Dumaguete und Siquijor Island


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November 7th 2008
Published: February 18th 2009EDIT THIS ENTRY

DumagueteDumagueteDumaguete

Promenade
Ich ließ mich von einem Tricycle zum zwischen Dipolog und Dapitan gelegenen Fährterminal bringen und nahm die große 14 Uhr Fähre (290 P) nach Dumaguete. Hier gab es auf dem Deck zweistöckige gepolsterte Betten, was ich voll ausnutzte. Ich wachte erst vier Stunden später wieder auf ,als es bereits dunkel wurde und die Lichter Dumaguetes bereits in nicht allzu großer Distanz zu sehen waren.
Dumaguete gilt als die angenehmste Provinzstadt der Philippinen, ein nicht allzugroßes Universitätsstädtchen, das aus seiner Meereslage im Gegensatz zu anderen Orten des Landes Kapital schlägt. Es gibt hier eine gepflegte Uferpromenade, die zum flanieren einlädt, und auf der anderen Straßenseite einige angenehme Kneipen und Restaurants, oftmals mit westlichem Management. Die angenehme Atmosphäre der Stadt und die naheliegenden Tauchgründe ziehen eine für philippinische Verhältnisse ungewöhnlich große Anzahl an Expats und Tauchern an, was für Besucher der Stadt wiederum gastronomisch von Vorteil ist.
Am ersten Abend gönnte ich mir ein Abendessen im feinsten Hotel der Stadt, der Residencia al Mar, in einem Kolonialstilgebäude an der Promenade. Hier gibt es gleich zwei für die Provinz ungewöhnlich elegante Restaurants, ein japanisches und ein Steakhaus mit internationaler Küche. Idealerweise kann man von beiden Karten bestellen und die Preise sind wie in Dumaguete
DumagueteDumagueteDumaguete

Residencia al Mar
im Allgemeinen recht moderat. Eine Platte üppiger Tunfischsashimi kostete lediglich 100 P, auch der gefüllte Tintenfisch Thai Style für 200 P mundete vorzüglich.
Die Nächte in Dumaguete verbringt man im Why Not, einem großen Club mit Dancefloor, live bands, Karaokelounge, schweizer Restaurant und der Kuhstallbar, wo nur Alpenschlager laufen. Sehr bizarr und die Atmosphäre ist irgendwo zwischen Dorfdisko und Abschleppschuppen für triebgesteuerte Rentner, aber der Laden ist bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt, da hier jeden Tag bis spät in der Nacht etwas los ist. Trotz des eher geringen Niveaus der Musik kann man hier, zumindest wenn man trinkt, viel Spaß haben.
Ich übernachtete in der OK Pension, die recht günstige, aber sehr dunkle, etwas heruntergekommene Zimmer mit Klimaanlage und eigenem Bad hatte (385 P). Der größte Vorteil dieses Hotels war seine Lage direkt gegenüber von Dumaguetes bestem Frühstückslokal, dem Qyosko, wo es nicht nur den besten Cappuccino der Stadt gibt (45 P), sondern auch sehr billige und halbwegs schmackhafte philippinische Spezialitäten wie Tuna Sisig oder Longsilog.
Nach einem weiteren Tag, den ich damit verbrachten gemütlich durch die Straßen der Stadt zu schlendern, nahm ich dann Samstag mittag das Speedboot nach Siquijor (160 P, theoretisch 45 min). Dieses Boot hatte
SiquijorSiquijorSiquijor

Lazi Waterfalls
aufgrund eines Motorschadens über zwei Stunden Verspätung, was sich für mich als glücklicher Umstand erwies, da ich während des Wartens einen mit seiner Filipinofamilie auf Siquijor lebenden Norweger kennenlernte, der mir anbot solange ich will kostenlos in seinem Haus zu übernachten. So hatte ich nicht nur eine kostenlose Unterkunft, sondern auch die Möglichkeit wieder mit Einheimischen zusammenzuleben, einer einfachen, großartig freundlichen Fischerfamilie, die mich sofort als Teil ihrer Gesellschaft akzeptierte. Meinen Unkostenbeitrag leistete ich indem ich auf dem Markt frischen Fisch oder Fleisch einkaufte, bekocht wurde ich selbstverständlich auch.
Samstags ist in Siqujor, dem netten, kleinen Hauptort der Insel, 'Disco' mit live band im Das Traum, einer einfachen, billigen Outdoor Kneipe am Pier. Die Flasche SM kostet 27 P und eine Flasche Tanduay Rum nicht viel mehr. So kommt das halbe Dorf zum tanzen und trinken und die Fiesta geht bis tief in die Nacht. Als westlicher Tourist, der dazu noch tanzt, ist man hier eine große Attraktion und ich habe mich dank der freundlichen Einheimischen und der entspannten Atmosphäre sofort in die Insel verliebt. Da ich zudem hier kaum Geld ausgeben musste, blieb ich eine ganze Woche auf Siquijor und wenn ich nicht gerade Zeit mit der Familie verbrachte,
SiquijorSiquijorSiquijor

Salag-Doong Beach
auf irgendwelche Barangay- oder Schulfiestas geschleppt wurde oder mit Thorstein und dem Vater fischen ging, erkundete ich die Insel gemütlich mit dem Motorrad.
Siquijor hat nicht nur eine wunderbar entspannte Atmosphäre, sondern landschaftlich auch Nichttauchern einiges zu bieten. Eine 70 km lange, recht ordentliche und kaum befahrene Ringstraße führt um die Insel herum, dazu gibt es noch ein zum Großteil geteertes Sträßchen, welches quer durch das bergige Inselinnere führt.
Seltsamerweise sind die Strände der West- und Nordküste an denen sich fast alle (größtenteils auf Taucher spezialisierte) Resorts befinden am unattraktivsten, größtenteils seicht und unspektakulär.
Die schönste Küstenlandschaft und die hübschesten Strände – meist kleine Buchten mit weißem Sand – gibt es an der noch fast unentwickelten Ostküste zu entdecken.
Zum einen der Salag-Doong Beach bei Maria, zwei malerische, sichelförmige Buchten abgetrennt von einem kleinen Cliff, von dem man sich aus ca. 10 m Höhe ins kühle Nass stürzen kann, ein Riesenspass. An diesem Strand gibt es einige Picknickhütten und einfache Bungalows, wo man auch übernachten kann.
Völlig einsam dagegen ist der Kagusua Beach, einige Kilometer abseits der Ringstraße auf einer Halbinsel im äußersten Südosten der Insel. Kagasua besteht aus einigen von pittoresken Felsformationen abgetrennten Strandabschnitten mit leuchtend weißem Sand und
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Siquijor Town
ist nur über einen steilen Treppenweg vom Parkplatz aus zu erreichen.
Ebenfalls im Südosten der Insel, nahe Lazi, gibt es einen kleinen, aber wunderhübschen, mehrstufigen Wasserfall, dessen türkisgrüne Pools sich perfekt für ein kühles Schwimmchen eignen.
Das Dorf San Juan bietet sich als Zwischenstopp an, da es hier einen kleinen Stadtpark mit kostemlosem, aus Quellen gespeisten Swimming Pool gibt, und zudem das Hollyette's am Strand, ein von einem Deutschen geleitetes Café mit schönem Meerblick.
Die Straße durch das Landesinnere ist landschaftlich sehr schön und bietet perfektes Motorradterrain. Auf dem höchsten Punkt der Insel gibt es einen Aussichtsturm (mit eingeschränktem Blick allerdings) und man kann schöne Spaziergänge durch den Bergwald unternehmen.
Touristisch ist Siquijor, trotz einiger Taucherresorts, noch ein echter Geheimtipp. Für Leute, die die Insel kennen jedoch, gehört sie zum besten, was die Philippinen zu bieten haben, was allerdings sicherlich auch den wunderbaren Einheimischen und dem Fehlen von Lärm und Hektik geschuldet ist.
Nachdem ich ohnehin schon viel länger als geplant auf Siquijor verbracht hatte, machte es auch nichts mehr aus, das am Tag meiner geplanten Abreise aufgrund einer Taifunwarnung keine Boote fuhren und ich so einen weiteren Tag bleiben musste. Meinen urprünglichen Plan in den verbleibenden drei Wochen noch
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Kagusua Beach
nach Boracay und Palawan zu gehen habe ich ohnehin verworfen. Das Reisen auf den Philippinen ist nun einmal sehr zeitaufwändig und anstatt mich einem stressigen Restprogramm auszusetzen, habe ich beschlossen lieber noch mehr Zeit auf Negros zu verbringen und eventuell noch einmal für ein paar Tage nach Siquijor zurückzugehen, um dann von Dumaguete direkt nach Manila zurückzufliegen.





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Residencia al Mar
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Residencia al Mar
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Promenade
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Promenade
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Universität


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