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Jens Kirchner Joined: December 21st 2007
Logged in: July 5th 2011
Logged in: July 5th 2011
Travel Blog Posts
Heute gehts auf „große“ Tour. Wir, Xay aus Vientiane und Jonas aus der Schweiz, leihen uns ein paar Motorroller und fahren zu einem Stausee. Auf dem Weg dorthin machen wir kurz einen Stop bei einem Buddhapark, wie es jeder ordentliche Tourist macht. Etwas später kehren wir bei einem lokalen „Restaurant“ ein. Drei Mädels, denen das „Restaurant“ gehört, haben nichts besseres zu tun, als den ganzen Tag das Feuer auf dem Grill in Gang zu halten und sich von zwei übergroßen Boxen tanzend beschallen zu lassen. Fast ein Wunder, dass bei den Bässen die Hütte nicht auseinanderfällt. Und irgendwas ist merkwürdig. Wir lassen es uns erst einmal bei einem Bier gut gehen und genießen das Essen. Dann unterhalten wir uns noch etwas mit ihnen und da fällt bei mir der Groschen wie ein Fels auf die Füße. ... read more
Von der Vientiane, der Hauptstadt Laos, geht es auf eine Tour in den Phou Khao Khouay Nationalpark. Irgendwann wird aus den Straßen eine Löcherpiste, bis sie schließlich ganz zu Staub zerfällt. Wenn man Glück hat, fährt vor einem ein Lkw, welcher Wasser auf die Straße spritzt. Ansonsten hilft nur Luft anhalten und nicht zuviel von dem roten Staub einzuatmen. Im Naturpark sind wir dann gleich von dichten Wäldern umgeben. Raus aus dem Auto, die Wanderschuhe angezogen und ab in den Wald. Unser erstes Ziel ist ein mitten im Wald gelegener Wasserfall. Auf Grund der Trockenzeit tröpfelt er mehr vor sich hin als er fällt, aber dafür ist ein Bad im glasklaren Wasser darin nahezu himmlich. Und dazu flatterten tausende Schmetterlinge in der Sonne um einen herum. Einfach herrlich. Anschließend wandern wir durch das halb ausgetrocknete steinerne ... read more
Im Flugzeug nach Vientiane sitze ich neben einem Herrn, mit dem ich gleich ins Gespräch komme. Er stellt sich mir als Mitarbeiter des Agrarministeriums vor. Er initiere und betreue Projekte in Laos, die den Bauern Alternativen zur hier allgemein üblichen Brandrodung nahe bringen soll. Bei dem Gespräch vergeht der Flug im Flug. Anschließend lädt er mich mit Sack und Pack in sein Auto und er und seine Tochter Vi machen eine ausgiebige Stadtrundfahrt durch Vientiane. Anschließend bringt er mich noch von einem Hotel zum nächsten, da die meisten (in meiner Preisklasse ;-) )ausgebucht sind. Wow, überglücklich dieser Erfahrung schlafe ich abends schnell ein. Nach etwas Tempelbesichtigung mit einem amerikanischen Pärchen auf verspäteten Honeymoon (Hochzeitsreise) bei Regen (was auch sonst, ich fühle mich schon langsam verfolgt) genieße ich das träge vor sich hinplätschernde Leben... read more
Mit einem Propellerflugzeug geht es nach Luang Prabang in Laos. Der Flug ist etwas holprig, da das relativ kleine Flugzeug immer wieder in Luftlöcher fällt. Hinzu kommt noch, dass man irgendwie immer das nicht gerade zur Sicherheit betragende Gefühl hat, dass die Flugzeugnase zur Erde gerichtet ist. Gerade im Landeanflug ist das sehr angenehm. Einen Vorteil hat der Flug: Wir sind schneller als die Regenwolken aus Vietnam. Luang Prabang: Zwischen grünen Bergen, wo sich der Mekong durch das Tal schlängelt, befinden sich prachtvolle Tempel und französische Kolonalarchitektur. Hört sich erst einmal an, wie einige andere Städte auf meiner Reise. Doch etwas ist anders. Es ist hier angenehm still und entspannt. Keine Hektik, alle machen einen freundlichen und gelassenen Eindruck. So finde ich hier keine aggressive Schlepper oder aufdringlichen Händler. Mehr als einmal „Tuk-Tuk, Si... read more
Hoi An ist eine wunderschöne Ansammlung alter Holz- und Kolonialhäuser aus dem frühen 19. Jahrhundert. Eine zwar mit Touristen überfüllte, aber schöne Kleinstadt, in die ich glatt ziehen würde, wenn ich mal alt bin. Da es immer wieder regnet und die Menschenmassen dezent in Restaurants verschwinden ist es relativ ruhig und entspannt. Es macht richtig Spaß durch ruhige Altstadt zu ziehen, in den vielen Bilder-, Klamotten- und vor allem Lampionläden schmökern. Hier kann man echt ´ne Menge Geld lassen. Und die überall, an jeder Ecke und an jedem Baum hängenden bunten Lampions lassen einen schnell den Regen vergessen.... read more
Magda und Pawel sind so lieb und nehmen mich im Auto mit nach Hoi An. Auf dem Weg dorthin halten wir noch für einen kurzen Aufstieg auf die Marmorberge, wo ein weißer Buddha auf uns wartet. Die fünf Marmorberge werden auch der Ort der fünf Elemente Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall genannt. Der Legende nach, handelt es sich bei den fünf Bergen um von Drachen zurückgelassene Eier. Was jetzt die Eier mit den Elementen zu tun haben, erschließt sich mir trotz Nachfrage nicht so ganz, Hauptsache ist jedoch, dass sie nicht schlüpfen. Aber bei dem kalten regnerischen Wetter... Während wir locker die vielen Stufen zu den Tempeln erklimmen, keucht es um uns herum auf jeder Treppenstufe. An den sommerlichen Temperaturen kann es nicht liegen, denn die sind nicht vorhanden. Eher liegt es daran, dass hier ... read more
Eine Zugfahrt, die ist lustig, eine Zugfahrt, die ist schön....vor allem, wenn man sie im Nachtzug in einem Sechs-Betten-Mini-Appartment mit acht Vietnamesen teilt. Eine Liege für mich, eine für eine kräftige Vietnamesin und der Bettenrest wird aufgeteilt, soviel, wie halt reinpassen. Insgesamt sind wir also neun. Meine Liege im Dreistockbett ist ganz oben und des Nächtens muss ich wohl aufpassen, dass ich nicht auf einem zarten Vietnamesen rumtrampele. Es läuft ganz ordentlich und ich werde auch gleich zum Abendbrot, Reis mit Hühnchen und zum Nachtisch Zuckerrohr zum Draufrumkauen, eingeladen. Immer wenn ich dann mein bestes Vietnamesisch: Xin Chao! (Hallo) und Cam On! (Danke) auspacke, ernte ich Lächeln und Nachschlag auf meinem Styroporteller. Satt ist kein Ausdruck und bevor ich es mit meinem Kullerbauch nicht mehr zu meinem Bett hoch schaffe, revangiere ich mich schnell mit ... read more
Es wird erzählt, dass ein Drache mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land riss, als er zur früheren Küste lief. Als er dann ins Meer sprang und eintauchte, wurde das Land überflutet, nur noch die Berge blieben sichtbar. Das muß ja ein ziemlich orientierungsloser Drachen gewesen sein, der da zur Küste gestolpert ist, so viele Furchen, wie der hinterlassen hat. Insgesamt soll es hier nämlich knapp 2000 Kalkfelsen geben, die übrig geblieben sind. Das Wasser umspült nun immer noch die Felsen, also muss er noch irgendwo dort draußen sein. Gut, dass wir auf unserer Fahrt die meiste Zeit in dichten Nebel gehüllt sind und darin auftauchende Felsen auch garnicht aussehen wie Drachenfleischberge. Irgendwie gespenstig, wie der Nebel das Licht, die Sicht und auch die Geräusche wegschluckt. Ein schrilles kurzes Kreischen und ein dunkler Schatten über ... read more
Ein kleiner Auflug in die Karstlandschaft etwas abseits von Hanoi soll mal etwas Abwechslung in die Eintönigkeit der stetig fallenden Regentropfen bringen. Und natürlich findet dieser im Dauerregen statt. Mit dem Bus fahren wir zu einen kleinen Fluss, der sich bis zu unserem in der Ferne sichtbaren Ziel durch Reisfelder schlängelt. An der Anlegestelle sehe ich erst einmal keinen Fluss, nur Boote, soweit das Auge gucken kann. Ich kann sehr froh sein, dass die ganzen Boote hier am Ufer liegen. Denn in Unkenntnis des Umstands, dass wir inmitten einer Festzeit zu einem sehr sehr gut besuchten Pilgerort aufbrechen, kann ich froh sein, dass heute ein ungerader Tag ist. An geraden Tagen sind all diese Boote mit Einheimischen besetzt, die zur Parfümpagode pilgern. Der Fluss schlängelt sich träge durch von Nebel umwaberte Kalksteinklippen, während wir von einer ... read more
Seit Ewigkeiten sinkt nun schon der Flieger Hanoi entgegen und immer ist noch kein Boden zu sehen. Einen kurzen Augenblick vor dem Aufsetzen kann ich eine etwas dunklere Fläche im dichten Nebel erhaschen – eine Landebahn – hoffentlich. Kaum aus dem Flughafengebäude heraus regnen nicht nur Taxifahrer auf einen ein, sondern auch große Wassertropfen vom Himmel bei um die zehn Grad, also auch nicht viel besser als zu Hause. Im Hotel erfahre ich, dass es gerade angefangen zu regnen und es auch die nächsten Tage so bleiben wird. Für mich hätte das allerdings den Vorteil, dass weniger Touristen, weniger Vietnamesen und vor allem weniger Taschendiebe in den Straßen unterwegs sind. Und tatsächlich, die Straßen in der Altstadt sind im Gegensatz zu Saigon relativ leer. Obwohl kaum Verkehr ist, hupen die paar Mopeds und Autos die ganze ... read more
































