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Thailands flagPublished: February 1st 2010Asia » Thailand » North-West Thailand » Sukhothai
February 1st 2010

Markt statt MigrosMarkt statt Migros
Markt statt Migros

Hier gibts eigentlich alle Lebensmittel zu kaufen... Die Früchte sind aber mit Abstand am shcönsten anzuschauen
Zu Beginn gleich einmal die Sache mit dem sauber machen des Hinterteils... Das war lief so, dass ich ziemlich bald einmal nach WC-Papier gefragt habe da in meinem Haus noch keines vorhanden war als ich ankam und ich noch nicht so vertraut war mit den Läden und so hier. Deshalb habe ich mal bei einem Znacht auf das WC-Papier gezeigt um welches für mein Haus zu bekommen. Sie gaben mir dann auch tatsächlich welches mit und lächelten wie immer ein wenig dazu. Später stellte ich dann fest, dass sie nirgendwo in den Toiletten WC Papier hatten. Sie brauchen es lediglich als Serviette auf dem Esstisch. (Was übrigens sehr praktisch und viel günstiger ist, da man nur immer so viel abreisst wie man gerade braucht). Von Manuel habe ich dann erfahren, dass die Hochdruckleitung die neben jeder WC-Schüssel nicht ein Ersatz für eine WC-Bürste ist, nein sie ist um sich den Hinterteil abzuspritzen. Sozusagen ein günstiger Klosomat. Da ich nicht besonders auf ein nasses Hinterteil scharf bin habe ich mir dann später halt selbst eine grosse Packung WC-Papier gekauft.
Apropos scharf... An das Essen gewöhne ich mich immer mehr und das ein bischen scharfe Esse ich bereits sehr gern. Das sehr scharfe
GeisterhausGeisterhaus
Geisterhaus

Auf jedem Grundstück wird zuerst ein Minihaus gebaut für die Geister denen man das Land wegnimmt. So können auch die Geister in einem Haus leben.
hingegen meide ich nach wie vor (sehr schrfer Reis ist der Farbe nach zu vergleichen wie ein Tomatenrisotto, einfach mit Chilli). Inzwischen habe ich auch den Vorteil des scharfen Essens entdeckt. Denn wenn man sich mal daran gewöhnt hat ist es nicht so, dass das scharfe Essen einfach dem Essen den ganzen Geschmack nimmt, nein im Gegenteil. Jeder von euch kennt wahrscheinlich das Gefühl, das der ganze Gaumen zu brennen scheint bei zu scharfen Speisen. Wenn man sich daran gewöhnt hat ist es einfach so, dass sich der Geschmack der restlichen Gewürze im Gaumen verteilt, so dass man einen echt guten, vollen Geschmack verspürt. So wird aus einfachem Reis mit Gehacktem ein richtiges kulinarisches Höhenflug.
Eine andere Eigenart ist wohl die „Mehr Schein als Sein Mentalität“ die man hier überall sehen kann. Es wird wie schon berichtet sehr viel Wert auf's Äussere gelegt. Das merkte ich beim Foto machen für meine Working Permit. Da geht man in einen Laden und bestellt Passfotos. Danach wurde ich in einen Raum geführt in dem ein Hemd, Krawatte und Anzug hingen. Mit Handzeichen machte man mir dann klar dass ich das Anziehen soll. Also zog ich diese Dinge über meine kurzen Hosen und T-shirt
SchreinSchrein
Schrein

Jedemenge Schreine gibt es überall, besonders gross und prunkvoll aber dort wo viel Geld ausgegeben werden soll -- > Shopping Centren.
an. Sah etwas komisch aus, aber auf einem Passfoto sieht man die Beine ja sowiso nicht. Ein paar klick's und „Please Smile“ später war das ganze schon vorbei und ich konnte mit ca. 20 Passfotos auf denen ich wie ein echter Geschäftsmann aussehe nach Hause gehen. Macht sich übrigens besonders gut in meiner Working Permit.... Aber auch an vielen anderen Orten merkt man diese Mentalität
Viele Leute laufen hier langärmlig rum und zum arbeiten trägt man einen grossen Hut, dass hat den Grund, dass hiernicht wie bei uns weisse Haut als sehr schön angesehen wird. Es versteht deshalb auch niemand, warum ich Freude habe an der bereits gewonnen Bräune..
Ein weiterer heikler Punkt ist der Umgang mit Kritik. Man sollte sehr vorsichtig sein und generell nur im Notfall Kritik üben. Zwar wird jeder Kritik mit einem Lächeln begegnet, aber das ist nur um eben das Gesicht zu wahren (mehr Schein als Sein halt...). Das habe ich von vielen bereits gehört und wurde mir sehr ans Herz gelegt, besonders als ich mit Manuel die Missstände hier diskutierte. Er riet mir ein wenig zu warten und mich einzuleben und dann sehr vorsichtig Kritik zu üben. Da die Stimmung sonst darunter leiden könnte,
HausHaus
Haus

Viele Häuser hier sind auf Stelzen gebaut, aber nicht etwa wegen Hochwasser, oder Mäusen, nein einfach weil es ihnen gefällt nicht am Boden zu sein. Ich nehme aber an dass es ursprünglich mit den Sumpfgebieten zu tun hatte.
was ich ganz bestimmt nicht will. Auch wenn man einen Termin abmacht ist es normal 1-2 Stunden zu spät zu kommen oder so. Halt nicht so pünktlich wie in der Schweiz. Auch in die Kirche gehen viele wann sie halt gerade Zeit haben. Aber für das gibt’s ja denn schönen Ausdruck „Mai pen lei“ und ein lächeln dazu...
Die grundsätzliche Haltung zu allem ist eben „Mai pen lei“, was halt eben „Macht nicht's“ „Nein danke“ „Alles in Ordnung“ heisst. Praktisch zu allem...
Sehr gewöhnungsbedürftig ist auch der Umgang mit dem Geld. Sie haben ja nicht sonderlich viel davon, aber geben es wenn sie es haben sehr gerne aus. Oft auch wenn sie es nicht haben. Wenn man etwas schönes oder leckeres sieht wird es halt gekauft. Wahrscheinlich gibt es deshalb hier an jedem Ort und in jedem noch so kleinen Kaff ein Lädeli das alles hat... Oder dann wird halt ein Laptop gekauft. Man kann natürlich diesen nicht sofort bezahlen also nimmt man die Kreditkarte und kauf den Laptop per Ratenzahlung auf Kredit... Da aber schon 2 laufende Ratenzahlungen auf der Kreditkarte sind ist dies nicht möglich. Man fragt deshalb die Kollegin, die mit einem Lächeln ihre Kreditkarte für den
TransportfahrzeugTransportfahrzeug
Transportfahrzeug

Sehr praktisch, laut, stinkig und uuuuuralt. Mit diesem Gerät haben wir schon Haufenweise Bambus transportiert.
Kauf übergibt... (Eins zu eins so erlebt...). Es ist halt schön einen neuen Laptop zu haben, der ca. 3 Monatslöhne kostet...
Der König hier ist das ein und alles. In jedem Raum oder zumindest jedem Haus sollte mindestens ein Bild des Königs hängen. Er ist hier der King of Kings.. Von allen wird er verehrt und wer beispielsweise auf eine Papiernote steht auf der der König abgebildet ist könnte theoretisch dafür ins Gefängnis wandern. Das wurde so munkelt man schon vielen Touristen zum Verhängnis die davon nichts wussten... Vor jeder Kinovorstellung und jeden Tag morgens und abends wird auch die Nationalhymne gespielt und lautstark mitgesungen. Dazu steht man auf und schaut wenn möglich ein Bild des Königs an...
Vielleicht noch zum König selbst: Er geniesst hier den Rückhalt von allen, sowohl der linken Parteien wie auch der Rechten Parteien. Grundsätzlich herrscht hier zwar die Demokratie, doch hat der König nach wie vor das Vetorecht zu allem. Er ist übrigens der am längsten amtierende Machthaber der Welt. Seit er 18 ist ist er König, heute ist er glaube ich um die 70 Jahre alt. Er ist auch in der Tat ein sehr intelligenter und volksnaher König. Er etwa rund 7 Sprachen
KochenKochen
Kochen

Man hackt ca. 1-2 Stunden alles klein, das kochen selbst dauert meist nur 15-30 min.
(und Schweizerdeutsch, da er in der Schweiz studiert hat) und spielt mehrere Instrumente. Er wird auch deshalb verehrt, weil er sehr viel für das Land getan hat. Ja so viel zum König, man sollte als Farang ihn einfach nicht beleidigen, dann ist alles in Ordnung...
Zu guter Letzt für mich die eigenartigste Gewohnheit... Alle Thailänder sind absolut angefressene Fussballfans. Aber nicht etwa von Thai Mannschaften, nein von englischen Fussballvereinen. Jeder hier und sei er noch so klein hat eine Lieblingsmannschaft. Da ich ja nicht als Aussenseiter gelten will habe ich mich für Arsenal entschieden... Faszinierend ist auch, dass sie alle Namen der Spieler ihrer Mannschaft kennen obwohl sie diese meistens kaum aussprechen können. Wenn dann aber ein grosses Spiel ansteht, dann wird hier ein richtiges Fest gefeiert. Wahrscheinlich ein noch grösseres als in England selbst. Es werden Leinwände auf den Strassen aufgestellt, die das Derby Live übertragen (das ist dann hier meistens etwa 3 Uhr morgens...) davor spielen Live-Bands und es wird halt so richtig gefeiert... Die Thai-Nationalmannschaft aber ist kaum bekannt hier...
So genug geschrieben nun, nun geht’s wieder raus in die Wärme (35°C) :), ich will ja nicht den ganzen Tag vor dem Compi hocken so wie man
MesserMesser
Messer

Kleine Messer gibts eigentlich keine hier.
es in der kalten Schweiz vielleicht macht...
Es gäbe nämlich noch viele Erlebnisse zu berichten, aber ich brauch ja noch etwas zum erzählen zu Hause... Ausserdem hätte es in diesem Blog niemals Platz.

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Simon Tiefenauer
Liebe Freunde, Bekannte, Verwandte und sonstige Interessierte Auf dieser Seite findet ihr Infos und Einträge zu meinen Reisen. Unten könnt ihr die gewünschte Reise anklicken die euch interessiert.. Es gibt Infos von der Vorbereitung der Reise zu bebilderten Packlisten, Kulturschockanleitungen etc. Ich freue mich über viele Leser und Verbesserungsvorschläge. Viel Spass also beim schmökern Euer Simi / Simbuggel... full info
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FahrladenFahrladen
Fahrladen

Oft hört man diese Autos die zu Läden umgebaut sind. Sie fahren der Strasse entlang mit einem lauten Tonband das den Anwohnern die Ware schmackhaft machen soll. Einfach zuwinken wenn man etwas kaufen will.
TorbögenTorbögen
Torbögen

Auch diese sieht man an allen Orten. Oft gross goldig und mit einem Bild des Königs drauf.
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Haare schneiden

Es wurde langsam zu warm. Auf dem Parkplatz des Altersheim habe ich mir dan die Haare schneiden lassen.
GüggelkampfGüggelkampf
Güggelkampf

Ein kleines Dorffest wird veranstaltet bei solchen Kämpfen.
Working PermitWorking Permit
Working Permit

Lange dauerte es, nun habe ich sie. Mit Morgenfrisur...






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