VIENTAINE, die Hauptstadt von Laos
Nachdem man laengere Zeit in groesseren asiatischen Staedten war, kommt einen Vientiane - die Hauptstadt von Laos - wie ein verschlafenes Dorf vor... aber durchaus positiv!! Eigentlich sollte Laos ja relativ arm sein, aber das merkt man auf den ersten Blick gar nicht.
Alles ist total entspannt, die Autos hupen nicht, ja es gibt einfach nicht so viele, die Strassen sind sauber und man wird nicht an jeder Ecke von einem Bettler oder Haendler angesprochen a la: "buy me pleeeeeaaaaasssee, give me ooonnnee dooollaaarrr"..... oder auch beliebt "...pssssshhhh...you want haschisch...."
Also hier gibt es so etwas nicht und das haben wir dann richtig geschaetzt, uns ein Rad ausgeliehen und innerhalb eines Tages die ganzen Sehenswuerdigkeiten abgeradelt.
Abend sitzt man dann am Mekong und kann bei einer der vielen Mamas fuer einen Dollar eine Suppe und ein Curry essen und dazu das bekannte und echt gute BeerLao trinken. Das haben wir natuerlich gemacht!!!
LUANG PRABANG
Nach 2 Tagen sind wir dann mit dem Bus nach Luang Prabang gefahren, einem der Haupttouristenorte von Laos - und das merkt man auch schnell: jedes zweite Haus ist in ein Hostel - nein in ein Hotel -
umgewandelt und es regiert der Dollar. Aeltere Leute schlendern die Strasse lang (vielleicht sollte ich das hier mal meinen Eltern empfehlen - architektonisch und kulturell gesehen.... :-) ) und schaun sich die vielen Wats (Tempel) an: es gibt ca 50 stueck davon in Luang Prabang... ehrlich gesagt reicht es aber auch, wenn man sich 3-4 anschaut :-)
Wanderung durchs Hinterland - das absolute Highlight
Uns war das zu touristisch - und auch zu teuer - also haben wir uns entschlossen eine 5 taegige Wanderung im Umland zu machen - dort wo es keine Strassen, kein Strom - und auch keine Touristen - gibt.
Das war echt eine super Entscheidung, denn sobald man Luang Prabang verlaesst sieht man auch kaum noch Touristen. Mit einem Guide ausgestattet sind wir dann also durch Fluesse, ueber Berge etc. gelaufen und haben in kleinen Doerfern uebernachtet.
Dort schaut es so aus wie bei und vielleicht vor 150 Jahren - wenns ueberhaupt hinkommt. Die Leute sind nett, obwohl es schwer ist eine Konservation zu fuehren.
Abends wurde dann fuer uns ein Huhn geschlachtet - was wir uns vorher aussuchen durften... und dann kommt aber auch alles vom Huhn (ausser den Federn) in
den Kochtopf: aus dem Blut macht man schnell noch ein scharfes Chillie, die Innereien und Knochen kommen einfach mit in den Topf...
Und das Highlight fuer die Leute hier sind die Huehnerfuesse!!! mhhhh, das ist lecker die Klauen abzuknabbbern, so schoen viel Knorpel - und das Beste: die Zehennaegel kann man dann noch als Zahnstocker benutzten - - ohne schmarrn, das glaubt man nicht.
Diesen Teil habe ich dann getrost ausgelassen, das Huehnerblutchillie war aber sehr gut.
Nebenbei wird dann immer - auch im Wohnzimmer - fleissig geruelpst und auf den Boden gespuckt (!!!!)
Uebernachtet haben wir dann mit den Familien im grossen Schlafraum - und auch hier wird vor dem Schlafen gehen erst mal ordentlich der Schleim einfach nebens Bett auf den Boden gerotzt - na Prost!
Nach den Wandertagen haben wir uns dann ganz wohl gefuehlt, als wir am letzten Tag noch kurz ueber den Mekong gepaddelt sind und dann abends wieder in Luang Prabang angekommen sind. Am naechsten Tag sind wir dann nach Hanoi geflogen.
Laos: ein kurzer aber schoener Aufenthalt; zum Glueck haben wir diese einmalig schnoene Wanderung gemacht, um das wirkliche Leben in Laos etwas mitzubekommen....
Houay KakKleines Dorf, in dem wir bei einer Familie auf dem Boden uebernachtet haben
Houay KakKein Strom, keine Strasse und viele glueckliche Menschen...
Spielzeugda fragt man sich wieso die Kinder bei uns Barby, Lego, Playmobil, Hello Kitty brauchen.... so gehts doch auch ganz gut!