ON TOUR - Woche 078 (Philippinen)


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March 17th 2013
Published: March 17th 2013EDIT THIS ENTRY

11.03.13
Als ich aufwachte regnete es. Dies änderte leider auch nicht, als ich all meine Sachen gepackt hatte und bereit war für meinen Trip nach Batad. Zuerst wollte ich die ganze Strecke laufen, doch dann beschloss ich doch, mit dem Jeepney zu fahren. Gegen 08.30 Uhr fuhr dieser vollbepackt mit Touristen los. Wir fuhren etwa eine Dreiviertelstunde, bis wir beim Saddle Point ankamen. Da es nun heftig regnete, suchte ich mit ein paar anderen Touristen Schutz bei einem der Shops. Ich lernte Sofia und Gunnar aus Deutschland kennen. Als es aufhörte zu regnen, liefen wir nochmals eine Dreiviertelstunde bis zum Dorfanfang Batad hinunter. Batad ist ein Dorf inmitten von Reisterrassen, welche zum Unesco-Weltkulturerbe gehören. Beim ersten Aussichtspunkt machten wir einen kurzen Halt. Die Sicht zeigte jedoch nur Nebel, wir konnten weder das Dorf noch die Reisterrassen sehen. Doch schon nach ein paar Minuten verzogen sich langsam die ersten Wolken und wir wurden doch noch mit einer schönen Aussicht belohnt. Nun mussten wir nur noch ein paar Minuten laufen, bis wir zu den ersten Hotels kamen, das Dorf selbst liegt jedoch mindestens nochmals eine halbe Stunde weiter unten. Sofia und Gunnar kamen nur hierher als Tagesausflug, ich musste mir hingegen zuerst eine Unterkunft suchen. Beim zweiten Gästehaus blieb ich und deponierte gleich ein paar Sachen an der Rezeption. Dann machte ich mich auf Entdeckungstour mit Sofia und Gunnar sowie Nico, den wir im ersten Gästehaus kennenlernten. Er war gestern schon in der Gegend umher gelaufen und kannte sich schon aus. Es war nämlich gar nicht so einfach, sich durch die Reisterrassen zu kämpfen. Als wir bei der Kreuzung zum Aussichtspunkt und Wasserfall ankamen, verabschiedete ich mich von allen, da ich zuerst zum Wasserfall gehen wollte und die anderen beiden hierzu keine Zeit mehr hatten. So lief ich alleine dorthin und verweilte ein bisschen dort. Zum richtig baden war es zu kalt, aber ich wollte mich trotzdem ein bisschen abkühlen und ging immerhin halbwegs ins Wasser. Danach lief ich die Reisterrassen hoch, um den Aussichtspunkt zu besuchen. Auf dem Weg dorthin hielt ich einen Schwatz mit zwei anderen Touristen, danach ging es weiter bis zum obersten Punkt. Dort sass ich ziemlich lange und genoss die schöne Aussicht und die Ruhe. Schade, dass sich die Sonne nicht richtig zeigte, doch der Anblick war auch so sehr schön. Von hier aus musste ich nun wieder den Rückweg zum Hotel finden, was ich zum Glück auch auf Anhieb schaffte. Es war nicht einmal 18.00 Uhr, doch ich war so müde, sodass ich ein kurzes Nickerchen machen musste. Danach ging ich etwas essen. Im Restaurant traf ich die zwei Australier von vorhin wieder und später kam noch Lisa aus Holland hinzu. So verbrachten wir zusammen einen gemütlichen Abend. Dieser endete jedoch schon um 20.00 Uhr, da alle ziemlich müde waren.

12.03.13
Ich stand sehr früh auf und genoss die Sicht auf die Reisterrassen. Doch auch heute sah das Wetter etwas regnerisch aus und ich hatte einfach keine Lust mehr, noch länger dieses Wetter zu ertragen. So lief ich etwa eine Stunde, bis ich bei der Jeepney-Station ankam. Von hier aus lief ich dann nochmals eine halbe Stunde, bis ich bei der Hauptstrasse ankam. Eigentlich wollte ich ja nach Banaue laufen, doch ich war froh, als mich Einheimische nach einem kurzen Spaziergang im Jeepney mitnahmen, denn wegen dem Regen und Nebel wäre die Aussicht ja sowieso nicht berauschend gewesen. Wieder in Banaue hatte ich keinen Plan, wohin ich als nächstes soll. Gegen 10.30 Uhr packte ich all meine Sachen zusammen und fuhr schon mal etwas weiter. Heute sass ich auf dem Dach des Jeepney’s und genoss eine schöne Aussicht für die nächsten zwei Stunden. Als wir bei einer Kreuzung ankamen, wollte mich der Fahrer einfach mitten auf der Hauptstrasse ausladen, weil er keine Passagiere mehr hatte, doch nochmals einen Jeepney zu nehmen, hatte ich keine Lust und blieb einfach sitzen. So fuhr er trotzdem weiter und er fand doch noch ein paar Passagiere auf seinem Weg nach Solano. Als wir dort ankamen, stand schon ein Minibus parat. Ich deponierte jedoch nur mein Gepäck und ging erst einmal abklären, wie weit es nach Tuguegarao ist. Die Antworten kamen von 2 Stunden bis 9 Stunden. Wie soll man da überhaupt Entscheidungen treffen können? Es war mir zu blöde, denn von dort aus hätte wieder niemand gewusst, wie weit es bis zur nächsten Destination ist und somit wäre ich vielleicht erst zwei Tage später dort angekommen. Ich beschloss, zurück nach Baguio zu fahren. Der Minibus fuhr erst eine ganze Stunde später ab. Die Fahrt dauerte vier Stunden, so kamen wir erst um 20.00 Uhr in Baguio an. Ich durfte wieder bei Victor übernachten. Dieses Mal hatte ich sogar Internet und konnte so endlich meine lange liegen gebliebenen Pendenzen etwas aufarbeiten.

13.03.13
Ich fragte Victor, ob ich den heutigen Tag hier verbringen könne und er willigte ein. So gönnte ich mir heute endlich wieder einmal einen Tag Zuhause mit arbeiten. Es war richtig angenehm, sich mal nicht um Busse oder Übernachtungen kümmern zu müssen und somit keine falschen Informationen zu erhalten, auch wenn die Arbeit selbst auch nicht wirklich Spass machte. Nur am Mittag ging ich eine Weile raus, um einzukaufen und abends für das Nachtessen. Zwischendurch kam Victor auf einen kleinen Schwatz herein und die beiden Kinder schauten auch immer mal wieder vorbei.

14.03.13
Kurz vor 07.00 Uhr verabschiedete ich mich von Victor und lief zum Busterminal. Natürlich war die Aussage von gestern wieder falsch, denn es gab nicht alle 20 Minuten einen Direktbus nach Alaminos, sondern ich musste in Dagupan umsteigen. Immerhin fuhr dieser Bus bereits nach ein paar Minuten ab. Nach 2,5 Stunden kamen wir in Dagupan an. Zuerst wollte ich hier ein paar Sachen einkaufen gehen, doch als ich sah, dass der Bus schon sehr voll war und demnächst abfahren würde, wechselte ich meine Meinung und stieg sofort ein. Nachdem wir nochmals 2 Stunden gefahren sind, kamen wir endlich in Alaminos an. Dort deponierte ich meinen Koffer kurz in einem Hotel und machte mich auf die Suche nach einer günstigen Unterkunft. Dies war jedoch auch mit Hilfe des Tourismusbüros nicht möglich. So beschloss ich, den Koffer im Tourismusbüro zu deponieren und nach Balinao zu fahren. Dies bedeutete nochmals eine Stunde Busfahrt. Doch auch hier konnte mir das Tourismusbüro nicht weiter helfen. Sie hatten nur eine Liste mit all den Resorts, doch keine Preisangaben. Ich kann ja kaum die 18 Kilometer bis nach Patar laufen und alle Resorts selbst abklappern, es war anstrengend. Aber es scheint sowieso ein teures Pflaster zu sein, sogar teurer als die touristische Destination Boracay. So ging ich noch kurz zur Polizei um zu fragen, ob ich am Strand meine Hängematte aufhängen könne. Dies endete einmal mehr etwas peinlich, weil sie mich unbedingt irgendwo unterbringen wollten. So fuhr ich begleitet von vier Polizisten zu einem Resort, wo es logischerweise zu teuer war. Danach schlug ich ihnen vor, dass wir ins Resort nebenan gehen können, da dort Schweizer das Hotel betreiben, eventuell könnten die mir weiter helfen. So unterhielt ich mich eine Weile mit der Besitzerin und es machte den Anschein als könne ich hier meine Hängematte aufhängen. Als die Polizisten wieder weg waren, kam auch noch ihr Mann hinzu und wir redeten fast zwei Stunden. Irgendwann sagten sie dann, dass ich in einem Bambushüttchen meine Hängematte aufhängen könne und nannten mir den Preis. Dies war jedoch nicht so vereinbart und war wohl wieder einmal ein Missverständnis. Wenn ich dann schon keinen Luxus habe und auch noch frieren müsste weil es an der Lage der Bambushütte so fest windet, will ich auch nicht den Preis bezahlen, den ich normalerweise für ein Zimmer bezahle. So fragte ich sie nochmals um einen Tipp und sie gab mir ein Hotel an, das wahrscheinlich Zimmer in meiner Preisklasse anbieten würde. So machte ich mich auf die Suche nach diesem Hotel und war nach etwas verhandeln auch erfolgreich. Es war schon etwas ärgerlich, dass sie mir dies nicht schon vorher gesagt hatte, als ich sie um Hilfe bat. Naja, ich war froh, endlich meine Ruhe zu haben und ging wieder einmal früh schlafen.

15.03.13
Bereits um 08.00 Uhr stand ich vor dem Tourismusbüro, doch dieses war noch geschlossen. So lief ich zurück ins Dorf und wartete, bis sich ein Tricycle füllte, um nach Patar zu gelangen. Obwohl ich sagte, ich würde bis Patar fahren und von dort aus zum öffentlichen Strand laufen, sagten die Tricycle-Fahrer wieder alle, ich würde zum Strand wollen. So hätte ich lange warten können, doch irgendwann schnallten sie doch noch, dass wir komplett sind und endlich abfahren konnten. Ich hatte also noch etwa 5 Kilometer vor mir und es war ziemlich heiss, aber ein weiteres Tricycle zum teilen war nicht in Sicht und hier nehmen einen die Leute ja eher selten mit. Als nur noch etwa 2 Kilometer fehlten, hatte ich doch noch Glück und wurde von Nicholas mitgenommen und bis zum Strand gefahren. Dort machte ich eine kurze Pause, dann lief ich den Strand entlang und machte ein paar Fotos, schaute den Kindern beim baden im dahinter liegenden Fluss zu und schaute mir ein schönes Hotel an. Den Rest des Tages verbrachte ich in meiner Hängematte und relaxte. Am späteren Nachmittag besuchte ich noch den Leuchtturm in der Nähe und lief zu Nicholas nach Hause. Zuerst war nur seine Frau und seine Kinder Zuhause, er kam etwa eine halbe Stunde später hinzu. Er lud mich ein, bei ihnen zu übernachten. Wir verbrachten ziemlich lange Zeit draussen und schwatzten. Sie boten mir eine Nudelsuppe an, welche ich gerne annahm. So hatte ich nämlich eine gute Entschuldigung, um nichts vom anderen Essen essen zu müssen, denn es sah nicht wirklich einladend aus. Bereits gegen 20.00 Uhr gingen alle in ihr Haus und ich in mein Zimmer. Obwohl ich noch ein paar Sachen erledigen wollte, schaffte ich es auch heute nicht länger als 21.30 Uhr wach zu bleiben.

16.03.13
Gegen 07.00 Uhr ging ich zu den anderen Leuten nach draussen und trank meinen Kaffee. Danach erledigte ich noch ein wenig meine Arbeiten und wartete auf zwei entscheidende Antworten, um meine Weiterreise zu planen. Leider liessen sich die beiden Personen sehr viel Zeit mit der Antwort und beide Nachrichten waren zudem negativ. So beschloss ich, nochmals einen Tag am Strand zu verbringen. Nicholas fuhr mich mit dem Motorrad bis zum Strand, wo ich erneut meine Hängematte aufhängte. Ich genoss den ganzen Nachmittag mit lesen und die Ruhe geniessen. Abends ging ich in einem Restaurant essen und kehrte danach zu Nicholas zurück. Es waren wieder alle versammelt und wir verbrachten einen lustigen Abend, da wir uns kaum auf englisch unterhalten konnten und auf tagalog schon gar nicht.

17.03.13
Erneut waren wir alle morgens um 07.00 Uhr draussen versammelt. Doch bis die Fahrt nach Bolinao losging, dauerte es zwei ganze Stunden. Miller und Bobay mussten zum Markt und nahmen mich gleich mit, so verabschiedete ich mich vom Rest der Truppe. In Bolinao musste ich zuerst meine eMails prüfen. Dieses Mal hatte ich kein Glück mit Couchsurfing, so beschloss ich, noch eine Nacht in Bolinao zu bleiben und erst morgen nach Angeles zu fahren. Danach konnte ich auf dem Polizeiposten Internet nutzen, so verbrachte ich ziemlich viel Zeit dort. Die Neuigkeiten waren nicht sehr erfreulich. Den Reiseführer, den Diwakar netterweise nach Singapur zu seinem Kollegen brachte, damit ich ihn dort abholen könnte, war nicht mehr aufzufinden. Nun war ich echt langsam erledigt, ich habe das Gefühl, wenn man nicht alles alleine macht, läuft es einfach nicht richtig. Ich brauchte eine Pause von all den Fragen und nervigen Sachen, so lief ich zum Strand. Doch auch dort wurde ich nicht in Ruhe gelassen, auch wenn man die Leute nett bittet, einen alleine zu lassen. So unterhielt ich mich doch noch eine Weile mit einem Philippino. Noch vor Sonnenuntergang kehrte ich ins Zentrum zurück, ging etwas essen und dann nochmals zum Polizeiposten für das Internet.


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