...DER Trek in Nepal...
Der Annapurna Trek soll der schoenste Trek in Nepal sein, da er durch verschiedene Vegetations- und Klimazonen fuehrt.
Er startet bei 880 m und es geht hinauf auf den Thorung La Pass bis auf 5416m. Dabei kommt man durch typisch nepalesische Doerfer, ist umgeben von ca 10 Bergen ueber 7500m und landet schliesslich im tibetanischen Hochland.
Der ganze Trek dauert 16-21 Tage und waehrend 10 Tagen gibt es weder nervende Autos noch Motorraeder.
Das ist echt unvorstellbar - ueber 15 Tage Wandern... wir sind bisher wohl nie mehr als 2-3 Tage am Stueck gewandert...
Um das ganze nicht zu sehr zu uebertreiben, hatten wir uns entschlossen zumindest einen Porter anzuheuern, der einen Rucksack nimmt (den groessten natuerlich!!!).
Mohann, unser treuer Begleiter ueber die naechsten Tage, sprach sorgar Englisch und hatte hoffentlich auch Spass mit uns...
Also haben wir schnell noch die letzten Besorungen gemacht: Stoecke, Handschuhe, Muetzen, ein grosses Stueck Kaese und eine Flasche Whisky - es soll ja kalt werden.
los gehts Mit dem Bus sind wir dann zum Startort gefahren - gleichzeitig der letzte Ort mit Autos. Und das ist echt was schoenes - kein Hupen mehr nach den ganzen Wochen
kitsch purIm Hintergrund Annapurna III (ueber 7500 m)
voller Laerm.
Also haben wir bei 880 Hoehenmetern im T-Shirt bei 28 Grad angefangen - erst mal langsam nur 3-4 Stunden. Uebernachten kann man dann an einfachen Lodges, die manchmal auch warmes Wasser haben. Also eigentlich ein rechter Softie Trail: ohne Zelten, Kochen etc.
Dennoch waren gar nicht so viele Touristen unterwegs, wie wir befuerchtet hatten. Aber nachdem es keine Autos gibt muss natuerlich alles per Maultier oder Traeger hochbefoerdert werden (Nepal ist das einzige Land, in dem noch die meiste Last von Personen getragen wird - mehr als mit Autos!!!!). Dementsprechend muss man schon aufpassen dass einen ein Mauli oder ein Traeger mit 80 kg Last auf dem Ruecken nicht umrennt.
Es geht also langsam immer hoeher - pro Tag so 500-700 Hoehenmeter. Schneller darf man nicht wegen der Akklimatisation. Nach 4 Tagen sahen wir die ersten 8000'er Berge - die wie weisse Riesen oberhalb der schon hohen Berge am Rand der Taeler erscheinen.
Jeden Tag gehen wir 6-8 Stunden, teilweise steil bergauf. Die Landschaft ist unglaublich: die Doerfer sind noch super urspruenglich - man lebt von Landwirtschaft (Reisanbau, in hoeheren Lagen wird es dann Getreide und spaeter gibt es nur noch Yak-Tiere) und natuerlich
nicht unwesentlich vom Tourismus...
Auf dem Weg lernt man viele Leute kennen, die dann auch Begleiter der naechsten Tage sind, da alle im aehnlichen Tempo sich die Berge rauf schleppen. Wir machen Bekanntschaft mit Bart (Hollaender) und Boaz (Israeli), mit denen die naechsten Tage/Wochen, auch ueber den Trek hinaus, verbringen.
Jeden Tag Wandern - nach gut 4 Tagen stellt sich ein allgemeines Gluecksgefuehl ein: man hat Zeit sich ueber vieles Gedanken zu machen, man macht Sport, hat immer eine wahnsinns Aussicht und trifft auch noch nette Leute. Was will man also mehr?
Aber die Luft wird zunehmens duenner. Auf 3300m muessen wir einen Akklimatisations-Ruhetag einlegen, bevor es dann weiter geht.
Nach 10 Tagen erreichen wir dann den Pass. Wir sind froh, dass wir es ohne groessere Probleme geschafft haben - trotz der Raucherlungen. Ca. 5-10% der Leute muessen umkehren wegen Hoehenkrankheit!!!
Am Pass angekommen ist es bitter kalt und es schneit. Nun geht es bergab - innerhalb von 4 Stunden immerhin 1600 Hoehenmeter. Endlich mal wieder eine warme Dusche und ein gescheites Steak - und leider auch ein bis zwei Bier zu viel :-)
Auf der anderen Seite ist die Landschaft total anders: alles
ist karg und trocken - das tibetanische Hochland hat aber durchaus auch seine Reize. Ja die Landschaft ist fast noch dramatischer!!!
Die naechsten Tage geht es stetig bergab, bis wir dann in TATOPANI ankommen, ein Ort wo sich wohl alle Wanderer in den heissen Quellen reinigen - hmmm ...
Dann nochmal von 1100m hoch auf 3200m nach Poonhill, anscheinend der beste Aussichtspunkt in Nepal.
Genauso geht es aber auch zu und wir sind etwas enttaeuscht, da wir vor Sonnenaufgang mit ca 500 anderen Touris (die nur diesen Teil der Wanderung machen) zum Aussichtspunkt hinaufwandern...wie in einer Karawane.
Nach 15 Tagen (!) sind wir dann froh, als wir wieder in Pokhara ankommen und uns abends mit ca 500g Steak verwoehnen.
Alles in einem, und da sind wir uns einig, eines der tollsten Erlebnisse ueberhaupt. ...und ein bisschen stolz sind wir natuerlich auch!
Die MeisterkoechinDal Bhat....Dal Bhat...immer nur Dal Bhat (Reis mit Linsensuppe und Veggie Curry). Ein bisschen fad auf Dauer, aber gibt Kraft
Fast geschafftam Ende der Kraefte - aber in Rekordzeit: 1Std47min fuer eine Strecke die mit 3h+ angegeben ist