Ein weiteres HALLO aus Quepos....und vielleicht das Letzte bevor es wieder zurueck in die Schweiz geht!
Der Countdown laeuft, wir befinden uns auf der Zielgeraden unserer Reise!
Vorgestern frueh wurden von einem Minibus in unserem Hotel in San Jose abgeholt und nach Uvita gebracht. Die Reise fuehrte uns durch saemtliches Gebirge des Landes....zumindest schien es so! Berg rauf & Berg runter, dies damit wir am anderen Ende den naechsten Berg bezwingen konnten...und dies 4.5 Stunden lang! Zudem war der Minibus in einem mitleiderregenden Zustand, das Blechdach schepperte und der Auspuff raeuchte so stark, dass schlussendlich der ganze Innenraum rauchig und stinkig war. Um den ganzen die Krone aufzusetzen, hatte der Bus wohl nur etwa 80PS, denn wir keuchten teilweise im 1. Gang den Berg hoch und es bildete sich jeweils eine grosse Kolonne hinter uns. Auf einem der Berge wurde eine Pause eingelegt. Oh mein Gott war dies wiedereinmal kalt! In der Vorfreude auf das Meer und das heisse Wetter hatten wir natuerlich die kurzen Hosen und T-Shirt montiert....unser Fahrer hat uns dann informiert, dass an diesem Punkt, wo wir die Pause eingelegt hatten, im Durchschnitt 11Grad sind. Unsere netten amerikanischen Mitfahrer haben dann noch beschlossen, dass sie von der grossen
Essensauswahl profitieren moechten und haben sich alle einen riesen Teller geladen und diese verspiesen. Da wir unsere Maegen ein wenig schonen wollten verzichteten wir auf das Essen und froren geduldig draussen in der Kaelte.
Nach 4.5 Stunden Fahrt erreichten wir unser Tagesziel namens Uvita. Dort bezogen wir ein Zimmer in einem sehr gemuetlichen Hostel. Es waren 2 lange Bauten mit Zimmern nebeneinander gebaut und die Luecke dazwischen (ca.10Meter breit und 30m lang) war der Aufenthaltsbereich. Es hatte Haengematten, Sofas, eine kleine Kueche, ein Restaurant sowie einen Billardtisch. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag mit Billard spielen und lesen. Einzig das Bett in dem kleinen Zimmer war nicht sehr bequem. Es bestand aus einem Gestell, Holzbrettern und einer total durchgelegenen Matratze. Aber im Gegensatz zu Carla habe ich trotz unbequemem Bett, praechtig geschlafen. So habe ich auch saemtliche kleinen Erdbeben, welche es scheinbar wieder gegeben hat, verschlafen :-).
Ja also dieses Erdbeben vom letzten Donnerstag sitzt mir schon noch ein wenig in den Knochen! Denn gemaess Informationen ist es ja wirklich sehr schlimm gewesen und ich war sehr ueberrascht als ich erfuhr, dass die Medien in der Schweiz darueber berichteten. Zumal realisiere ich erst jetzt so richtig, dass wir ziemlich Glueck hatten.
Nun aber zurueck zu Uvita. Gestern frueh waren wir bereits um 6.30h auf den Beinen, denn um 8.00h sollte es auf die Wal- und Delphintour gehen. So sassen wir gemuetlich beim Fruehstueck als auf einmal ein Mann einen ganz kleinen Welpen am Hosteleingang deponierte und wieder wegfuhr. Die Hostelleitung hat dies gar nicht mitbekommen und so holten wir das kleine Buendel und nahmen es in den Aufenthaltsbereich. Der Kleine war wirklich noch fast taufrisch und ohne seine Hundemami ziemlich aufgeschmissen. Tra, den Hostelbesitzer schien der ausgesetzte Hund nicht sonderlich zu interessieren, so kuemmerten wir uns um den kleinen "Jose" (so haben wir ihn getauft). Nach etlichem Hin und Her mit Tra sagte uns dann die Koechin, dass sie den kleinen Jose aufnehmen wird (aber auch nur weil er ein Ruede sei....unglaublich diese Diskriminierung! ;-)....), falls er um 10.00h noch im Hostel sei...Damit der Kleine nicht abhauen konnte, sperrten wir ihn kurzerhand zu den Kaninchen ins Gehege :-)....Wie wir spaeter erfahren haben, tauchte ploetzlich der Besitzer von Jose auf und forderte den Kleinen zurueck. Scheinbar war er ausgerissen, streunte auf der Strasse umher und jemand hat gedacht er gehoert zum Hotel und hat ihn bei uns hingestellt....Jedenfalls gab es gottseidank
doch noch ein HappyEnd!
Um 8.00h wurden wir also von unserem Tourguide abgeholt und zum Boot gebracht. Dort hiess es einsteigen und Schwimmveste montieren. Dann gings los, zuerst fuhren wir zu einem nahegelegenen Korallenriff wo wir Schnorcheln konnten. Sehen konnte man nicht viele Fische, aber trotzdem war es schoen im megawarmen Wasser zu Schnorcheln. Scheinbar geriet einer der Gaeste im Wasser in Panik, denn ziemlich sicher konnte er nicht schwimmen. Zum Glueck hat Carla dies bemerkt und ihn festgehalten bis jemand ihm geholfen hat wieder ins Boot zu steigen. Von alldem haben so ziemlich alle, inklusive ich, nichts mitbekommen. Wenn man den Kopf unter Wasser hat hoert man nichts, auch keinen Schrei von Jemandem der in Not ist. Dieser Mann hatte Glueck, dass er von Carla bemerkt worden ist. Anschliessend ist er mit Schwimmveste noch einmal ins Wasser gegangen....Wieso wohl nicht von Anfang an?!
Anschliessend sind wir weiter rausgefahren bis wir einen ganzen Schwarm von Delphinen sehen konnten. Immer wieder tauchten sie auf diese suessen Tiere. Wir kamen gar nicht nach mit Fotografieren, da sie jeweils so schnell wieder verschwunden waren. Aber es war superschoen und eindruecklich. Das Aufspueren von den Walen blieb leider erfolglos. Doch fuhren wir zu einem
weiteren Schnorchelplaetzchen und dort war es dann aber wirklich schoen. Wir sahen allerlei grosse, kleine und ganz farbige Fische. Ich kam mir vor wie im Film "Findet Nemo". Als es weitergehen sollte funktionierte leider der Bootsmotor nicht mehr richtig. Es brauchte viel Geduld und Geschick diesen wieder zum Funktionieren zu bringen. Das naechste Ziel war ein Felstunnel, wo wir mit dem Boot haetten durchfahren sollen. Nach zweimaligem Anlauf holen und abbrechen, streikte der Motor erneut und wir liessen es bleiben dort durchzufahren. Und so wars das schon mit der Wal- und Delphintour. Alles in allem war es sehr schoen und hat sich gelohnt. Die Veranstalter koennen ja auch nichts dafuer, dass die Wale nicht zu sehen waren.
Zurueck in Uvita, gingen wir noch kurz in den Supermarkt, welcher direkt an der Hauptstrasse liegt. Und wieder einmal waren wir zur falschen Zeit am falschen Ort. Auf einmal gab es einen lauten dumpfen Knall, dann quietschten Bremsen und Reifen und wir sahen wie ein Auto vorbeigeschlittert und zum Stillstand kam. Etwa 20m dahinter lag ein regloser Koerper am Boden. Es eilten viele Leute an den Ort des Unfalls, um dem Opfer zu helfen. Da wir nichts machen konnten blieben wir geschockt
im Supermarkt. Mir war speiuebel und der Knall und das Bild gehen mir bis heute nicht aus dem Kopf. Als wir ca. 15Min spaeter zum Laden rausgingen, war es immernoch dasselbe Bild. Der Mann war mit einem Motorrad unterwegs gewesen und schien vom Auto voll erfasst worden zu sein. Zum Glueck sahen wir beim vorbeigehen, dass sich der Mann ein wenig bewegt hat und am Leben war. Weit und breit war keine Spur von Polizei geschweige denn von einem Krankenwagen. Ich glaube in Costa Rica gibt es im allgemeinen eine gute Gesundheitsversorgung, aber sobald man ein wenig auf dem Land ist, kann man froh sein, wenn einem nichts passiert.
Am Abend fand dann im Hotel ein Konzert statt. Der Hostelinhaber, seine Freundin und ein paar andere spielten Musik und brachten gute Stimmung ins Haus.
Heute morgen fuhren wir mit dem oeffentlichen Bus von Uvita nach Quepos. Dies war wieder ein Erlebnis. Die erste halbe Stunde ging tip top, doch dann waren es noch 2.5 Stunden auf einer staubigen Naturstrasse. Als wir in Quepos ankamen sahen wir aus, als wenn wir soeben aus einer Staubhoehle gekommen waeren. Man sah den Schmutz richtiggehend auf den Kleidern und im Gesicht. Aber
jetzt sind wir ja hier und wieder um ein Erlebnis reicher :-). Hier in Quepos legen wir nur einen Zwischenhalt ein, weil wir nicht in einem Tag von Uvita nach Playa Grande kommen. Also schlafen wir heute hier und morgen gehts nach Playa Grande. Ich freue mich riesig darauf noch eine Woche stationaer zu sein...Wir werden dort einen Bungalow mit Kueche haben und koennen uns so richtig einrichten ohne gleich wieder die Koffer packen zu muessen.
Zuerst fahren wir mit dem Bus nach Tamarindo, dort hoffe ich endlich wieder einmal Fotos hochladen zu koennen, anschliessend muessen wir irgendwie nach Huacas kommen und dort holen uns die Hotelinhaber ab.
Wie schon einmal erwaehnt, kann es sein, dass wir in Playa Grande kein Internet haben und dies wuerde heissen, dass dies mein letzter Eintrag ist. In diesem Falle verabschiede ich mich jetzt und sage: Bis in 2 Wochen in der Schweiz....und sollte es wider Erwarten doch Internet geben, dann verabschiede ich mich jetzt trotzdem....aber nur bis zum naechsten Blogeintrag :-)
Tschuessi aus Costa Rica