Carolin Polter

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Travel Blog Posts


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November 18th 2012

Oh Familie und Freunde! Nun weiß ich ja, dass ihr wisst, dass ich schon seit einer Woche mein Dasein in China friste. Trotzdem mag ich, gut Deutsch, die Reihenfolge nicht brechen und euch ein paar Sachen über Jordanien erzählen. Der Plan lautete ursprünglich die kompletten drei Wochen in Wadi Rum bei einer Beduinenfamilie zu verbringen. Ein bisschen mit den Touristen im Wüstencamp aushelfen, ein bisschen Englischunterricht für die Kids geben. Klingt einfach. Klingt schön. Es war beides oft, aber bei weitem nicht immer. Am Ende bin ich nach zwei Wochen gegangen. Aber dazu später. Ankommen in Wadi Rum war großartig. Aus dem angeblichen Direktbus an einer Highway-Gabelung rausgeschmissen, kam ich im Touristencenter mal wieder als Tramper an. Meine Nase an der Autoscheibe war platt; ich war es auch. Wadi Rum ist ein riesengroßer Sandkasten, in dem ... read more



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November 5th 2012

Bus 21 sieht um einiges abgewrackter aus, als die grünen Intercity-Busse von Egged. Die Klappen der Lüftungsschlitze sind kaputt und eisig kalte Luft bläst mir in den Nacken. Zu dumm, dass ich mein neues Palästinensertuch erst ein paar Stunden später kaufen werde. Um mich herum sitzen braun gebrannte Männer mit Silberketten um den Hals und Frauen in langen Gewändern und Kopftuch. Die Schilder vor dem Fenster kann ich nicht lesen. Das hebräische Aleph-Beth existiert in den Straßen um den arabischen Busbahnhof in Ost-Jerusalem kaum. Die Fahrt dauert vielleicht 45 Minuten. 40 Minuten davon schelte ich mich selbst für meine gemischten Gefühle und das beklemmende Gefühl, dass mir sämtliche Vorurteile gegenüber der arabischen Welt, in die Brust gezwängt haben. Schon von Weitem ist die massive Betonmauer zu sehen und ironischerweise springt mir das Wort "Ghetto" in den ... read more



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October 22nd 2012

Die Zeit ist knapp. Drum mach ich´s kurz und sprech in Bildern. Ein paar Erläuterungen müssen sein: Am 4. Oktober war ich mit drei netten Mädels, die ich vorher eigentlich gar nicht kannte (Freunde von Freunden von Freunden) auf einem Musikfestival in der Wüste. Gesehen haben wir viel junges Gemüse, Asaf Avidan und Balkan Beat Box. Konzerte in Israel sind spärlich gesät, aber immer spaßig weil jeder oberkörperfrei mit seinem T-Shirt wedelt und sich alle gegenseitig ins Gesicht grinsen. Nach den Konzerten haben wir am En Gedi Beach direkt am Toten Meer geschlafen. Die Sonne ging gegen 5 Uhr auf. Da bin ich kurz aufgewacht und hab gestaunt, weil sie gefunkelt hat wie ein rosaroter Rubin und die See war so stille, dass ich darauf Schlittschuhlaufen wollte. Um 7 hat uns die Hitze zurück ins Auto ... read more



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October 20th 2012

20 Fotografen und ein professionelles Filmteam lohnen sich anscheinend doch. Es ist ein Hip Hip Hurra, denn die Hochzeitsbilder sind da. Anschauen und für gut befinden!... read more



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October 14th 2012

Als ich im März meine Freunde in den Golan-Höhen besuchte, war die Spitze des Hermon, des höchsten Berges, in Schnee getunkt. Das Wasser im Jordan war eisig. Die Strömung teilweise gefährlich. Die Hügel saftig grün, mit bunten Blumen betupft. "Wenn du wieder kommst, wird das anders sein", hat mich Tamar damals gewarnt. "Dann ist alles gelb." Für mich war das schwer vorstellbar und somit war ich umso überraschter, fast entsetzt sogar, als ich meinen geliebten grünen Norden an Liors Jungesellinnenabschied erstmals nach Wasser lechzen sah. Das grüne Gras ward zu vertrocknetem Gestrüpp, dass gerne Beine piekst. Der Hermon schien nackt, ohne sein weißes Kleid. Als ich aber nach einiger Zeit im Zentrum zurückkam, war ich aufs neue verliebt. In Gold. Eines der schönsten Dinge in der Region, losgelöst von der Färbung der Hügellandschaft, sind die Vögel. ... read more



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September 28th 2012

Wann immer ich mich mit Freunden außerhalb privater Räume bewege, werden wir von allen Menschen nur auf Englisch angesprochen. Bei unserer Wüstenwanderung nach Ein Akev, lauschte Lior, wie sich die israelischen Tourguides darüber freuten, die unbeholfenen Touristen ausfindig gemacht zu haben. Als sie dann eine ihrer Aussagen auf Hebräisch kommentierte, taten alle mehr als überrascht. "Ach, ihr seid also gar keine Touristen?" - "Sie ja, ich nein!" Anders sein färbt anscheinend ab. Dabei ist gerade Tel Aviv eine der buntesten und lebhaftesten Städte, die ich je gesehen habe. Man mag wohl nicht unrecht haben, hier den Vergleich zu Berlin zu ziehen. Auch hier tragen Hippster bevorzugt nur Klamotten aus Omis Kleiderschrank. Sie kommen mit Nasenring, Jutebeutel, Hund und einem Arm voller Tattoos. Jungfamilien fahren in VW-Beetle-Fossilien durch die Gegend, den Kindersitz neben de... read more



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September 23rd 2012

Am 21. September 2012 gegen 15.30 Uhr steckt Amit Ben David der zukünftigen Lior Blom Ben David einen goldenen Ring an den Finger. 350 Hochzeitsgäste! Rasten! Aus! Eine jüdische Chatuna, DIESE jüdische Chatuna, war wohl das bisher großartigste Fest, dem ich beiwohnen durfte. Statt des respektvollen Schweigens, dass deutschen Brautpaaren entgegengebracht wird, während sie anmutig durch schwere Kirchtüren zum Altar schreiten, werden Israelis auf dem Weg zur Chuppa, dem kleinen Baldachin unter welchem der Rabbiner Liebende vermählt, wie Rockstars gefeiert. Es wird gekreischt und geKULULULULULUUUUT bis zur Stimmbandentzündung. Scharenweise wird nach Taschentüchern gegriffen. Ob die Tränen von Atemnot, emotionaler Mitgerissenheit oder purem Glück rühren, ist schwer zu sagen. Für mich war es wohl eine Mischung aus allem. Lior und Amit sind seit 8 Jahren zusammen. Ich gla... read more



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September 15th 2012

Mit jeder neuen Mail, jedem neuen Eintrag hier fällt es schwerer den Schalter von Englisch zurück auf Deutsch zu drücken. Viele meiner Freunde hier fragen mich, wieso ich nicht in Englisch schreibe. Ich antworte dann immer: "Wegen der Familie. Die sprechen kein Englisch." Tatsächlich ist es wohl aber auch für mich, zum Selbstschutz, damit ich zwischen all den Englisch- und Baby-Hebräisch-Erlebnissen, meine eigene Muttersprache nicht verliere. Nach meinem ersten Abstecher zurück in den Norden, ging es ein paar Tage darauf ans andere Ende des Landes - in die Negev. Vor etwas mehr als einer Woche sind Lior und Amit in den gelbbraunen Süden gezogen. Ihr neues Heim heißt Mizpe Ramon und hat einen 8 mal 40 Kilometer langen Krater (Gottgeküsst!) vor der Haustüre. Zu dritt in Tel Aviv gestartet, saßen wir ab Be´er Sheva (die umgangssprachliche ... read more



KULULULULULULU!!!!

Published: September 10th 2012Middle East » Israel » North District » Golan
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September 9th 2012

Gerade habe ich versucht in der Dusche das Wasser kalt zu stellen. Erfolglos. Handwarm ist die maximale Ausbeute, die sich eine, nach Erfrischung gierende, Deutsche erhoffen kann. So schlimm, wie anfangs gedacht, ist die Hitze hier aber gar nicht. Tatsächlich scheint so mancher meiner israelischen Freunde sogar mehr zu schwitzen als ich. In Folge dessen werden auch, sobald das Haus betreten, alle Fenster und Türen luft-, wärme-, moskitodicht verschlossen und am hellichten Tag das Licht angeschaltet. (Bäh!) Am Wochenende war ich auf Liors Jungesellinnen-Abschied. Wer sich jetzt einen Haufen quietschender End-Zwanziger mit rosa Häschenohren auf dem Kopf und einem Spirituosen-befüllten Flecht-Korb in den Händen vorstellt, liegt aber falsch. Zum Ersten: Israelis quietschen nicht, sie Kulululu-len! Dabei schlägt die Zunge, flügelflatternd (und gemeint ist Kolibri, nicht Schwan ... read more



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September 5th 2012

Während der letzten fünf Wochen in Israel hatte mein Bauch das Privileg an insgesamt drei jüdischen Feiertagen/-wochen teilzuhaben. Rosh Ha Shana, Jom Kippur und Sukkot, welcher vor zwei Tagen endete. Somit sollten nun wohl auch die Bedenken meiner Freundin Lior, ich esse zu wenig (????), (ich fand sie nach meiner Ankunft entsetzt am Fleisch meiner Zweigärmchen zupfend) zerstreut sein. Rosh Ha Shana ist das jüdische Neujahrsfest. Es begann am Abend des 16. Septembers und endete am Abend des 18. Die wörtliche Übersetzung ist "Kopf des Jahres", worauf sich wohl auch die Speisenauswahl auf vielen Familientafeln beruft. "Im Prinzip ist es ein Teller gefüllt mit den widerwärtigsten Dingen, die du dir vorstellen kannst." Maya hatte es wirklich drauf, mich in Festtagslaune zu heben. Fisch- und Schafsköpfe kommen auf einen traditionellen Rosh Ha Shana Tisch - damit man ... read more






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