The world fascinates me!
Auf nach Bogotà
Am 03.08.2010 um 07:30 Uhr gehts endlich auf nach Bogotà. Sofern ich mich nicht unsterblich in einen kolumbianischen Drogenboss verliebe oder mir beim Salsa tanzen in Venezuela das Genick breche, werde ich am 16. Februar zurück in der Schweiz sein.
Für alle die an meiner Reise teilhaben wollen und für alle, die von Zeit zu Zeit sichergehen wollen, dass ich noch nicht im Amazonas verschollen bin, habe ich diesen Blog eingerichtet.
Egal ob ich mit Schrecken feststelle, dass ich mein Zahnbürsteli zu Hause vergessen habe, ob ich beim Hochseefischen ausversehen einen Killerwal an der Angel habe oder ob ich am Kap Horn von Vasco Da Gama träume - hier werdet ihr es erfahren!
(Natürlich nur, wen ich grad nichts besseres zu tun habe und die südamerikanische Infrastruktur es zulässt)
Selbstverständlich freue ich mich auch über eure Einträge in meinem Gästebuch.
Dann bleibt mir nur noch zu sagen: Hasta luego!
Wer denkt, wir seien am Urlaub machen, liegt völlig daneben! Wir haben hier jeden Tag so viel zu tun wie in der Schweiz. Maja lernt Spanisch, ich arbeite an der Rezeption, am Nachmittag haben wir Tanzunterricht und am Abend sind wir jeweils in einem armen Viertel von Cali und unterrichten Kinder in Englisch, besuchen Familien! Daneben korrigieren wir Hausaufgaben und bereiten den Unterricht vor! Aber die Herzlichkeit die uns hier entgegen gebracht wird, entschädigt jede Mühe. Inzwischen kennen uns die Leute im Viertel, nicht schwierig, wir sind wohl die einzigen Ausländer da und unsere Hautfarbe verrät uns hier sofort. Obwohl das Viertel einen schlechten Ruf hat, fühlen wir uns nie unsicher. Es hat sich rumgesprochen, dass zwei Gringas Englisch Unterricht geben und so hat jeder ein Auge auf uns... Wir haben die Kinder schon so ins
... read moreSamstag Nachmittag Ankunft in Gringolandia in Manizales. Schnell wurde uns klar, dass wir in diesem Hotel fehl am Platz sind. Allerdings wurde der Fluchtversuch aus dem Hotel nach 15 Minuten abgebrochen wegen schlechtem Gewissen (auch Serben haben ein Gewissen!). Um möglichst wenig Zeit im Hostal zu verbringen, stürtzte sich das Team Danger ins Nachtleben von Manizales. Begleitet von zwei spitzen Tänzer und zwei Alkoholikern gings bis morgen um 4 in die Casa Fernando. Sonntag Morgen grosses Frühstück (Ei, Arepa, Käse, Chocolate), danach Gondelfahrt mit unseren kolumbianischen Freunden und einem Zürcher. Grosses Geschrei von Paula bei ihrer ersten Fahrt in der Gondola. An der Chilbi in Manizales hat das Team Danger sein ganzes Geld beim Hamsterrennen verloren. Maja hat dafür dem Bullen gezeigt, wo es lang geht (zumindest für 10 Sekunden). Als Rache musste Sabine auf die
... read moreDer Major ist angekommen und hat Glück und Gepäck in der Schweiz gelassen. Seit einigen Tagen verfolgt uns irgendwie eine Pechsträhne, aber wir nehmen es gelassen. Maja ist ohne Gepäck in Venezuela angekommen, es hat in Strömen geregnet, der erste Bus hatte nach 15 Minuten nur noch 3 Pneus (Wartezeit 1,5h) ABER HAUPTSACHE WIR SIND GESUND der 2. Bus ist nie gekommen (Wartezeit 4h, Geldverlust 50 CHF), der 3. Bus führte uns Richtung kolumbianische Grenze in NUR 15 Stunden, bei hitzigen 10 Grad und dröhnender Salsa Musik. An der Grenze wollte uns der Zollbeamte nicht ausreisen lassen, weil der Einreisestempel von Maja unleserlich war. Aber da Serben gute "Genossen" sind, hat der Chavista eine Auge zugedrückt. ABER HAUPTSACHE WIR SIND ZUSAMMEN! Nach einer Dusche in einem Stundenhotel, gings sofort weitere 15 Stunden Richtung Bogota. Endlich in
... read moreOhne Zweifel ist Weihnachten am schönsten zu Hause. Das war jedoch dieses Jahr nicht möglich, also hab ich das Beste draus gemacht. Das Hotel bezahlen hat sich kaum gelohnt über, ich war ca. 2 Stunden pro Nacht im Bett. Die letzte Nacht hab ich bis 05:30 durchgetanzt und um 07:15 war mein Flug nach Bogota. Dank der kolumbianischen Unpünklichkeit hab ichs noch aufs Flugzeug geschafft, vom Flug selbst weiss ich nichts mehr, ich war vollkommen hinüber! Über Weihnachten war Feria de Cali. Das ist eines der grössten Festivals in Kolumbien, es wird getanzt und gefeiert, 7 Tage lang. Mein Tanzlehrer hat uns zu einer Show eingeladen, war hervorragend. Mein Gott, wie er tanzen kann. Ich kann einfach nicht genug davon kriegen. Heute hab ich im Tagesanzeiger einen Artikel gelesen "Wo brechen 2011 Kriege aus", da steht
... read moreEin kleiner Mückenstich hatte es ganz schön insich! So musste ich nach 3 Tagen arbeiten in Sao Paulo das Schlachtfeld schlagartig verlassen. Das Flugzeug in Brasilien hat bereits auf die Starterlaubnis gewartet, als mir klar wurde, dass ein Flug in meinem Zustand nur ziemlich übel (im wahrsten Sinne des Wortes) enden würde. Deshalb hab ich kurzer Hand meine Sachen gepackt und mich vom Chef verabschiedet :-) heute kann ich darüber lachen, damals wars eher weniger lustig! Egal, zurück in Kolumbien hab ich in Bogota im Spital die richtigen Medis erhalten und mich ziemlich schnell kuriert. Bin schon fast wieder in Hochform. Gestern war ich einen Freund besuchen in einem wirklich armen Viertel von Cali, wo die ganzen Flüchtlinge (über)leben. Ich brachte Kleider in eine Stiftung für Minderjährige Mütter. Leute, Leute mir wurde wiedermal bewusst wie verdammt
... read more"bailen con la punta al pie, goce con la punta al pie", tanze auf den Zehenspitzen und geniesse auf den Zehenspitzen! Und so vergeht in Cali keine Minute ohne das irgendwo Salsa getanzt wird. Da es abgesehen von Salsa und Drogen nicht viel gibt in Cali, hab ich die letzten 10 Tage durchgetanzt (damit ich auch ready bin für die Salsa Show und die Schlangenmenschnummer, die meine Arbeits"kollegen" am Skiweekend erwarten!). Ansonsten gibts keine grossartigen Neuigkeiten, meine letzte Busfahrt war ein bisschen una mierda. Der Busfahrer hat "vergessen" am Terminal anzuhalten, so musste ich mitten in der Pampas - also auf der Autobahn nach Cali - aussteigen. Hab wahrscheinlich wiedermal mehr Glück als Verstand gehabt, ist auf alle Fälle nichts passiert. In Buenaventura, was bis vor zwei Jahren noch von Guerillas besetzt war, war ich weit
... read moreBekannschaften können Reisepläne bekanntlich schnell ändern. So hat mich Fränzi überzeugt, mit in den Nationalpark Torres del Paine zum Trekken zu gehen. Mit meinem 15 Grad + Schlafsack und nicht vorhandener Thermounterwäsche war ich also denkbar schlecht ausgerüstet für eine Trekking Tour. Aber hier unten kann man vom Kanu, zur Bratpfanne und Zelt alles mieten. Also zogen wir 4 Mädels los, um anständige Ausrüstung zu besorgen. Hätte uns einer gesagt, was da auf uns zu kommt, hätten wir die 2 Liter Rum wahrscheinlich zu Hause gelassen. Uns wurde dann am 1. Tag ganz schnell klar, dass wir hier nicht auf einem Sonntag Spaziergang sind. 5 Stunden bergauf marschieren mit ca. 12 kg Gepäck auf dem Rücken und kaum war das Zelt aufgestellt, wurde es arsch kalt. Feuer machen verboten! Nach einer schlaflosen Nacht marschierten wir mit
... read moreFreitag 16.00 Boarding auf dem Frachtschiff mit Ziel Patagonien. Kohle für ein 4er Zimmer hatte ich natürlich nicht, deshalb blieb mir keine Wahl und ich verbrachte die 3 Nächte mit 17 anderen Wagemutigen in einer Kajüte ohne Fenster. Bei diesen Voraussetzungen durfte natürlich der Alkohol nicht fehlen. Deshalb ging ich schwer beladen mit köstlichem chilenischen Wein an Board, den ich dann auch mit meiner Schaffhauserbekannschaft teilte. Zum Glück meiner Eltern kann ich sagen, dass ich meinen Traumberuf "Pirat" im wahrsten Sinne des Wortes über Bord geschmissen habe...als wir auf den offenen Ozean traffen, musste ich mich ganzschnell in die Kajüte verziehen und mich mit den "anti-sea-sick-tabletten" von Fränzi abschiessen. Mein eigentlicher Plan war ja mit dem Kapitän und bis auf die Zähne bewaffnet (mit dem CH Armee Messer) die Näche auf der Brücke zu verbringen, um
... read moreIn einer Nacht und Nebel Aktion hab ich meine Pläne wieder total auf den Kopf gestellt und bin nach Valparaiso gepilgert...eine herrliche stadt. Valparaiso ist zu recht unesco welterbe, es ist bisher die schönste stadt, die ich in südamerika gesehen habe. Heute Nacht bin ich nach weiteren 18 Stunden im Bus endlich in Puerto Montt angekommen. Eine typische Hafenstadt, sehr idyllisch, aber kalt. b Kurzentschlossen hab ich mir ein Ticket für die Fähre nach Patagonien gekauft. In einem 18-Bett Zimmer...haha das wird ein Erlebnis, 72 Stunden. Aber ich freue mich, dass wird bestimmt einmalig.
... read moreRichtig, in Argentinien. Nach der Ruhe in Paraguay hab ich gleich am ersten Tag in Argentinien meine Erfahrungen mit den Argentiniern gemacht, die sich offensichtlich selbst für unwiderstehlich halten! Danach war ich froh Holländer und Schweizer zu treffen, ein Europäer hält dir zwar die Tür nicht auf und trägt dir auch die Tasche nicht, dafür versteht er "Nein". In Mendoza waren wir zu viert (2 Holländer, 1 Italo) auf Wein-Probe Tour mit dem Velo, war wirklich ein Spass. Die Holländer haben es innert 20 Minuten geschafft, die Pedalen des Velos abzubrechen, tja dann mussten wir halt die Zeit auf Weingütern verbringen anstatt auf dem Drahtesel...wir waren dann um 21.00 im Bett ;-) Nach Mendoza ging ich in die Berge zwischen Argentinien und Chile, wo der Film 7 Jahre im Tibet gedreht wurde. Wirklich eine beeindruckende Landschaft.
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