Gene wartete auf mich. Als ich gerade aus der Bar gehen wollte, traf ich Joe. Er war vorher auch auf dem Boot. Auch er fragte mich, was ich heute abend mache, das war ein bisschen peinlich, da Gene gleich daneben stand. Ich sagte ihm, dass ich bereits zum Nachtessen verabredet bin und verschob ein Treffen mit ihm provisorisch auf morgen. Gene und ich gingen schon mal zu seiner Wohnung, wo er mir "mein" Zimmer zeigte. Es war eine nette Wohnung und ich hatte mein eigenes Zimmer, was mich ueberzeugte. Wir verabredeten uns
auf spaeter. Ich kehrte ins Hostal zurueck, machte mich parat und traf mich wieder mit Gene. Wir gingen ins Bundu’s Café, welches sehr gute Menues zur Auswahl hatte und ein sehr angenehmes Ambiente bot. Gene bestellte eine
Vorspeise zum teilen, welche schon mal sehr gut war. Die Hauptspeise war eine wahre Gaumenfreude, Gene hatte leider mit seinem Menue ein bisschen Pech. Einen feinen Dessert gab es auch noch, nun war ich echt voll. Nach dem feinen Essen begleitete mich Gene nach Hause.
28.05.06
Heute war frueh aufstehen angesagt. Ich entschied mich, bei Gene einzuziehen, weshalb ich alles zusammenpacken musste. Ich deponierte mein Gepaeck bei Tony und ging auf 07.00 Uhr zum Tauchshop. Dort erhielt ich erneut meine Tauchausruestung und eine halbe Stunde spaeter ging es los. Wir fuhren zur Nordseite der Insel. Der erste Tauchgang war ein voller Hit, wir sahen jede Menge Tiere. Den zweiten Tauchgang machten wir im Sueden, welcher zwar auch schoen war, aber lange nicht an den ersten rankommt. Als wir wieder in Utila zurueck waren, setzte ich mich erneut mit Johan zusammen, um das Logbuch auszufuellen. Da ich vier Tauchgaenge an diesem Tag machen wollte, hatte ich nicht lange Mittagspause. Um 13.00 Uhr musste
ich bereits wieder losziehen. Es war zwar ein bisschen anstrengend, am Nachmittag nochmals zwei Tauchgaenge zu machen, aber ich wollte ein bisschen Praxis haben. Als wir zurueck kehrten, wartete Gene bereits auf mich. Er half den anderen noch beim aufraeumen, waehrend ich das Logbuch nachtrug. Bevor ich mit Gene zum Hostal zurueck kehrte, traf ich Joe wieder. Er bat mich um ein Date, welches ich nun annahm. Ich verabredete mich mit ihm auf 20.30 Uhr. Mit Gene ging ich zurueck zum Hostal, um mein Gepaeck abzuholen, dann liefen wir zu seiner Wohnung. Heute war ich an der Reihe mit Kochen. Irgendwie war alles ein bisschen stressig. Er hatte nicht wirklich viel Kochutensilien, sodass ich ein bisschen laenger brauchte wie sonst. Wir genossen zusammen das Nachtessen auf dem Balkon. Doch nun musste ich mich beeilen, damit ich rechtzeitig zum Treffpunkt mit Joe komme. Wir machten einen Spaziergang durch das kleine Dorf. Er lud mich zu einem Eis ein. Bei der Bruecke genossen wir die Ruhe, die kuehle Brise, welche die Moskitos fernhielt und den schoenen Sternenhimmel. Spaeter gingen wir noch ins Jade Seahorse, eine Bar, welche ziemlich verrueckt gestaltet ist. Wir schauten uns die diversen Ausschmueckungen genauer an und kamen aus
dem Staunen nicht heraus. Wir setzten uns auf eine Bank, unterhielten uns lange und setzten unseren Spaziergang durch die Anlage fort. Gegen Mitternacht kehrte ich nach Hause zurueck.
(http://www.jadeseahorse.com/)
29.05.06
Heute waren erneut vier Tauchgaenge angesagt. Am Morgen konnte ich mit Johan tauchen, was immer sehr lustig und angenehm war. Ueber Mittag fuellten wir wie immer das Logbuch aus. Am Nachmittag erhielt ich Katie als Tauch-Divemaster. Die Tauchgaenge waren dementsprechend unterschiedlich, Johan sieht einfach viel mehr Tiere. Als wir wieder an Land waren, kehrte ich nach Hause zurueck und kochte mir etwas. Gene begegnete ich bis anhin nicht sehr oft, wir sahen uns ab und zu zwischen Tauchen und Ausgang. Er selbst geht sehr selten aus, die meiste Zeit verbringt er wohl in seinem Zimmer. Mir war es ziemlich recht, denn ich bekam schon einige seiner Annaeherungsversuche zu spueren. Auf 20.00 Uhr ging ich zur Bar, oberhalb des Tauchshops. Dort waren viele Taucher versammelt, ich kannte nun doch schon viele Leute. Wir sahen uns eine Komoedie an, wieder mal ein guter Film. Joe und Oscar hatten auf einmal grossen Hunger, deshalb liefen Johan und ich mit ihnen zu einem Stand, wo es noch was zum Essen gab, bevor wir
in die Tranquilo-Bar gingen. Ich habe noch nie soviele Touristen in einer Bar angetroffen wie hier. Ich setzte mich auf eine Bank und unterhielt mich mit ein paar Leuten. Gegen Mitternacht kehrte ich nach Hause zurueck.
30.05.06
Heute machte ich meine letzten zwei Tauchgaenge, erneut mit Katie. Diesmal war jedoch noch eine Anfaengerin dabei, was ein bisschen weniger entspannend war, da ich staendig ein Auge auf sie werfen musste, statt die Unterwasserwelt zu geniessen. Den zweiten Tauchgang machte ich jedoch alleine mit Katie. Nach dem Tauchen setzte ich mich schon mal in die Bar, um auf Katie zu warten wegen dem Logbuch. Leider hatte sie jedoch keine Zeit, weshalb ich nur einen halbpatzigen Eintrag machte. Ich kehrte nach Hause zurueck und kochte etwas zu essen. Danach war definitiv ein Mittagsschlaefchen angesagt, ich war unglaublich muede. Erst am spaeteren Nachmittag ging ich wieder raus. Ich schaute mich um wegen einem Fahrrad fuer morgen. Erst gegen 17.30 Uhr entschied ich mich definitiv dafuer und nahm das Fahrrad gleich mit nach Hause. Ich verbrachte einige Zeit im Zimmer und bekam ploetzlich Besuch von Gene. Wir unterhielten uns eine Weile und dann liess er mich wieder alleine. Ich las noch ein wenig und
ging frueh ins Bett.
31.05.06
Heute war mein erster Tag ohne tauchen am morgen frueh. Ich stand jedoch trotzdem frueh auf und machte mich auf den Weg mit dem Fahrrad. Mein erstes Ziel war der Cerro Pumpkin. Die Strecke fuehrte lange ueber eine Asphaltstrasse bis zum Flughafen. Ich erreichte bereits das Meer auf der anderen Seite der Insel. Leider war es von hieraus sehr schwierig, den richtigen Weg zum Huegel zu finden. Ich versuchte einfach einen aus und hatte Glueck. Nur leider waren einige Kreuzungen, aber keine Personen zum fragen und keine Schilder vorhanden. Ich fuhr ein bisschen in der Gegend umher und traf schliesslich auf zwei Personen. Ich war nur noch fuenf Minuten vom Huegel entfernt, doch die Moskitos waren ein Elend. Auf dem Fahrrad ging es ja noch, aber sobald man auch nur eine Sekunde anhielt, kam ein ganzer Schwarm auf einen zu. Und da man nicht mit dem Fahrrad den ganzen Huegel hinauf fahren kann, liess ich es bleiben. Stattdessen kehrte ich ins Dorf zurueck. Ich fuhr noch kurz beim Hotel von Joe vorbei, konnte jedoch nicht ausfindig machen, in welchem Zimmer er wohnt. Ich fuhr also alleine weiter und fuhr bis ans eine Ende der
Strasse, wobei praktisch nichts Interessantes zu sehen war. Danach war endlich fruehstuecken angesagt. Nach dieser kurzen Pause ging es weiter ans andere Ende der Strasse. Auf dem Weg traf ich Laura, welche auch ab und zu auf dem Boot war. Ich unterhielt mich eine Weile mit ihr und verabredete mich auf spaeter am Strand. Ich machte meine Tour zu Ende und gesellte mich zu ihr. Leider waren die Sandfliegen so aktiv, dass man keine ruhige Minute hatte. Wir entschieden uns, den Strand zu verlassen. Ich kehrte nach Hause zurueck und genoss das Nichtstun. Irgendwann bekam ich erneut Besuch von Gene. Nach einer kurzen Unterhaltung machte ich einen Mittagsschlaf. Erst gegen 15.30 Uhr ging ich wieder raus. Nach laengerem Ueberlegen entschied ich, nochmals zum Strand zu fahren. Dort traf ich wieder auf Laura und Joe. Ich verbrachte also den restlichen Nachmittag am Strand, die Sonne war immer noch stark genug. Gegen 17.30 Uhr begleitete mich Joe zurueck ins Dorf. Ich gab mein Fahrrad zurueck und dann wollten wir uns Seepferdchen anschauen. Leider waren die noch nicht zurueck vom heutigen Ausflug. Ich verbrachte die Zeit bis zu meinem Nachttauchgang mit Joe. Um 19.00 Uhr musste ich beim Tauchshop sein. Da ich noch
meine Linsen wechseln musste, kam ich ein bisschen zu spaet. Alle waren schon auf dem Boot. Johan hatte meine Ausruestung bereits ins Boot gebracht. Die Fahrt ging kurz spaeter los. Gene war mein Buddy, er hatte mich ja auch zu diesem Tauchgang eingeladen. Irgendwie war ich bei diesem Tauchausflug nicht so ganz bei der Sache. Meine Flasche war schlecht angemacht, beim Abtauchen blies ich Luft rein statt raus und dasselbe passierte mir nochmals unter Wasser. Es verlief trotzdem alles gut und wir sahen eine Menge Tiere. Ein sehr grosser Unterschied zu einem Tauchgang am Tag, vorallem was das finden des Tauchfuehrers und Tauchpartners angeht. Nach etwa 50 Minuten kehrten wir aufs Boot zurueck und fuhren ans Festland. Nun musste noch die ganze Ausruestung gewaschen und versorgt werden. Ich erledigte kurz das Logbuch mit Johan und kehrte nach Hause zurueck. Eigentlich wollte ich Gene auf einen Drink einladen, doch zu Hause war er nicht anzutreffen, wahrscheinlich war er schon am schlafen. Ich ging kurz unter die Dusche und ging wie mit den anderen verabredet zur Jam-Session. Johan spielte Gitarre mit ein paar anderen Personen, eine schoene Stimmung. Joe kam einiges spaeter auch hinzu. Spaeter setzten wir die Party fort in der
Coco-Loco-Bar. Auch hier waren praktisch nur Touristen anwesend. Ich unterhielt mich nur noch kurz mit den Leuten und machte mich gegen 01.00 Uhr auf den Heimweg. Joe wollte, dass ich noch einen Tag bleibe, aber dazu konnte er mich schlussendlich doch nicht ueberreden. Wir verabschiedeten uns also und treffen uns eventuell spaeter auf meiner Reise wieder.
01.06.06
Gegen 05.30 Uhr stand ich auf. Ich packte alles zusammen und machte mich auf den Weg zum Tauchshop. Dort musste ich kurz aufs Boot gehen, um nach meinem verlorenen Locker-Schluessel zu suchen. Ich war jedoch erfolglos. Ich verabschiedete mich von Johan und machte noch einen kurzen Spaziergang zum Strand. Auf dem Weg kam mir Gene entgegen. Da er soeben auf dem Weg zum tauchen war, verabschiedete ich mich auch von ihm. Am Strand hatte es wieder viele Sandfliegen, weshalb ich gleich wieder zurueck kehrte. Ich holte mein Gepaeck in der Wohnung und ging zum Boot. Gegen 07.30 Uhr fuhren wir zwar los, mussten jedoch noch zwei Stops einlegen, wodurch sich die Fahrt um eine knappe halbe Stunde verspaetete. Die Fahrt nach La Ceiba dauerte nicht mal 45 Minuten. Ich wartete auf den Bus und fuhr ins Zentrum. Bei einer Touragentur fragte ich
nach Infos fuer die Nationalpaerke, war aber wieder ziemlich erfolglos. Ich ging noch ins Tourismusbuero, wo ich mehr Infos erhielt. Die besten Infos erhielt ich jedoch von den Organisationen der Nationalpaerke selbst, nur war es schwierig, diese ausfindig zu machen. Nach mehr als zwei Stunden hatte ich alle Infos die ich wollte. Nun war ein Internetbesuch angesagt, ein ziemlich langer sogar. Im Supermarkt kaufte ich dann noch ein paar Sachen ein und kehrte ins Hotel zurueck. Dort fing ich an, den Koffer wieder umzupacken und den Rucksack fuer den morgigen Ausflug parat zu machen. Heute hatte ich mal richtig Lust auf Pizza, egal was es kostet. Deshalb ging ich gleich in der Naehe in den Pizza Hut und liess es mir gut gehen. Als ich wieder zurueck im Hotel war, waren bereits die Ratten an meinen Keksen gewesen, einfach unglaublich. Als ich endlich ins Bett ging, fing draussen auch wieder jemand an, Handorgel zu spielen, bis etwa um 04.00 Uhr in der Nacht, aber irgendwie war das noch angenehme Musik, als ich zwischendurch aufwachte.
02.06.06
Ich packte die restlichen Sachen zusammen, ging nochmals kurz in den Supermarkt und deponierte meinen Koffer im Hotel. Dann machte ich mich auf den
Weg zur Fundación. Die Angestellte hat mich naemlich gestern eingeladen, mit ihr und ihren Mitarbeitern zum Park zu fahren. Um 08.30 Uhr sollte die Fahrt losgehen. Mit ein wenig Verspaetung klappte das auch, doch bis wir endlich aus der Stadt kamen vor lauter Erledigungen, welche sie noch machen musste, wurde es einiges spaeter. Gegen 10.00 Uhr kamen wir beim Park an. Ich deponierte kurz meinen Rucksack und begab mich auf den Weg zum Wasserfall Zacate. Es dauerte nicht lange, da sah ich eine schwarz-rote Schlange vorbeischleichen, wieder ein super Erlebnis. Auf dem weiteren Weg sah ich noch den Schwanz einer weiteren Schlange, welche jedoch nicht so schoen farbig war. Ansonsten gab es praktisch keine Tiere zu sehen. Als ich oberhalb des Wasserfalls ankam, ging ich kurz baden. Die Sonne versteckte sich leider hinter dunklen Regenwolken. Nach dem Bad ging ich mir den Wasserfall auch noch von unten anschauen und machte mich dann auf den Rueckweg. Es fing schliesslich wirklich an zu regnen, aber ich war ja ausgeruestet mit meinem Sonnen- und Regenschirm. Gegen 12.30 Uhr war ich wieder unten. Ich holte meinen Rucksack ab und lief bis zur Hauptstrasse, vorbei an etlichen Ananasplantagen. Von dort aus lief ich Richtung Nationalpark
Cuero y Salado. Als ich ein Schild sah, wo die Richtung und Kilometeranzahl drauf stand, bog ich ab und lief der Steinstrasse entlang. Nach etwa einer Viertelstunde kam ein Auto entgegen und der Fahrer fragte mich, was ich hier mache. Als ich ihm mein Ziel erklaerte, meinte er, dass es hier entlang viel zu weit sei. Er nahm mich mit und lud mich direkt bei der Zugstation aus. Dort erfragte ich den Zugpreis, wieder mal viel zu teuer fuer Touristen. Ich unterhielt mich eine Weile mit einem Herrn und als der Zug um 14.30 Uhr abfuhr, lud mich dieser gratis zur Zugfahrt ein. Ich wusste gar nicht, dass er dafuer verantwortlich war. Ich glaube ich hatte ihn geschockt, als ich ihm sagte, dass ich die 9 Kilometer laufen wuerde. Die Zugfahrt dauerte eine halbe Stunde und war ganz schoen. Als ich beim Nationalpark ankam, ging ich ins Buero, wo ich meinen Eintritt bezahlte und eine Tour fuer den naechsten Tag organisierte. Als ich der Frau mitteilte, dass ich in meiner Haengematte uebernachten wolle, kriegte diese auch fast die Krise, das sei zu gefaehrlich. Sie liess mich aber trotzdem machen. Isaias, mein Guide von morgen, zeigte mir einen Platz, wo ich
meine Haengematte installierte. Ich machte es mir gemuetlich und schlief nach kurzer Zeit ein. Mein Nickerchen dauerte fast zwei Stunden. Ich wollte noch an den Strand gehen. César, auch ein Guide, begleitete mich dorthin und Isaias kam auch noch hinzu. Als ich wieder zurueck bei meiner Unterkunft war, lernte ich noch ein paar andere Leute kennen. Edil, einer von den Jungs, war anscheinend von meiner Haengematten-Aktion auch geschockt und lud mich ein, bei ihm und seinen Kumpels zu schlafen. Isaias und zwei andere Typen organisierten sogar ein Zelt fuer mich, welches sie im Visitorcentre aufbauten. Ich musste echt lachen, alle hatten irgendwie Mitleid, obwohl das gar nicht noetig gewesen waere. Nun, die Idee mit dem Zelt war genial. Somit hatte ich keine Mueckenplage. Nach der ganzen Aktion setzte ich mich noch eine Weile zu all den Jungs, wo ein Bier nach dem anderen getrunken, Musik gehoert und geredet wurde. Gegen 22.00 Uhr machte ich mich auf ins Bett, sogar eine duenne Matraze wurde mir hineingelegt. Es war perfekt, ich schlief wie ein Engel.