Regentage


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December 18th 2009
Published: December 20th 2009EDIT THIS ENTRY

Der berühmt-berüchtigte Regen von Hue begleitete uns auch während der Zugfahrt von Hue weiter Richtung Süden. Mit üppigem Grün überwucherte Berge, ein positiver Aspekt des vielen Regens, verliefen parallel zur Strecke auf der rechten Seite, während sich links davon das Meer im Nebel verlor. Nur die Bahngleise und die Hauptstraße befanden sich zeitweise dazwischen.

Da Hoi An keinen Bahnhof hat, mussten wir von Danang aus auf der Straße weiter reisen. Am Bahnhof hatten wir einen in Australien lebenden Hongkong-Chinesen und einen australischen Doppelgänger von Dirk Bach kennen gelernt. Wir entschlossen uns, gemeinsam eine Fahrtmöglichkeit nach Hoi An zu organisieren. Dirk Bach erwies sich als gewiefter Feilscher und konnte so einen Wagen für 200.000 Dong für 4 Personen erhandeln, also 50.000 pro Person. Als sich jedoch herausstellte, dass in dem Wagen noch zwei weitere Fahrgäste saßen, weigerte er sich so lange einzusteigen bis der Fahrer einen Preis von 40.000 pro Person akzeptierte (zur Erinnerung: 27.000 dong = 1 €).

In Hoi An angekommen versuchte der Fahrer natürlich erst, uns in einem Hotel seiner Wahl abzusetzen. Dirk Bach und sein chinesischer Kumpel hatten bereits anderswo gebucht, aber das machte dem Fahrer nichts aus. Er behauptete gar, das andere Hotel sei zu weit weg und zu teuer. Cloud, ich und die beiden anderen, die noch im Auto saßen, ließen uns schließlich bei einem Hotel absetzen, das in einer größeren Hotelgegend lag. Nach einigem Suchen konnten wir ein größeres Zimmer mit Balkon, Bad, TV und Kühlschrank, aber ohne Klimaanlage für 11 $ ergattern (ursprünglich wollten sie 12 $, aber Cloud fragt immer grundsätzlich nach einem Rabatt).

Leider ließ der Regen die ganze Zeit bis auf kurze Unterbrechungen nicht nach. Wir können sogar noch von Glück sagen, da hier noch letzten Monat Land unter gewesen sein soll. Vor ein paar Wochen ist hier nämlich die Taifun-Saison zu Ende gegangen und die Gegend um Hue und Hoi An wird regelmäßig von Überschwemmungen heimgesucht.

Trotz des Regenwetters habe ich mir am nächsten Tag das Altstadt-Ticket gekauft, das es erlaubt, eine bestimmte Auswahl von Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. (Cloud war das Ticket für etwas, das angeblich 90% chinesisch ist zu teuer) Hoi An war im 16. und 17. Jhd. ein wichtiger Hafen für den Außenhandel und es bestanden große chinesische und japanische Gemeinschaften, was sich beispielsweise an einer überdachten japanischen Brücke oder chinesischen Versammlungshäusern äußert.

Mit dem Altstadt-Ticket konnte man sich beispielsweise eines von drei Versammlungshäusern aussuchen (im meinem Fall das kantonesische). Auch eines von mehreren alten Häusern war zu besichtigen. Das Tan-Ky-Haus, das ich mir anschaute, wird bereits in der 7. Generation von der selben Familie besucht und vereint vietnamesische, chinesische und japanische Elemente. Im Gegensatz zu den anderen Sehenswürdigkeiten erhielt ich hier eine persönliche Begrüßung mit grünem Tee und einer kurzen Einführung. Weitere Orte, die ich mir ansah, waren der Quan Cong Tempel (eigentlich durfte man entweder die japanische Brücke oder den Tempel besichtigen, aber an der Brücke hat niemand das Ticket überprüft), sowie das Museum für Geschichte und Kultur (eines von vier Minimuseen). Außerdem konnte man sich noch eine Folkloreveranstaltung ansehen, worauf ich aber verzichtet habe.


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27th August 2010

Hai An
Die Fokloreveranstaltung ist wirklich sehenswert, natürlich total für die Touristen aber nichtsdestotrotz lohnt sich der Besuch dort.
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