nach granada fuhren wir mit der faehre zur insel ometepe. sie sieht aus wie zwei spiegeleier, 2 hohe vulkane erstrecken sich aus dem see, dem lago de nicaragua. nach vierstuendiger fahrt kamen wir gegen abend an. eine unterkunft mussten wir nicht suchen, da auf der faehre sich ein typ bereits leidenschaftlich fuer "seine" unterkunft bei uns eingesetzt hatte. wir fuhren mit ihm also zur hospedaje ortiz. familie ortiz hatte fuer turisten einfache zimmer im angebot und bot ausserdem noch einige leckere gerichte im familieneigenen restaurant. neben uns waren hier noch zwei maedels aus deutschland, jeha lee aus suedkorea und zwei belgier - maike und jan - untergekommen und wir unternahmen die naechsten tage quasi alles gemeinsam. am naechsten morgen mieteten wir uns fahrraeder und machten uns auf zum ojo de agua, einem pool gespeist aus vulkanischem wasser. das wasser war kristallklar, stank allerdings ein bisschen nach schwefel. von einem huegel etwas oberhalb hatte man einen schoenen ausblick ueber die insel. man konnte beide vulkane sehen, den volcan conception und volcan madeira. den hoeheren der beiden, volcan conception (knapp 1700 meter), wollten die anderen am naechsten tag besteigen. ich waere nur zu gern mitgekommen, war mir aber sicher dass ich so eine
anstrengende wanderung noch nicht geschafft haette und ich mich nach dem dengue fieber noch ausruhen wollte. ich verbrachte den tag also mit einem spannenden buch und fuhr eine stunde lang mit dem bus quer ueber die insel um zum einzigen geldautomaten zu kommen. nachmittags so gegen vier kamen maike, jan und jeha dann wieder zurueck vom vulkan, beeindruckende bilder auf ihren kameras. ich war schon etwas neidisch und auch enttaeuscht, dass ich nicht mitkonnte. die maedels dagegen braeuchten noch etwas laenger, sie waren noch nicht oben angekommen als die anderen schon mit dem abstieg begannen. es sollte tatsaechlich noch etwas dauern, bis abends gegen halb 8 marie und sylvia wieder da waren. sie hatten es nicht ganz bis nach oben geschafft und beim abstieg hatten sie probleme mit den beinen und fuessen, sodass sie im dunkeln absteigen mussten und am ende von einem pickup die letzten meter zur hospedaje gefahren wurden. als ich sie sah wie sie wiederkamen und sich ins bett schleppten - knallrote gesichter von der intensiven sonne, einige blutblasen an den fuessen - war ich dann nicht mehr ganz so enttaeuscht, dass ich unten geblieben war...
am naechsten tag lud uns familie ortiz ein, mit ihnen den
tag am strand zu verbringen und zu grillen. wir sagten zu und entspannten den tag ueber am schwarzen sandstrand. abends zeigte jeha lee uns seine kuenste mit den feuer-pois! am naechsten tag brachen wir zusammen mit jeha und den beiden deutschen maedels mit der faehre auf und erreichten nach einer stunde das festland. ein taxi brachte uns nach langem gefeilsche fuer einen guten preis bis nach san juan del sur, ein kleines kuestenkaff direkt am pazifik. der sand war dunkel und das meer ziemlich warm, die unterkunft eng und stickig. mal war der strom weg, dann das wasser - aber alles noch im rahmen, selbst fuer die verhaeltnisse in nicaragua. nach zwei tagen in san juan del sur ging es weiter nach costa rica. die grenzueberquerung verlief ueberraschend problemlos und ich fand costa rica gleich sympatisch: keine immigrations-frageboegen die man ausfuellen musste und auch keine "einreise-gebuehr" - wir bekamen einfach nur einen stempel in den pass und das wars. nach weiteren 5 stunden busfahrt kamen wir in san jose, der hauptstadt costa ricas an. die unterschiede zu nicaragua sind riesig. es gibt muelleimer an den strassenraendern und die busse hier sind sogar behindertengerecht augestattet. wir kamen in einem top-hostal unter.
so gut wie hier hab ich auf der gesamten reise bisher nicht geschlafen! die dusche war hervorragend und sogar heiss! am naechsten tag ging es per bus weiter an die karibische kueste, nach cahuita! hier waren wir heute am strand im nationalpark cahuita. ein kleiner pfad fuehrte tiefer in den nationalpark und nach einigen minuten schon sah man erste affen auf den baeumen, dazu hunderte von eidechsen, blaue krebse und viele voegel. und so schliesst sich der kreis: unsere reise begann in mexico am strand der karibik und nach 5 wochen kehren wir zurueck zur karibikkueste. hier und in panama werden wir nun die letzten tage ganz entspannt verbringen, bevor es naechste woche samstag wieder zurueck nach alemania geht...