Nepal
Auf dem Weg nach Nepal Nach einem recht kurzen Aufenthalt in Dehli - ein echtes Moloch mit bettelnden Leuten, hupenden Autos und Rickshaws und viel Dreck - sind wir dann Richtung Nepal aufgebrochen.
Dass das eine lange Fahrt wird, war uns klar - doch sie sollte noch viel laenger dauern als geplant. Also zuerst in den Nachtzug nach Gorakhpur, eine Fahrt die eigentlich 12 Stunden dauert - doch in Indien braucht mal viel Geduld. Der Zug kam dann endlich nach 17 Stunden an.
Von dort aus mit dem Bus an die Grenze zu Nepal. Wegen der Verzoegerung sind wir dann aber erst in der Nacht an der Grenze angekommen.
In Nepal wollten wir dann erstmal im Grenzhotel uebernachten - doch da wir 3 Maedels aus Finnland trafen, die es eilig hatten, haben wir uns ueberreden lassen einen Mini-minibus zu mieten und direkt in der Nacht nach Pokhara zu fahren. Pokhara ist die Trekkerstadt in Nepal, von wo aus viele Treks ausgehen.
Also los mit dem Minibus - doch weit kamen wir nicht, da es anfing zu regnen. Die Strasse wurde immer schlechter und war von Erdrutschen verschuettet. Die ersten konnten wir noch mit anschieben passieren, doch dann
war auf einmal Schluss. Wegen der Wettersituation, die einfach nicht besser wurde, haben wir dann beschlossen dort im Auto zu uebernachten. Eine besonders schoene Nacht zu 6 in einem dieser kleinen Busse, die eigentlich nicht den Namen eines Minibusses verdienen. Am naechsten Morgen ging es dann ueber eine andere Strasse weiter, so dass wir dann um 15:00 Uhr in Pokhara ankamen, voellig erschoepft und verdreckt - immerhin hat die Reise von Delhi mittlerweile non-stop ueber 50 Stunden gedauert.
Vorbereitungen fuer den ANNAPURNA TREK In Pokhara angekommen haben wir uns dann ueber unsere Wanderung informiert, noch ein paar Einkaeufe getaetigt (Muetze, Handschuhe, Kaese und einen Porter)...Dann ging es los auf DEN Trek in Nepal - der ANNAPURNA CIRCUIT TREK (siehe separates Kapitel)....
Zurueck in Pokhara Erschoepft aber gluecklich sind wir dann nach 15 Tagen wieder nach Pokhara gekommen. Jetzt hiess es erstmal Wunden lecken, gut Essen und ein bisschen relaxen. Mit unseren neuen Freunden Bart (Holland) und Boaz (Israel) haben wir uns dann dran gemacht, wieder zu Kraeften zu kommen...
Dass genau zu dieser Zeit eines der groessten Feste in Nepal stattfand - das DASHAIN, wo jeder Haushalt mindestens eine Ziege opfert, kam uns natuerlich genau
zur richtigen Zeit...
In jedem Dorf wimmelte es von Ziegen und das Fleisch war natuerlich ganz frisch. Wir suchten uns eine Ziege aus und schwupps hatten wir super Fleisch (das Video zwischen lebendiger Ziege und unserem Fleisch kann leider nicht geuploadet werden, da wir sonst wohl mit saemtlichen Tierschuetzern Probleme bekommen wuerden - Schlachtung war aber sehr kosher, wie unser israelischer Freund fand... nur immer ordentlich ausbluten lassen...)
Nun hatten wir ein weiteres Problem, naemlich dass die Jungs hier keinen Grill kennen, da alles im Topf zubereitet wird. Nach laengerem Suchen fanden wir dann auf dem Schrottplatz (!) ein Gitter, das sich als Grill eignet. Wir wollen nicht wissen, vor welchem Klo oder aehnliches es es bisher seinen Dienst getan hat...
Aber letztendlich hatten wir ein super Essen...
Kathmandu Nach 5 Tagen Erholung sind wir dann nach Kathmandu gefahren - und es ist wirklich schoen, wenn man von groesseren Staedten positiv ueberrascht wird - oft ist das ja nicht der Fall in Hauptstaedten von Entwicklungslaendern...
Aber Kathmandu ist echt wunderschoen und noch total traditionell: kleine Gassen mit Maerkten und schoene alte Haeuser mit Holzschnitzereien.
Ein bisschen geschockt waren wir nur, also wir uns den PASHUPATINATH Tempel anschauten:
wir haetten wohl vorher genauer im Lonely Planet lesen sollen. Auf einmal standen wir an brennenden Ghats wie in Varanasi. Nach genauerer Inspektion erkannten wir, dass zwischen den Holzscheiten Leichen lagen, die verbrannt wurden... puhh
Besonders schoen war das tibetanische Dorf - hier haben sich die Moenche aus Tibet niedergelassen nach ihrer Verbannung. Heute ist es eine Gemeinschaft, die etwas ausserhalb von Kathmandu lebt und es scheint, als ob alle den ganzen Tag um die Stupa laufen - aber bitte im Uhrzeigersinn!!
Wir werden jetzt noch ein paar Tage hier in Kathmandu bleiben, ein bisschen shoppen (falsche North Face Jacken etc.) und dann wieder nach Indien fahren. Die Tibet Idee ist leider gestorben, da die chinesische Regierung vorgestern mal wieder die Einreisebestimmungen geaendert hat, so dass es einfach im Moment zu teuer ist...
(1 Woche kostet 1100 Dollar!!! die spinnen)