(Dies ist bereits mein 2. Eintrag. Doch der erste ist spurlos verschwunden. Also nochmal;)
Paradies. Sonne. Strand. Palmen. Haengematten. Nichtstun.
Das kann ich momentan ueber Phu Quoc sagen. Doch ich will euch zuerst etwas ueber meine Reise hierhin berichten. In Hoh Chi Minh habe ich meinen Tag wie folgt verbracht: ich habe den Botanischen Garten besucht, ich dachte ja, man koenne bei einem Botanischen Garten nicht viel falsch machen, doch wieder einmal mehr, haben mich die Vietnamesen vom Gegenteil ueberzeugt. Ein Botanischer Garten hier heisst ein paar Baeume, kleine Wiesen, ein Zoo mit allen moegliche Tieren und ganz vielen Karussellen und Spielplaetze fuer die Kinder. Laute Musik, Animationen direkt neben dem Giraffen und Elefantengehege. So stellt man sich doch einen Platz der Ruhe und Gemuetlichkeit vor, oder? Aber wie gesagt, mich erstaunt hier eigntlich nichts mehr. Auf meinem 1stuendigen Spaziergang zurueck kam ich noch am Unabhaengigkeitspalast vorbei, den ich dann auch noch besichtigt habe. Doch es war nicht so berauschend, deshalb keinen Kommentar hierzu. Um 21 Uhr fuhr mich dann ein Motobike durch die halbe Stadt zu einem Busbahnhof. Nach einer kurzen Wartezeit kam ein Bus und man lud mich ein. Nach wenigen Minuten kamen wir zu einem anderen Busbahnhof, der total unter Wasser stand. Ich hatte schon Angst, dass ich meinen Bus nicht finden wuerde, doch ich traf einen netten Vietnamesen, der ebenfalls nach Phu Quoc reiste und mich die ganze lange Reise ueber begleitete. Mit meinem Rucksack watete ich also durch die braune Bruehe und stieg in den Minibus ein. 14 Vietnamesen und ich sassen eng zusammengepfercht im Bus und los ging es. Bremsen ist fuer den Fahrer anscheinend ein Fremdwort, denn er sauste in atemberaubendem Tempo durchs Mekong Delta. Bei jedem Hoegerli flog ich in die Luft, ein Wunder dass ich jedesmal wieder auf meinem Sitz gelandet bin. Um 4 Uhr morgens kamen wir in einem kleine Kaff an und es hiess Endstation. Ich dachte ja, die Reise wuerde viel laenger dauern doch bei diesem Tempo ueberraschte es mich nicht. Ich war ziemlich froh, dass der Vietnamese Luc bei mir war, denn morgens um vier in einem verlassenen kleinen Doerfchen alleine zu sein, haette mir doch ziemlich Angst gemacht. 2 Motobike fahrer redeten auf uns ein, doch Luc wimmelte sie ab. Auf dem Weg zum Hafen sagte er, die beiden haetten mich linken wollen. Sie haetten viel zu viel Geld von mir verlangen wollen und deshalb haette er beschlossen zu laufen. Mit mir. Ist das nicht nett? Am Hafen angekommen waren wir natuerlich viel zu frueh und so legten wir uns auf eine Bank und schliefen. Um 7 weckte mich Luc, es war Zeit an Bord zu gehen. 3 Stunden auf der Faehre und meine Muedigkeit verschwand. Es war herrlich. Am Hafen angekommen half mir Luc ein Motobike zu einem anstaendigen Preis zu finden und nannte mir ein billiges Hotel, wo ich schlafen koennte. Ich war ihm sehr dankbar fuer seine Hilfe. Er war genau das, was ich nach Hanoi gebraucht habe. Mit dem Motobike gings dann quer ueber die Insel, vorbei an tollen Haeuschen und atemberaubender Landschaft. Im Hotel angekommen, brauchte ich nicht lange, mich zu entscheiden, ob ich es nehmen soll oder nicht. Es sind viele kleine Bungalows direkt am Meer, Preis/Leistungsverhaeltnis stimmt absolut. Ich habe mir natuerlich kein Bungalow direkt am Strand gemietet (muss ja ein bisschen aufs Geld schauen) sondern eins weiter oben fuer 10 Dollar, doch ich zahle nur 8 weil ich eine Weile bleiben werde. Perfekt, oder?
Den Tag gestern habe ich dann am Strand verbracht, habe gelesen, gebadet, mir einen Sonnenbrand reingezogen und in der Haengematte gedoest. Abends habe ich mir Reis und Tofu in einem Strandcafe gegoennt. Um 20 Uhr ging ich ins Bett und heute um 13Uhr bin ich aufgewacht. War wohl doch etwas anstrengend, die lange Reise hierhin. Zum Fruehstueck/Mittagessen gabs dann leckere Fruehlingsrollen und einen Vietnamesischen Tee fuer umgerechnet 25 Rappen (also nur der Tee), die Fruehlingsrollen kosteten 1.50. Anschliessend gings ab in Meer, habe meine Taucherbrille und den Schnorchel montiert und die Unterwasserwelt erforscht. Dann ab in die Haengematte, wieder ins Wasser, Haengematte u.s.w. Um 17 Uhr machte ich mich auf den Weg ins La Verdana Resort, wo Nick, ein Schweizer Freund von Freunden arbeitet. Ganze 50m musste ich hierfuer laufen, krass. Er sagte mir dann, was es hier so alles zu besichtigen gibt, wo man aufs Internet kann, wo man Buecher wechseln od. kaufen kann und wo es die billigsten Motobikes zum Mieten gibt. Nun sitze ich also in diesem exklusiven Resort, trinke ein teures Bier und bin gratis auf dem Web. Toll.
Morgen will ich dann mal die Insel erforschen, sofern ich nicht wieder bis um 13 Uhr schlafe. Es soll hier tolle Wasserfaelle, Naturbassins, faszinierende Straende und eine einmalige Natur geben. Im nahegelegenen Staedchen solls auch Internetcafes geben und sobald ich dann mal dort bin, werde ich euch mit Bildern des Paradieses versorgen. Also falls ihr in den naechsten Tagen nichts von mir hoert, dann bin ich entweder unter Wasser, am Strand, in der Haengematte oder auf dem Motobike. Aber ganz bestimmt geht es mir hervorragend und ich geniesse es zu leben.
Sende euch aus Phu Quoc (es gibt hier ueberigens einen ganz speziellen Phu Quoc Hund, dessen Rueckenhaare in die "falsche" Richtung wachsen) tausend und eins liebe Feriengruesse.
Haengematten Simi
Part of trip:
Cambodia and more
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Hallo Simi
Das klingt alles sehr Traumhaft! Freue mich schon auf die Bilder!!!
Liebi Grüess Sarah
Liebe Simi. mit Interesse und Freude haben wir deinen neusten Bloggeintrag gelesen. Wie schön, dass du ein so paradiesisches Plätzchen gefunden hast und auch mal Zeit hast, einfach alle Viere auszustrecken...Momentan sind wir auch froh für jede Gelegenheit, die sich uns hier bietet, dies zu tun.... die Schweiz "übersüüdet" fast - 35Grad und mehr. Einfach super, gell. So sei ganz lieb gegrüsst und umarmt von uns und b'hüet di Gott.
Liäbi Simi!
Du siehst einfach fantastisch aus und ich sehe: es geht dir trotz exotischen Mehrbeinern sehr gut! Da bin ich aber froh und ich hoffe, dann auch solch wunderbare Sonneuntergänge zu sehen. Ich nehme an, das sind Sonnenaufgänge, denn meine Simi ist ja meinsten noch nicht auf, wenn die Sonne aufgeht. Das sieht ja aus wie in der Karibik! Aber es ist auch hier schön. Als ich in Bern war, habe ich dich schon vermisst. Es kamen mir viele Erinnerungen daran, wo wir überall waren, was wir wo und wann unternommen haben.
Pass uf dich uf, drück di pfpfpfpf
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