Ab durch die Wüste. Zwei Tage und eine Nacht. Gobi ist flach und verdammt sandig. So sandig, dass wir im letzten Wagen nur noch mit Tüchern vor dem Mund im Abteil sitzen. Doch das dickste kommt noch: Leider hatte es meine Mitreisende verpasst seit Moskau ihre Kleider zu waschen. Dies, kombiniert mit dem Pech nur kaltes Wasser im Hotel zu haben brachte ihr eine 4er Kabine im eigentlich vollbesetzten Zug für sich alleine. Die Holländischen Mädchen welche die anderen zwei Betten belegten verliessen (wie ich) fluchtartig das Abteil und kamen erst zum schlafen (wie ich) wider zurück. Der Gestank hätte auch einem Gerichtsmediziner die Tränen in die Augen getrieben. Ich finde keine Worte mehr dafür wie sehr ich das Teil mittlerweise verabscheue.
Die Tage verbringe ich 8 Wagons weiter vorne bei Karten, Wer bin ich, und Nudelsuppen Parties mit Zürich und deren Nachbarn aus München und Barcelona.
Der mongolisch- chinesische Grenzaufenthalt ist kurz (4h), unspektakulär und ohne Probleme. Um auf die schmalspurigen chinesischen Schienen zu passen, heben Arbeiter den Zug Stück für Stück an und montieren komplette neue Fahrgestelle an die Wagen. Fand ich soweit recht interessant. 12h später finde ich mich in einer neblig, hüglig, bewaldeten Flusslandschaft - China!
Die
Mongolei war echt superschön, sofern ich dass nach so kurzer Zeit überhaupt beurteilen kann. Wäre so viel lieber noch länger hier geblieben.
Der Vodkatrain ist ne echt gute Sache aber ich werde in Zukunft keine solchen Touren mehr buchen. Auch wenn dieses Angebot Meilenweit von Standard Touri-Touren entfern ist, und das Honcho System wirklich rockt, bietet es mir doch zu wenig Flexibilität. Obwohl all die Zugtickets vor Ort zu buchen kann einen riesen Stress bedeuten, habe mit Ozzies gesprochen welche mehr als 3 Tage in Krasnojarsk festgesessen sind wegen überfüllten Zügen. Aber ich hätte das Abenteuer definitiv eingehen können und massiv Geld gespart hätte ich auch. Janu, nächstes mal im Winter 2019 oder so…
Ich hab‘s tatsächlich auf dem Landweg in einem Monat nach Beijing geschafft und kann‘s irgendwie nur schwer realisieren.
UB - Beijing 1551 km
UB-Ger Camp - UB 200 km
TOTAL: 11462 Km
Fazit Mongolia:
Landschaft: ****; Food:***; Leute: **; Party: **