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Published: June 23rd 2012Asia » ThailandJune 17th 2012
11.06.12
Ich wusste noch nicht, ob ich noch eine Nacht hierbleiben oder bereits nach Kanchanaburi gehen soll. Ich packte schon mal mein Gepäck zusammen. Draussen unterhielt ich mich etwas mit Jozef. Er wollte mich zu einem Kaffee einladen, doch ich hatte erst gerade Frühstück und musste endlich weiterkommen mit meinen Fotos, so lehnte ich sein Angebot dankend ab. Gegen 11.00 Uhr ging ich zurück auf das Zimmer und konnte mich einfach nicht entscheiden, was ich nun machen soll. Eine halbe Stunde später wurde ich von einem Touristen informiert, dass Jozef unten auf mich wartet. So ging ich nach draussen und er erzählte mir, dass er bereits eine halbe Stunde wartete, doch niemand kam seiner Bitte nach, mich zu rufen. Er selbst konnte leider nicht zu mir kommen, da er einen gebrochenen Fuss hat und ihn die Leute nicht mit den Schuhen die Treppe hochgehen lassen. Ich war zutiefst enttäuscht, wie die Leute hier mit ihm umgehen. Er durfte gestern schon nicht hier einchecken, weil sie keine Lust haben, den anderen Gästen zu erklären, weshalb er Schuhe tragen darf und alle anderen Gäste nicht. Ich fragte den Mitarbeiter, weshalb es nicht möglich war, mich zu rufen. Er meinte jedoch nur, Jozef hätte
ja zu mir kommen können. Ich wollte ihm erklären, dass er einen gebrochen Fuss habe und er ohne Schuhe nicht laufen könne. Dann sagte er, ich hätte ja hinunter kommen können und ich entgegnete ihm, dass ich nicht wusste, dass Jozef hier war. Komischerweise war jetzt der Mitarbeiter wütend auf mich und er sagte, wenn es mir nicht passe, könne ich ja gehen. Die Thailänder werden immer wütend, wenn sie merken, dass sie im Unrecht sind und ihnen die Argumente ausgehen. Sie sind einfach solche Ignoranten, ich hasse das! Aber immerhin machte es meine Entscheidung einfacher. Fünf Minuten vor 12.00 Uhr checkte ich schliesslich aus. Als ich denselben Herrn nochmals nach dem richtigen Bus zum Busterminal fragte, ignorierte er mich schon wieder und lief davon. Als er zurück kam, fragte ich ihn nochmals und er sagte, ich solle eine andere Person, die hier arbeitet, fragen. Mein Gott, ich war auf 180 und konnte mich kaum wieder einkriegen. Gegen 13.00 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Busterminal. Dort angekommen, musste ich den richtigen Bus finden. Komischerweise ist der Minivan günstiger als der normale Bus, so langsam verstehe ich die Dinge nicht mehr. Als ich mich endlich für den Minivan
entschieden hatte, da ich den wirklich günstigen Bus nicht fand, wollten sie mir für das Gepäck nochmals den halben Preis draufschlagen. Nach einigem Diskutieren sass ich endlich im Minivan ohne das Gepäck mitzuzahlen. Wäre auch bekloppt gewesen, denn der Minivan war halb leer und somit genügend Platz. Die Fahrt war das Beste vom heutigen Tag, richtig ruhig und gediegen. Als ich im selben Hostel wie vor ein paar Monaten ankam, war das günstige Zimmer wieder nicht vorhanden. So musste ich mir halt ein teureres Doppelzimmer nehmen, aber der Preis war immer noch günstig. Und nun war als erstes die feine Pizza angesagt, darauf habe ich lange gewartet. Abends kommunizierte ich mit Simen, den ich während meiner Lateinamerikareise kennen lernte. Wenn dieses Mal alles klappt, werde ich ihn nach Jahren am Sonntag in Bangkok treffen - so cool!
12.06.12
Heute morgen wollte ich endlich anfangen, all meine Pendenzen zu erledigen. Als ich mich jedoch im Facebook etwas durchklickte, entdeckte ich, dass ein junger Mann, den ich mit seiner Familie in Mexiko kennenlernte, verstorben ist. Mir kullerten gleich ein paar Tränen hinunter und so schrieb ich zuerst eine kurze Nachricht an seine Familie. Einmal mehr merke ich, wie ich Lateinamerika und
die Herzlichkeit der Menschen vermisse. Irgendwann setzte ich mich im Restaurant hin, um meine Arbeiten besser erledigen zu können als im heissen Zimmer. Ich verbrachte den Rest des Tages am Computer, bis mich zwei Männer fragten, ob ich mit ihnen in eine Bar gehen möchte. Ich packte all meine Sachen zusammen, machte mich frisch und traf mich kurze Zeit später mit Ryan und John. Wir spielten etwas Billard. John verabschiedete sich schon nach kurzer Zeit, so spielte ich mit Ryan weiter. Irgendwann kehrten auch wir zum Hostel zurück. Er spielte noch ein paar Lieder auf seiner Gitarre, es war eine schöne Stimmung. Er war jedoch schon ziemlich müde, ich hingegen genoss noch eine Weile in der Hängematte.
13.06.12
Je weniger ich mache, umso müder werde ich. Es war ziemlich schwül draussen, so konnte ich kaum still sitzen und arbeiten. Am Nachmittag verweilte ich etwas in der Hängematte, danach machte ich ein Nickerchen. Erst gegen 17.00 Uhr setzte ich mich wieder ins Restaurant zum essen und arbeiten.
14.06.12
Nachdem ich Stunden mit Fotos sortieren verbracht hatte, konnte ich endlich meinen ersten Myanmar-Blog veröffentlichen. Zwischendurch unterhielt ich mich immer wieder mit meinen Zimmernachbarn. Zudem machte ich einen kurzen Spaziergang, um
meine Reisebücher einzutauschen, leider erfolglos. Ich setzte mich wieder ins Restaurant, da es der einzige Ort im Hostel ist mit Internetverbindung. Das Essen hier ist so gut, dass man nicht einmal das Areal verlassen muss. Ich verbrachte den Abend also wie immer im Restaurant und lauschte der schönen Musik der Liveband.
15.06.12
Ich stand früh auf, doch nur schon kurze Zeit später war ich wegen der Hitze wieder so müde, sodass ich mich nochmals hinlegte. Als ich mich wieder ins Restaurant setzte, bestellte ich mir wieder einen feinen Lassi. Doch dieses Mal kam meine Bestellung nicht wie gewünscht. Als ich sagte, dass es nicht das Richtige sei, beschwerte sich der Kellner, ich hätte aber auch immer etwas auszusetzen. Komisch, ich bestellte das erste Mal bei ihm und hatte bisher nichts an den Drinks und am Essen auszusetzen, lediglich daran, dass ich immer eine halbe Stunde warten muss, bis ich bedient werde. Weshalb, verdammt nochmal, soll ich mich nicht beschweren, wenn er nicht fähig ist, das zu bringen was ich bestelle? Es ist ja nicht so, dass ich wütend werde, ich möchte lediglich das haben, was ich bestelle und wofür ich bezahle. Ich blieb freundlich und beschloss, nichts mehr ausser
dem Nachtessen zu bestellen, um ja keine weiteren Probleme zu erzeugen. Das Hostel ist wirklich sehr schön und gediegen, das Essen sehr gut, aber die Leute könnten einen in den Wahnsinn treiben vor lauter Unfreundlichkeit. Zum Glück bin ich nicht alleine dieser Meinung, man hört es immer wieder. Zudem bekam ich vor meinen Augen mit, dass ein Gast, der sehr lange nicht bedient wurde, das Restaurant wieder verliess. Man müsste die Mitarbeiter einmal filmen, sie stehen in Massen nur dumm herum, spielen Spiele auf dem Laptop, telefonieren, rauchen oder tun sonst irgendwas, aber wenn ein Gast kommt, bemerken sie es nicht einmal.
16.06.12
Ich genoss, wie jeden Morgen in diesem Hostel, die angenehme Ruhe und das Frühstück an meinem Tisch gleich vor meinem Zimmer. Ich las ein wenig im ausgeliehenen Buch, eine schöne Abwechslung zum Computer. Heute war es Zeit, ein paar eMails zu beantworten, womit ich wieder fast den ganzen Tag verbrachte.
17.06.12
Um die Mittagszeit checkte ich aus. Ich unterhielt mich noch kurz mit Lisa, welche ich gestern ganz kurz kennenlernte und John. Dann machte ich mich auf den Weg zum Busterminal. Ich wurde per Zufall von einem Thailänder bis dorthin mitgenommen. Mit dem Minivan ging
es zurück nach Bangkok. Der Fahrer war wieder einmal sehr schnell unterwegs, was nicht immer angenehm war, vorallem auf dem hintersten Sitz, da einem die Fahrt noch schneller vorkommt. Dank einem Touristen fand ich noch ein günstigeres Zimmer, welches zudem noch in einer ruhigeren Gegend liegt. Um 19.00 Uhr traf ich Simen in der Khao San Strasse. Ich freute mich sehr, ein bekanntes Gesicht zu sehen und mit ihm wird es nie langweilig, da er immer ein paar interessante und lustige Geschichten zu erzählen hat.
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