Hallo allerseits, erst einmal hoffe ich, dass ihr die Weihnachtstage gut ueberstanden habt und ready fuer den Jahreswechsel seid.
Bei uns gehts rund und wir haben wieder viel erlebt in den letzten 4 Tagen!
Unser schoenes Weihnachts-Hotel in Mal Pais haben wir in vollen Zuegen genossen...die Sehenswuerdigkeiten ausserhalb des Hotels sind irgendwie an uns vorbeigegangen...aber es hat fuer uns so gestimmt und dies ist die Hauptsache. Den 25. Dezember haben wir happy am Hotelpool verbracht. Fast saemtliche Hotelgaeste taten daselbe und so war dies ein lustiger Nachmittag. Am fruehen Abend lud uns das Besitzerpaar des Hotels zu einem kleinen "Weihnachtsapero" ein. Sie spendierten Bier, Wein und kleine leckere Haeppchen. Da fast ausnahmslos alle Gaeste des Hotels wirklich super sympathisch und locker drauf waren, war dies ein lustiges Beisammensein welches nicht mehr enden wollte. Aus einem Apero wurde schliesslich eine Pizza-Party. Das heisst, Aidan der Hotelbesitzer nahm die Bestellung auf und holte fuer uns alle Pizza aus einem naheliegenden Restaurant. So ganz am Rande, es ist unglaublich, aber hier in Costa Ricas habe ich bereits verschiedene Male die beste Pizza in meinem Leben gegessen. Fuer alle Mazzini-Kenner ist dies unvorstellbar, aber glaubt mir, es ist wirklich so, Costa Rica ist neben einem
Reis- und Bohnen- auch ein Pizzaland!
So verbrachten wir einen etwas anderen als gewohnt aber trotzdem schoenen Weihnachtsabend mit netten fremden Leuten :-).
Den 26. Dezember verbrachten wir wie den 25igsten, naemlich lesend am Pool....soooo langweilig....aber soooo schoen :-).
Am Abend hatten wir schliesslich noch einen kleinen Disput mit einer riesigen Kakerlake. Die sass doch einfach frech auf dem Duschvorhang fest. Da Carla die Dinger etwa so liebt wie ich die Spinnen, mussten wir irgend einen Weg finden, das "suesse" Tierchen loszuwerden. Ich hielt also ein Buch von hinten an den Duschvorhang (damit das Ganze ein wenig stabil war) und Carla versuchte ein Glas ueber das Unding zu stuelpen. Nach einigem Gekreische und rumgehuepfe unsererseits ist es schliesslich doch noch gelungen. Die Kakerlake war gefangen. Ich transportierte sie hinaus in die Natur und musste mich unglaublich konzentrieren, dass ich aus lauter Ekel nicht das ganze Glas wegschmeisse sondern nur die Kakerlake rausschuettle...hat also alles tiptop geklappt!
Am 27. Dezember wurden wir bereits morgens um 6.00h von einem Taxi abgeholt, welches uns nach Playa Carmen zur Busstation fuhr. Von dort gings mit dem oeffentlichen Bus nach Cobano und anschliessend mit dem Taxi, welches wir mit anderen Touristen teilten, nach Montezuma. Um
9.30h bestiegen wir das "Speedboat", welches uns von Montezuma nach Jaco brachte. Alsooooooo, ein Speedboat ist in der Vorstellung eines Europaers so ziemlich sicher etwas anderes. Es handelte sich dabei um ein grosses Ruderboot oder kleines Fischerboetchen, welches mit einem starken Motor ausgeruestet ist. Unser Gepaeck wurde in einen riesigen Abfallsack eingewickelt und vorne im Boot resp. unter den Holzlatten namens Sitzplaetze verfrachtet. Anschliessend durften wir (ca. 15 Personen!!!) einsteigen. Dummerweise war ich die erste die eingestiegen ist und so hatte ich den absoluten Looserplatz. Ich musste zuvorderst, noch halb auf dem Gepaeck, sitzen. Carla ging es nicht viel besser, ausser, dass sie wenigstens die Beine auf den Boden stellen konnte. Kaum sind wir gesessen kam schon die erste Welle und wir die wir im vorderen Teil sassen, waren "pflotschnass". Das Ruderboot entpuppte sich schliesslich wirklich zu einem Speedboat. Nach 5 Mintuten Fahrt (von total 75Min.!!!) dachte ich, dass ich dieses Erlebnis nicht- oder nur mit einem Rueckenschaden ueberleben werde. Das Boot schoss ueber die Wellen und da wir so weit vorne sassen erlebten wir nach jeder Welle einen knallharten Absturz...Spaetestens seit diesem Erlebnis weiss ich, dass Wasser hart wie Beton ist!!!! Es war wirklich der Horror und heute wuerde
ich die langsamere und viel billigere Route mit der Faehre waehlen.
In Jaco angekommen, warteten wir geduldig auf den oeffentlichen Bus, welcher uns nach Quepos bringen sollte. Gluecklicherweise fanden wir noch einen Sitzplatz in dem "Tico-Bus". Die Busse hier halten einfach ueberall wo Leute an der Strasse stehen und lassen alle einsteigen, egal wieviele Leute schon im Bus sind. Es wurde eine ziemlich enge und heisse Angelegenheit. Nach 1.5 Stunden schwitzen im Tica Bus erreichten wir unser Ziel "Quepos". Zum Glueck hatten wir bereits das Hotel gebucht und so konnten wir nur noch einchecken, das Bikini anziehen und in den kleinen Pool springen.
Quepos ist ein Dorf 7km vom Manuel Antonio Nationalpark entfernt. Manuel Antonio ist einer der beruehmtesten Nationalparks hier und es wimmelt nur so von Touristen. Da die Hotels in Manuel Antonio extreeeem teuer sind, schlafen budgetbewusste Touristen in Quepos. Unser Hotel (Hotel Sirena) war wirklich sehr sauber und schoen. Quepos hingegen ist ziemlich schmutzig und es stinkt einfach abartig in den Strassen.
Gestern quaelten wir uns beide stoehnend und ein wenig fluchend aus dem Bett, denn unsere Ruecken und Nacken schmerzten hoellisch und liessen uns wieder an den Boottrip vom Vortag erinnern! Bereits um 7.00h sassen wir
am Fruehstueckstisch und um 8.00h im Bus nach Manuel Antonio. Man glaubt es fast nicht, aber wir mussten bereits 30 Min. anstehen, um in den Park reinzukommen. Im Park gab es viel zu sehen. Trotz der Touristenmasse sahen wir ein Faultier am Baum haengen und Ameisenbaeren Futter suchen. Nach ca. 30 Min. kamen wir an einen traumhaften Strand. Das Wasser war tuerkisblau und klar und der Sand schneeweiss....einfach genial....nur etwas hat nicht ins Bild gepasst....die vielen Menschen am Strand...aber wie wir hatten halt auch diese das Recht dort zu sein! Anschliessend gingen wir einen weniger bewanderten Pfad entlang und fanden einen ganz kleinen schoenen Strand. Dort ging es dann fuer eine Abkuehlung ins warme Wasser...ach war das schoen :-)...Bereits am Mittag verliessen wir den Park. Draussen warteten die Touristen geduldig, bis sie reindurften, denn der Park laesst nur eine bestimmte Anzahl Personen rein.
Im Dorf Manuel Antonio gabs eine Kleinigkeit zu essen und als Carla den "Ketteli"-Markt an der Strasse sah, gabs kein Halten mehr....wir gingen also "z Maert". Nach ca. 10 Min. bemerkte ich, dass mein Bauchtaeschli nicht mehr an seinem Platz war...upsii, dieses hatte ich ja auf die Toilette gelegt, als ich mal kurz musste! Panikartig lief ich
zurueck zum Restaurant und man glaubt es fast nicht, ich hatte ehrlich das ganze Glueck des Tages auf meiner Seite! Eine ehrliche Frau hat mein Bauchtaeschli an der Bar abgegeben. Ich darf gar nicht daran denken wie ich mich gefuehlt haette, wenn meine Kamera mit all den Bildern der letzten 8 Wochen, aus eigener Dummheit raus auf einmal weg gewesen waere...!!!!!
Nachdem wir jeden Marktstand abgeklappert und leider nichts Schoenes gefunden haben, wollten wir noch ein wenig am Strand relaxen. Wir gingen also los und es traf uns beinahe der Schlag. Der oeffentliche Strand in Manuel Antonio sah aus wie derjenige in Rimini! Tausende von Leute, ein Liegestuhl neben dem anderen, Jetskivermietung, "ueber Wasser"-Gleitschirmflug-Anbieter und sogar das gelbe Banana-Speedboat war vorhanden....einfach Horror! Dies ist definitiv nicht das, was man sucht, wenn man in Costa Rica rumreist.
Unseren (vorerst) letzten Sonnenuntergang an der Pazifikkueste haben wir auf einem Huegel in einem sehr speziellen Restaurant genossen. Dieses ist um einen alten Amerikanischen Bomber gebaut. Das riesige Flugzeug wurden drinnen zu einer Bar umfunktioniert und rumherum ein Restaurant gebaut. jedenfalls hatten wir eine traumhafte Sicht auf den Ozean und genossen so den wunderschoenen Sonnenuntergang.
Am Abend gabs noch etwas zu Essen und dann
fielen wir todmuede ins Bett. In der Nacht hatte ich wieder einmal einen meiner Horrortraeume. Ich traeumte, dass eine grosse Spinne im Bett ist und hinter Carlas Kopf hervorkrabbelt und direkt auf mich zukommt. Wie von der Tarantel gestochen sprang ich aus dem Bett und zerrte Carla am Arm mit....Upsi, die Arme, hatte einen riesen Schock und gar nichts mehr verstanden. Als ich da so am Bett stand und versucht habe zu erklaeren, dass ich sie gerade vor einem Spinnenangriff gerettet habe, daemmerte es mir langsam, dass es wohl nur ein Traum gewesen war. Ich weiss nun nicht, ob wir in Zukunft 2 Zimmer buchen muessen, weil Carla Angst hat neben mir zu schlafen!
Nun sitzen wir in Qupos im Internetcafe und warten, bis uns der Interbus abholt. Interbus ist eine Touristenshuttlebus-Organisation. Nach der Horroranfahrt vor 2 Tagen haben wir beschlossen mit Interbus nach Monteverde zu reisen. Monteverde ist ein Nebelwald im zentralen Hochland und ist ein weiterer beruehmter Nationalpark. Dort werden wir ziemlich sicher das erste Mal, seit unserer Ankunft hier, froh um unseren mitgebrachten Pullover und Regenschutz sein. Bin gespannt was alles erleben werden und freue mich schon drauf euch darueber zu berichten....bis dann...tschuess zaeme!!!
Kleines nettes AutoAls wir in Quepos waren sahen wir auf einmal dieses coole Auto, welches aber leider stehengeblieben ist. Jedenfalls schaute Carla nicht schlecht aus der Waesche, als ein Schulfreund von Samara aus dem
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