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Published: January 14th 2012Asia » LaosJanuary 8th 2012
02.01.12
Der Schnupfen wurde wieder schlimmer und ich war überhaupt nicht fit, deshalb blieb ich noch einen Tag in Vang Vieng. Welch ein Glück, dass ich soviel Zeit habe und mir solche Tage leisten kann. Ich verbrachte fast den ganzen Morgen im Zimmer, bis ich mich endlich aufraffte, aus dem Zimmer zu gehen und etwas frühstückte. Im Restaurant traf ich Matthew, Max und David und unterhielt mich ein wenig mit ihnen. Ich sass den ganzen Tag im Restaurant, schlürfte ein paar Bananenshakes und kämpfte mit meinem Schnupfen. Erst abends bewegte ich mich ein paar Meter weiter, um mit David essen zu gehen.
03.01.12
Es machte keinen Sinn, weiter zu reisen in meinem Zustand. Ich schlief lieber noch eine Runde und kurz vor Mittag ging ich wieder raus, um etwas zu frühstücken. Den Rest des Tages verbrachte ich erneut im Restaurant, weil es dort die bessere Internetverbindung gab als im Hotel. Abends machte ich noch einen kurzen Spaziergang, unterhielt mich mit einem Franzosen und seiner Thai-Freundin und kehrte ins Hotel zurück. Abends war es dann tatsächlich so, dass ich nach einer Ewigkeit wieder einmal Fieber hatte.
04.01.12
Ich hatte zwar heute morgen kein Fieber mehr, aber gesund war ich noch
lange nicht. Ein weiterer Tag des Nichtstuns, im Zimmer verweilen und im Restaurant sitzen. Wirklich schade, so lange an einem Ort zu sein und doch praktisch nichts zu sehen. Dummerweise hatte ich am Abend doch wieder Fieber, deshalb schrieb ich eine dringende eMail an meine Krankenkasse. Nach Recherchen im Internet und der Antwort der Krankenkasse war mir klar, dass ich eine Mittelohrentzündung hatte.
05.01.12
Gegen 06.00 Uhr stand ich bereits beim Spital und stattete dem Arzt einen Besuch ab. Er kontrollierte mein Ohr und sagte, es sei Wasser im Ohr. Die Assistentin nahm mir das Wasser raus und es wurden mir drei Medikamente verschrieben. Ich hatte schon die ganze Rechnung bezahlt und da die Krankenkasse unbedingt eine detaillierte Originalrechnung will, fragte ich den Arzt danach. Er wollte mir jedoch diese zwei Zeilen auf Teufel komm raus nicht auf einen Zettel schreiben und schlussendlich waren wir soweit, dass ich die Medikamente zurück gab und ich das Geld zurück bekam. Dummerweise hatte ich mir die Namen der Medikamente nicht notiert, sonst hätte ich diese einfach in der Apotheke abholen können. Ich lief zurück zum Hotel, holte meine Sachen und fuhr nach Vientiane. Die Busfahrt war anstrengend, die Strasse schrecklich. Alle Häuser
und der gesamte Strassenrand waren zwischendurch rostrot vom ganzen Staub. Als ich in Vientiane ankam, suchte ich mir eine Unterkunft und fand einen 4er Dorm, leider einmal mehr im vierten Stock. Danach machte ich mich gleich auf zur Internationalen Klinik. Um 13.00 Uhr kam ich dort an und fragte, ob man meine Ohren prüfen könne. Man sagte mir, ich müsse bis 13.30 Uhr warten, dann könne ich den Doktor sehen. Als es 13.40 Uhr war, musste ich zur Rezeption, um mich einzuschreiben. Nachdem ich am nächsten Pult den Puls gemessen hatte, musste ich einem Herrn folgen, welcher mit mir in einem Krankenwagen 300m weiter zum Spezialisten fuhr. Als ich im Wartezimmer ankam, warteten schon etliche Leute, also musste ich wieder geduldig sein. Nach einer halben Stunde durfte ich durch die nächste Tür, wo nur noch vier Leute warteten. Irgendwann kam ich auch an die Reihe. Der Arzt schien mir von Anfang an viel sympathischer, auch wenn er weniger englisch sprach. Die Umgebung war zwar schrecklich, aber er kontrollierte meine Ohren viel genauer als der andere Arzt. Er saugte schliesslich beim einen Ohr irgendwelche Blutkrusten raus und beim anderen Ohr stellte er eine Mittelohrentzündung fest. Es fühlte sich etwas komisch an,
von den anderen vier Patienten beobachtet zu werden. Mir wurden ein paar Medikamente verschrieben und dann wurde ich zur Klinik vom Anfang zurück gebracht. Dort wurde mein Zettel einer Person übergeben, die daraufhin einen zweiten Zettel mit den Medikamenten ausfüllte. Nun musste ich damit zum Schalter 7, dort wurde mir der Preis auf das Rezept geschrieben. Diesen Betrag musste ich nun an der Kasse neben der Rezeption bezahlen gehen und sobald ich dies erledigt hatte, durfte ich erneut zum Schalter 7 und erhielt meine Medikamente. Das war’s. Nun konnte ich meinen Stadtrundgang beginnen. Ich schaute mir die Champs-Élysée und den Arc de Triomphe von Vientiane an, besuchte kurz den Markt Talat Sao, lief durch verschiedene Strassen zurück zur Unterkunft und ging noch etwas essen. Bereits um 19.00 Uhr sassen alle im Dorm und jeder machte etwas für sich. Es herrschte eine angenehme Stille.
06.01.12
Heute fühlte ich mich schon einiges besser. Ich ging mit As frühstücken und danach fuhren wir zusammen zum Buddhapark, etwa eine Stunde ausserhalb der Stadt. Der Park war zwar eher klein, bietete jedoch viele schöne Fotomotive. Wieder zurück in Vientiane besuchten wir noch den Vat That Luang und dann war der Tag auch schon praktisch
wieder zu Ende. Heute kam Walter ebenfalls nach Vientiane, so verabredete ich mich mit ihm in einer Bar und ging mit ihm etwas essen. Wir hatten erneut eine tolle Unterhaltung, leider ist er jedoch nur in den Ferien und reist morgen bereits weiter.
07.01.12
Nach dem Frühstück besuchten As und ich noch ein paar weitere Tempel und gegen Mittag trennten sich unsere Wege. Sie machte eine Pause und ich lief noch etwas länger durch all die Strassen. Am Nachmittag setzte ich mich im Hotel draussen hin, um ein paar Sachen zu erledigen. Abends lernte ich Olga von Holland kennen und unterhielt mich im Zimmer bis nach Mitternacht. As kam leider so spät ins Zimmer zurück, dass ich mich nicht mehr von ihr verabschieden konnte.
08.01.12
Eigentlich wäre es ganz einfach gewesen, ich hätte nur eine Tour buchen müssen zur Kong Lo Höhle. Doch ich wollte es wieder einmal genau wissen, lief zum Markt und suchte den richtigen Bus. Es war etwas umständlich, aber ich kam bestens am Busterminal an. Es stellte sich jedoch heraus, dass es doch am angenehmsten war, mit dem Direktbus zu fahren, statt zweimal den Bus zu wechseln, sofern es denn einen gab. So wartete
ich bis 10.00 Uhr, obwohl ich extra so früh aufgestanden bin. Dafür lernte ich im Bus Martin aus Deutschland und Tamar aus Israel kennen und wir hatten eine gute Busfahrt zusammen. Als wir nach 6,5 statt nur 5 Stunden endlich in Ban Kong Lo ankamen, teilte ich mit Tamar ein Zimmer und ging mit ihr etwas essen. Eigentlich wollte Martin auch noch nachkommen, aber obwohl es ein kleines Dorf ist, konnte er uns nirgendwo finden. Wir trafen uns später in der Unterkunft wieder.
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