Kota Bharu


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July 6th 2010
Published: July 10th 2010EDIT THIS ENTRY

Das Sultanat Kelantan im Nordosten von Malaysia gehoert zu den konservativsten Regionen des Landes. In Kota Bharu, der Hauptstadt des Bundestaats, gibt es nur wenige Sehensuerdigkeiten im eigentlichen Sinne. Die Stadt ist eher aus kultureller Sicht interessant.

Es bestimmen muslimische Malaien das Stadtbild. Die Stadt ist durch und durch islamisch gepraegt und die meisten Frauen tragen bunte Kopftuecher und viele Maenner die islamische Kappe. Waehrend des Freitagsgebets steht das oeffentliche Leben still. Malaiische Laeden, Banken, oeffentliche Aemter und Museen haben geschlossen. Gleiches trifft auf viele malaiische Restaurants zu. Selbst McDonald's, der damit wirbt 24 Stunden am Tag geoeffnet zu sein, schliesst fuer eine Stunde am Freitag mittag. Gluecklicherweise gibt es fuer den hungrigen Traveler aber auch noch ein paar chinesische Restaurants.

Es gibt mehrere kleine Mussen, die ueber verschiedene kulturelle, historische und religioese Aspekte von Kelantan und Malaysia aufklaeren. Ein wenig skurril war hingegen die Sonderausstellung im Nationalmuseum zum Thema einheimische Schlangen. Mehrere etwa ein Meter lange Terrarien, die ueberwiegend lebende Schlangen beherbergten, wurden im Hauptraum aufgestellt. Die Terrarien hatten einen Holzrahmen und der Deckel bestand lediglich aus einem weichen Plastikgitter, das oben drauf geschraubt war. Angesichts der Tatsache, das einige der ausgeastellten Tiere zu den gefaehrlichsten ihrer Art gehoerten (beispielsweise Koenigs- oder Speikobra) und Schulkinder regelmaessig daran ruettelten, kamen mir schon ab und zu leichte Sicherheitsbedenken. Morbid war auch das riesige Terrarium, das eine Art Wohnzimmer mit laufendem Fernseher zeigte. Auf einem Stuhl in der Mitte des Raums sass eine Frau, die in in der Hand eine Stange mit gebogenem Ende hielt, mit deren Hilfe sie dutzende von Schlangen, darunter auch giftige Arten, im Zaum hielt.

Die Umgebung von Kota Bharu bietet neben den islamischen auch noch ganz andere Eindruecke. Das Land ist Grenzgebiet zu Thailand und stand auch lange Zeit unter der Herrschaft des damaligen Siam. Das Ergebnis ist, dass es in der Umgebung zahlreiche thailaendisch anmutende buddhistische Tempel, sogenannte Wats gibt. Neben der thailaendischen Architektur finden sich aber auch chinesische und zum Teil sogar indische und tibetische Elemente in den Tempeln wieder. Auch sind viele Glaeubige keine Thais, sondern chinesische Malaysier. In der weiteren Umgebung von Kota Bharu gibt es auch einige Straende. Auf diese habe ich allerdings verzichtet, da mein naechstes Ziel die Perhentian-Inseln sind, wo es sehr schoene Straende geben soll.


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