Nach einer weiteren Nacht in Gorak Shep begannen Hindi, Max und Bjoern um zirka 04:00 Uhr mit der Besteigung von Kala Patthar. Alex' Magenkraempfe hatten sich verschlimmert, weswegen er leider im Bett beiben musste. Nach den ersten hundert Metern Aufstieg waren wir ueber der Nebelgrenze und hatten eine herrliche Sicht auf den Everest, der die ersten Sonnenstrahlen einfing. Hindi quaelte sich trotz starker Schmerzen (AMS ist ein Segen) tapfer bis zum Gipfel, wo Bjoern schon mit Wasser und Keksen wartete. Lustigerweise heisst 'Kala Patthar' (gesprochen) auf Schwedisch so etwas wie 'kalte Brueste' - uns war trotz Sockenhandschuhen auch recht kuehl.
Nach dem atemberaubenden Gipfelerlebnis (wir waren voellig allein am Berg) stiegen wir ab und machten uns auf den Weg zurueck nach Lukla, das wir innerhalb dreier Tage erreichten. Hatten wir bisher grosses Glueck mit dem Wetter gehabt, hatten wir nun Pech: Lukla war unter einer Wolkendecke verhuellt, was jeden Flug verunmoeglichte.
Wir sassen fuer vier Tage fest, langweilten uns Loecher in den Bauch und versuchten, uns die Zeit zu vertreiben durch
- unser neu entwickeltes Kartenspiel "Starve the Monk"
- das Zaehlen der Minuten, in denen kein Flugzeug kommt
- das Verstecken vor den ebenfalls gestrandeten Taiwanesen ("Can
I have your email? Now we're best friends!")
- Popcorn zum Fruehstueck
Nachdem die Schweden ihren Heimflug lange verpasst hatten, ging alles ploetzlich ganz schnell; das Wetter klarte auf, wir sprinteten zum Flughafen, hatten Yeti-Airlines gebucht, ploetzlich Nepali-Airlines Boardingpasses und sassen dann in einer Twin-Otter ohne Sicherheitsgurte, die uns sicher nach Kathmandu flog.
Morgen geht's nach Varanasi und am 30. zurueck in die Schweiz.