06.05.06
Wir hatten zwar schon um 05.00 Uhr mit Felipe abgemacht, aber er ist auch bis 06.00 Uhr nicht aufgetaucht. Zudem wussten wir auch nicht, ob noch die alte oder schon die neue Zeit gilt, denn in diesem Fleck der Erde wird die Zeit nicht wirklich umgestellt. Wir nahmen es also gelassen und warteten noch eine Weile. Irgendwann kam Jesús zu uns hoch, ein Mann aus der Comunidad. Er teilte uns mit, dass sich Felipe aus dem Staub gemacht hat, bereits um 04.00 Uhr. Das war natuerlich keine gute Nachricht. Somit begann eine weitere Suche nach einem Guide. Jesús bot uns an, uns zu begleiten, aber dafuer muesse er die Erlaubnis von der Hauptperson der Comunidad haben. Wir kommunizierten also per Radio und erfuhren, dass die Bestaetigung vom Alcalde nicht gueltig war, sondern eine neue noetig war. Wir stritten also auch noch hin und her wegen einem daemlichen Papier und einigten uns schlussendlich, eine Kopie anfertigen zu lassen. Jesús lud uns auf einen Kaffee ein und kochte fuer uns ein bisschen Reis, den wir mitbrachten. Es war schon recht spaet und der organisierte Guide, den wir gestern bestellt hatten, kam auch nicht. Erst kurz bevor wir mit Jesús losziehen wollten, sahen
wir am anderen Flussufer zwei Leute mit zwei Pferden. Jesús packte seine Sachen zusammen und brachte uns mit einem Kanu ueber den Fluss. Es stellte sich dann heraus, dass wir bereits zwei Guides bekommen wuerden, somit mussten wir Jesús wieder abbestellen. Er tat uns schon recht leid, denn er haette das Geld sicher sehr gut gebrauchen koennen und war sehr nett zu uns. Wir stiegen also auf unsere Pferde und ritten los, begleitet von Lorenzo und dem Jungen Alejandro. Es war bereits 10.30 Uhr. Der Weg bis zum Haus von Narciso dauerte etwa 2,5 Stunden. Um 13.00 Uhr kamen wir bei einer Familie an, etwa 20 Minuten entfernt von Narciso. Dort machten wir eine Pause, keine Ahnung weshalb. Auf jeden Fall wurden wir mit Kaffee und Essen bedient. Gegen 14.30 Uhr kamen wir schliesslich beim Haus von Narciso an. Es waren nur seine Tochter mit den Kindern und eine weitere Mitbewohnerin mit ihren Kindern anwesend. Auch sie bedienten uns mit Kaffee, das Essen mussten wir diesmal ablehnen. Narciso war anscheinend noch an einem Projekt am arbeiten und kam erst gegen 16.00 Uhr zurueck. In der Zwischenzeit machten wir viele Fotos mit den Kindern und unterhielten uns mit den beiden Frauen.
Als Narciso zurueck kam, fuehrte er uns kurz rund um die Finca und erzaehlte ein paar Sachen, dann kamen wir zum wichtigen Teil unserer Tour. Er versprach, auf morgen zwei Guides fuer uns zu organisieren, da er selbst keine Zeit haette. Er lud uns ein, bei ihnen im Haus unsere Haengematte aufzuhaengen zum uebernachten, ohne Bezahlung. Nach dem Nachtessen war baden bei Dunkelheit im Fluss angesagt, hier leben die Leute noch ohne Elektrizitaet und auch sonst sehr einfach. Danach machten wir es uns in unseren Haengematten gemuetlich und gingen schlafen.
07.05.06
Wir wachten schon frueh auf, kein Wunder nach dem vielen Hahnengeschrei. Bereits gegen 07.00 Uhr kamen unsere Guides José und Agapito an. Wir bekamen noch kurz Fruehstueck und gegen 08.00 Uhr ging es los. Lorenzo begleitete uns auch noch eine Weile mit seinen Pferden. Ich machte gerne davon Gebrauch, Silvio lief lieber. Nach etwas mehr wie einer Stunde kamen wir in eine Zone, wo es fuer die Pferde zu schwierig wurde zu passieren. Wir verabschiedeten uns von Lorenzo und von hier an begann der Fussmarsch. Es war alles recht verwuchert von all den Pflanzen und die Guides hatten viel zu tun mit ihren Macheten. Wir ueberquerten etliche Male
einen Fluss, es ging bergauf und bergab und das alles vollbeladen mit unserem Gepaeck. Vorallem Silvio hatte einiges zu schleppen. Leider hatten wir nach einigen Stunden laufen immer noch kein einziges Tier gesehen und auch keine Ahnung, was genau unser Ziel ist. Eigentlich war mal geplant, den Cerro Bawa zu besteigen, doch das war anscheinend in so kurzer Zeit gar nicht moeglich. José bot uns an, die Nacht bei ihm im Hause zu verbringen. Das war ja sehr nett, aber wir wollten eigentlich Tiere sehen, welche eher im Wald als in der Zivilisation zu finden sind. Wir entschlossen, noch eine Weile weiterzulaufen und bis morgen etwa bis zur Haelfte zum Cerro hoch zu laufen. Etwa gegen 15.30 Uhr kamen wir an einem geeigneten Ort an zum uebernachten. Wir spannten unsere Haengematten auf, die Guides machten Feuer und wir gingen baden im naheliegenden Fluesschen. Spaeter kochten Silvio und ich Spaghettis an einer feinen Tomatensauce mit frischem Gemuese drin, einfach lecker! Die Guides fanden diese leider nicht so gut, die sind sich auch nichts anderes als Reis und Bohnen gewohnt. Die Guides waren auch so klug und nahmen genau eine Pfanne, einen weiteren Kochtopf, einen Teller und einen Loeffel mit, das fuer
vier Personen. Wir mussten also improvisieren, der eine ass mit der Hand, ich hatte noch einen Loeffel dabei und Silvio nahm seinen kleinen Plastikloeffel. Zudem diente mein kleines Tupperware-Geschirr als Teller. Nach dem Essen gab es feinen Kaffee, wobei mein Allzwecktuch als Filter hinhalten musste. Nach all dem Zirkus wuschen die Guides alles ab und wir machten es uns in den Haengematten gemuetlich. Ich inspizierte noch neugierig die naehere Umgebung mit meiner Taschenlampe und ging erst viel spaeter schlafen wie alle anderen.
08.05.06
Ich wachte erst gegen 07.00 Uhr richtig auf. Alle waren schon auf, doch niemand weckte mich. Es war abgemacht, dass wir heute sehr frueh aufstehen wuerden, um mehr Tiere zu sehen. Als die Guides auch noch erzaehlten, sie haetten nachts einige Tiere rund um unsere Uebernachtungsstelle gesehen, war bei mir miese Laune angesagt. Wenn schon mal Tiere anwesend waren, wurden wir nicht einmal geweckt, auch nachdem wir so viel gejammert hatten, dass wir nie was sehen. Nun, ich brauchte meine Zeit, bis ich endlich parat war. Es gab noch kurz Kaffe und um 07.30 Uhr ging unser Marsch wieder los. Es war etwa gleich wie gestern, nach mehr als drei Stunden laufen sahen wir genau eine
Schildkroete und einen grossen Vogel. Das war irgendwie nicht das, was wir uns erhofft hatten. Zudem meinten die Guides, dass es noch sehr lange dauern wuerde, bis wir zur Mitte des Cerros kommen und es sich nicht lohne, dorthin zu gehen, wenn man nur so wenig Zeit habe. Silvio und ich entschieden uns, wieder zu Narciso zurueckzukehren. Kaum waren wir auf dem Rueckweg, gab es immerhin ein paar wenige Tiere zu sehen, aber wir blieben dabei. Um 16.15 Uhr waren wir bereits bei Narciso. Heute war nur die eine Frau mit ihren beiden Kindern und Lorenzo anwesend. Wir bezahlten die Guides und verabschiedeten uns von ihnen. Lorenzo dagegen erhielt von uns den Auftrag, rauszufinden, wie wir am schnellsten und guenstigsten von hier wegkommen. Er musste dafuer jedoch zuerst zur Radiostation laufen, was pro Weg eine halbe Stunde dauert. Wir warteten in der Zwischenzeit auf ihn. Wir waren noch voller Hoffnung, noch am heutigen Tag bis Kudawas zu gelangen. Als Lorenzo aber erst nach drei Stunden zurueckkehrte, war es schon dunkel und zu spaet, um dorthin zu laufen. Lorenzo teilte uns jedoch mit, dass uns jemand morgen frueh mit dem Boot gratis bis nach Kudawas mitnehmen kann und dort Celestino auf
uns warten wuerde. Das war uns recht so. Wir spannten also erneut unsere Haengematten auf, unterhielten uns noch ein wenig mit den Leuten und gingen frueh schlafen.
09.05.06
Mein Wecker ging heute mal wieder nicht, somit standen wir statt um 04.30 Uhr erst gegen 05.30 Uhr auf. Es war also schon reichlich spaet. Wir packten unsere Sachen zusammen und kurz spaeter stand Lorenzo auch auf. Wir erhielten noch einen Kaffee, bevor unsere Rueckreise losging. Lorenzo fuehrte uns bis zum Fluss, ein weiterer Spaziergang von etwa einer halben Stunde. Dort mussten wir dafuer eine Ewigkeit warten, bis die Leute endlich eintrafen. Gegen 07.00 Uhr verabschiedeten wir uns also auch von Lorenzo und stiegen zu den anderen ins Boot. Da sassen wir nun auf einem unbequemen Holzpfahl und ruderten mehr als zwei Stunden den Fluss entlang. Als wir in Bocay ankamen, wechselten wir das Boot und konnten mit Motor weiterfahren, zudem waren auch die Sitze viel bequemer. Als wir in Kudawas ankamen, wartete Celestino tatsaechlich auf uns. Ehrlich gesagt habe ich gedacht, der sei schon laengst auf dem Weg. Um 11.45 Uhr ging die Fahrt los, es waren auch einige Einheimische dabei. Diesmal mussten wir flussaufwaerts fahren. Immerhin hatten wir ein
Boot mit Motor, aber stellenweise war das Wasser zu wenig tief, weshalb mindestens drei Maenner hart arbeiten mussten mit ihren Ruderpfaehlen. Die Maenner taten mir echt leid, aber wir hatten keine andere Wahl. Zwischendurch machten wir eine kurze Essenspause, dann ging es ohne Halt weiter. Wir waren schon eine Ewigkeit unterwegs und es war immer noch kein Ende in Sicht. Zudem fing es irgendwann auch noch an, in Stroemen zu regnen. Wir waren zum Glueck fuer alles vorbereitet, somit sassen wir also mit leuchtendgelber Pellerine und Regenschirm auf dem Boot und liessen keine schlechte Stimmung aufkommen. Nach ueber einer Stunde hoerte es endlich wieder auf. Es wurde auch schon langsam dunkel, was es fuer die Herren noch schwieriger machte. Etwa drei Stunden vor Ankunft bekam das Boot auch noch einen starken Schlag, wodurch mehr Wasser ins Boot drang. Silvio und ich waren von dem Zeitpunkt an recht beschaeftigt, all das Wasser mit kleinen Behaeltern wieder hinaus zu schuetten. Knapp eine halbe Stunde vor Ankunft kippte auch noch fast unser Boot, das waere echt noch der Aufsteller gewesen, morgen alles nass nach Jinotega zu schleppen. Nach unendlich langen neun Stunden kamen wir endlich in Ayapal an. Silvio packte gleich beide Rucksaecke
und machte sich auf zum Hotel. Ich hingegen hatte noch ein Woertchen mit Celestino zu reden wegen Felipe. Er wollte jedoch nichts damit zu tun haben und stellte sich quer, er meinte, wir muessten ihm das gesamte Geld bezahlen. Ich bot ihm an, das Geld anzunehmen oder es sein zu lassen. Schliesslich nahm er das Geld und ich lief davon, da ich nicht nochmals Lust hatte auf drei Stunden Diskussion. Es war zwar schon ein bisschen fies, aber hier handelte es sich um einen recht grossen Betrag und schliesslich haben die uns die ganze Zeit veraeppelt, also muessen wir doch nicht ein so schlechtes Gewissen haben. Zurueck im Hotel war auspacken angesagt. All die feuchten Sachen wurden aufgehaengt und im Zimmer verstreut. Danach war essen angesagt, wir hatten ja immer noch Buechsenfood uebrig und zauberten etwas Gutes. Danach gingen wir erschoepft ins Bett.
10.05.06
Wir mussten um 03.45 Uhr aufstehen, wieder mal viel zu frueh. Wir packten all unsere getrockneten Sachen zusammen und warteten ausserhalb des Hotels auf den Bus. Um 04.30 Uhr kam dieser auch schon. Leider kein normaler Bus, sondern ein Camion mit zwei unbequemen Baenken. Ich weiss nicht, was unbequemer war, der Bus oder das Boot
von gestern. Nun, wir mussten drei Stunden aushalten, bis wir in Bocay ankamen. Dort blieb uns eine halbe Stunde, bevor wir mit einem anderen Bus weiterfahren konnten. Auf der Fahrt lernte ich den 18-jaehrigen Busmitarbeiter kennen, er setzte sich zu mir und wir unterhielten uns eine Weile. Leider war es jedoch wieder einer von den Typen, die nur ueber Sex sprechen wollte, deshalb war ich immer froh, wenn er wieder zu arbeiten hatte und mich in Ruhe liess. Um 15.00 Uhr kamen wir endlich in Jinotega an und wir hatten noch eine halbe Stunde Zeit, um unser Gepaeck im Hotel abzuholen. Silvio war so nett und erledigte das fuer mich, ich ging unterdessen kurz zum Arzt, um etwas gegen meine Zeckenbissallergie zu erhalten; mein ganzer Koerper sieht wieder fuerchterlich aus und beisst wie die Hoelle. Danach traf ich mich wieder mit Silvio am Busterminal. Er kam ziemlich fertig mit meinem Koffer an, er war ja auch zu schwer mit meinen und seinen Sachen drin. Leider mussten wir feststellen, dass mein Zahlenschloss aufgeschlossen war. Ich habe keine Ahnung, was passierte, aber der Code stimmte auf jeden Fall nicht mehr. Nun mussten wir auch noch alles kurz kontrollieren, ob nichts weggekommen ist.
Wir hatten Glueck und es war noch alles da, das waere echt dumm gelaufen. Um 15.30 Uhr fuhr der Bus schon los Richtung Estelí, die letzte Busfahrt fuer heute. Nach 3,5 Stunden hatten wir auch das geschafft. Wir kamen in der Naehe des Marktes an. Es war zum Glueck noch hell genug. Wir fragten beim ersten Hotel nach Preisen, doch dieses war ausgebucht. Beim zweiten war es nicht anders. Beim dritten war die Auscheckzeit um 07.00 Uhr, beim vierten war es zu teuer, etc. So ging es weiter, bis wir nach etwa einer Stunde Suche endlich ein Hotel fanden. Dummerweise stellte ich auch noch fest, dass meine Stuetze vom Koffer abgefallen ist, was wieder Aufwand bedeutete. Wir deponierten unser Gepaeck im Zimmer und gleich danach machte ich mich auf die Suche nach dem Teil. Silvio ging unterdessen schon mal was essen. Als ich die Hoffnung schon aufgab, fand ich es tatsaechlich am Strassenrand liegen, gleich in der Naehe vom Hotel. Ich war froh, das Teil doch noch gefunden zu haben und ging nun auch endlich etwas essen. Heute war Hamburger angesagt, fuer eine lange Suche nach feinem Essen hatte ich keine Energie mehr. Spaeter traf ich Silvio wieder im Hotelzimmer.
Ich raeumte mein Gepaeck noch bis Mitternacht auf, dann ging ich erschoepft schlafen.
11.05.06
Nach all den Anstrengungen der letzten Tage wachte ich trotzdem schon um 07.30 Uhr auf. Ich raeumte die restlichen Sachen ein und als Silvio auch endlich aufstand, gingen wir zusammen eine Waescherei suchen. Wir liefen fast durchs ganze Zentrum mit unserer Waesche und fanden schlussendlich eine Waescherei etwa vier Cuadras vom Hotel entfernt, die einzige in der ganzen Stadt. Wir liefen beide zurueck ins Hotel, gingen danach jedoch getrennte Wege. Silvio musste sich eine Unterkunft und Spanischlektionen organisieren und ich ein neues Hotelzimmer. Ich lief deshalb in eines der Hotels, die ich gestern schon anfragte und fand schnell ein Zimmer. Danach war endlich Internet angesagt, es waren wieder viel zu viele Tage nachzuschreiben. Um 12.30 Uhr traf ich mich wieder mit Silvio im Hotel, wo wir uns verabschiedeten. Ich wechselte mein Gepaeck ins andere Hotel. Dann fragte ich beim Besitzer um Rat, wo ich denn Teile finde, um meinen Koffer zu reparieren. Dann meinte er nur, es sei nicht noetig, er wuerde sich darum kuemmern. Ich packte meine Sachen wieder aus und er reparierte mir den Koffer innert kurzer Zeit, worueber ich mich sehr freute.
Waehrend des Wartens bekam ich Besuch von der vorher auf der Strasse getroffenen Touristin Hanna. Wir unterhielten uns eine Weile und zogen danach zusammen durch die Strassen. Beim Kulturzentrum machten wir einen kurzen Halt fuer einen Drink und dann liefen wir zum Miraflor-Buero fuer Infos ueber das Reservat. Danach verabredeten wir uns auf spaeter. Ich musste nochmals dringend ins Internet. Zwischendurch holte ich meine saubere Waesche ab und dann war noch ein kurzer Einkauf angesagt. Gegen 20.00 Uhr traf ich Hanna wieder in ihrem Hotel. Wir suchten uns ein Restaurant, brauchten aber recht lange, um etwas Passendes zu finden. Wir verabredeten uns fuer morgen, um zusammen zum Miraflor-Reservat zu gehen.
12.05.06
Um 05.00 Uhr stand ich auf und packte meinen Tagesrucksack. Um 05.30 Uhr wartete ich ausserhalb des Hotels auf Hanna, welche puenktlich erschien. Zusammen liefen wir zum Terminal, das waren schon mal ein paar Cuadras durch die noch dunklen Gassen. Um 06.00 Uhr ging die Fahrt los. Doch unterwegs machten wir einige Pausen, einmal davon war Reifenwechsel angesagt. Nach knapp zwei Stunden kamen wir in La Rampla an. Wir hatten zwar eine Karte erhalten, die diente uns jedoch reichlich wenig. Es war praktisch nichts angeschrieben und somit schwierig,
sich zurecht zu finden. Wir entschieden uns, die beiden Wasserpools Azul und La Pila anzuschauen. Bis wir nur mal bei der Kreuzung ankamen, war es schon spaet. Wir machten noch kurz einen kleinen Einkauf bei der Pulpería, bevor wir zu den Wasserpools liefen. Leider mussten wir etliche Leute fragen betreffend dem Standort der Pools und es ging eine Ewigkeit, bis wir ankamen. Beim La Pila verweilten wir nur kurz zum Fuesse baden und dann liefen wir weiter zum Pozo Azul. Es war nochmals ueber eine halbe Stunde, bis wir endlich ankamen. Es war schon 11.00 Uhr. Wir machten eine Mittagspause. Zudem goennte ich mir ein kurzes Bad. Kurz vor 12.00 Uhr liefen wir den ganzen Weg wieder zurueck. Da Hanna die anderen Orte nicht mehr besuchen wollte, trennten wir uns. Ich lief in recht schnellem Tempo den ganzen Weg wieder hoch und wollte die anderen Orte besuchen. Doch dies stellte sich auch als recht schwierig raus, denn es waren kaum Leute auf den Strassen und wiederum keine Schilder vorhanden. Da es zurzeit auch keine Orchideen gab, kehrte ich zur Hauptstrasse zurueck, wofuer ich wieder etwa 40 Minuten brauchte. Da es noch frueh genug war, lief ich noch zur Laguna Miraflor
hinunter. Zwar keine richtige Laguna, aber trotzdem eine schoene und ruhige Umgebung. Leider blieb mir aber zu wenig Zeit, um mich ein bisschen auszuruhen. Nach etwa einer halben Stunde machte ich mich wieder auf den Rueckweg, um den letzten Bus nicht zu verpassen. An der Bushaltestelle war Hanna nicht anzutreffen, dafuer drei Girls von Nicaragua, mit welchen ich mich ein wenig unterhielt. Der Bus kam puenktlich und die Fahrt zurueck nach Estelí dauerte nur ein bisschen mehr wie eine Stunde. Auf dem Weg zurueck zum Hotel traf ich wieder auf Dovi, eine junge Frau aus Nicaragua, die ich gestern auf der Strasse kennenlernte. Wir liefen durch die Strassen und gingen noch kurz einen Kaffee trinken. Dann verabredeten wir uns auf morgen. Ich machte mal wieder einen Besuch im Internet, bevor ich mich auf die Suche nach einem guten Essen begab. Ich machte kurz vorher noch einen Besuch bei Hanna, liess sie dann aber alleine beim fernsehen. Nach dem Essen ging ich gleich zurueck ins Hotel und freute mich, wieder mal frueh ins Bett gehen zu koennen.