Don Det
Nach dem ich einige Tage mit dem älteren französischen Herr auf Don Det und seinen Nachbarinseln verbracht habe, ist dann am letzten Sonntag der junge Franzose (Jérôme) ebenfalls eingetroffen. Wir haben uns in einem kleinen Guesthouse 2km weg von Don Det "City" niedergelassen. Wir waren die einzige Gäste und es war sehr ruhig und schön. Die beiden darauf folgenden Tage habe ich Jérôme dann die Highlights gezeigt, Don Khon mit seinen Wasserfällen und Don Loppadi mit seiner unberührten Natur und seinen "Ureinwohnern". Es ist wirklich ein atemberaubender Flecken Erde und man könnte gut einige Wochen hier verweilen und würde immer wieder etwas Neues sehen. Auch wenn es nicht immer unbedingt was Schönes sein muss. Das kam so. Wir machten mit dem Velo einen Ausflug über die Insel Don Khon und da die Strasse sehr holprig war, fiel Jérômes Kette die ganze Zeit raus. Als wir da also einen Halt machen mussten, inmitten des Dschungels, da sehe ich am Boden so ganz komisch kleine Würmer, die sich extrem komisch fortbewegen. Ich bin völlig fasziniert und bestaune die kleinen Viecher. Als Jérôme diese sichtet, sagt er nur; los, weg hier. Ich schwinge mich aufs Radl und fahre los, keine Ahnung was
das war. Beim nächsten Halt (die Kette fiel wieder raus), war ich dann schon ziemlich verängstigt und schaute ganz genau, was sich da am Boden befindet. Und huch, was kitzelt mich denn da am Fuss? Ich hatte 2 der Blutsauger auf mir. Panik, Geschrei, Herzrasen, Panik.... Aaaah. Doch wie ihr seht, ich habe es überlebt.
Attapeu
Am Mittwoch nahme wir dann ein Boot nach Nakasang und von dort einen Minibus nach Pakxe und von dort einen grossen Bus bis nach Attapeu. Wir durchqueren das Bolaven Plateu mit seinen vielen Kaffeeplantagen und kommen abends, nach Einbruch der Dunkelheit in der Mitte vom Nirgendwo an. Wir finden ein Guesthouse (ich glaube, es war ein Stundenhotel, denn in den Zimmern nen an gingen ganz komische Sachen zu und her) und essen in einem Strassencafe eine Suppe. Am nächsten Morgen mieten wir für 10 Dollar (extrem teuer) ein Motobike und machen uns auf den Weg die Wasserfälle inmitten des Dschungels zu besuchen. Es regnet ein bisschen doch die Natur ist wundervoll. Wir durchqueren den Dschungel, kommen an kleinen Siedlungen vorbei und finden 2 wunderbare Wasserfälle. Auf dem Rückweg gibts dann Reis und ein Ei (das isst man hier mit den Händen) und retour
in Attapeu schlendern wir noch über den lokalen Markt und oje oje was sehe ich da. Überdimensionale Ratten, die zum Kauf angeboten werden. Ja wenn das mal kein Festessen ist?! Am nächsten Morgen nehmen wir um 6 Uhr den Bus nach Savanakhet.
Savanaketh
Am Freitagabend kamen wir dann nach einer weiteren langen Busfahrt in Savanaketh an. Auf dem Weg sahen wir einen tollen Sonnenuntergang, die rote Kugel ging genau vor unseren Augen unter. Toll. Savanaketh ist die 2. grösste Stadt von Laos doch davon spürt man nichts. Alles geht ruhig und gemütlich zu und her. Ich muss sagen, ein echt nettes Fleckchen Erde hier. Wir finden ein nettes Guesthouse (mit Warmwasser, was für ein Luxus) und essen ganz in der Nähe in einem Laos Inschuppen. Lustig ist, dass es hier sehr viele Ladyboys gibt. Das liegt wohl daran, dass auf der anderen Seite des Mekongs Thailand liegt... Jérôme wird vom Koch (oder der Köchin?) persönlich angemacht. hihi. Am nächsten Tag, also Samstag, mieten wir ein Motobike und besichtigen die Hightlights rund um Savanaketh. Zuerst kommen wir an einen kleinen See, der von Dschungel umgeben ist. Sehr schön. Wir sehen eine Schlange (bereits meine 2.) und ebenfalls ganz eigenartige Löcher
Lao Familyseht ihr den Schmetterling im Hintergrund?
aufgefüllt mit Platiksäcken in den Stämmen der Bäume. Das einzige was wir uns erklären können, ist, dass sie so die Frösche oder Ameiseneier fangen... Anschliessend besichtigen wir eine schöne Stupa und einen anderen kleinen See, wo wir dann ein kleines Picknick im Stehen machen. Leider hat es zuviele Ameisen um sich in Ruhe hinsetzen zu können. Auf dem Rückweg kommen wir nochmal an einem See vorbei und dort hat es überall rund um den See kleine Hüttchen auf dem Wasser, wo man sich gemütlich hinsetzen kann, etwas trinkt und die schöne ruhige Atmosphäre geniesst. Und wir hören echt gute Rockmusik aus Laos. Das erste Mal seit ich in Asien bin, muss ich echt sagen, dass ich von der Musik hier wirklich angetan bin. Nicht ständig dieser Karaokequatsch. Am Abend hat dann der Allesfresser (Jérôme) einen Ameiseneiersalat bestellt. Igitt, igitt. Und dann sagt man immer die Franzosen hätten einen guten Geschmack was die Gastronomie betrifft. Der Salat hat gestunken und es waren nicht nur die Eier der Ameisen drin, auch Larven und ganze Ameisen... Naja. Mir ist auf jedenfall der Apettit schnurstracks vergangen. Am nächsten Tag gings dann wieder mit dem Motobike auf die Piste. Und dann geschah es. Die Strasse
war voller Kieselsteine und Staub und zagg bumm bäng bäng... Wir hatten einen Unfall. Ich war überhaupt nicht darauf vorbereitet, ich sass hinten und habe die Natur bestaunt und schwupp ich finde mich wieder auf dem Boden, rolle mich unfreiwillige im Staub und bleibe liegen. Autsch. Ich stehe auf, ein kleiner Schock sitzt mir im Nacken, noch nie hatte ich einen Motorradunfall. Mir tut so ziemlich alles weh doch ich rapple mich auf. Ich sehe Jérômes Fuss, er blutet wie verrückt. Zum Glück ist eine kleine Tankstelle in der Nähe. Wir gehen dort hin und versuchen unsere Wunden zu reinigen. Die Frauen sind ganz herzig und meinen, wir sollen ein paar Meter zurück fahren, dort gäbe es jemanden der uns helfen könne. Wir gehen also in das kleine Dorf und dort sitzt eine Frau vor ihrem Holzhaus. Als sie uns sieht, holt sie ihre Adidas Tasche hervor und verarztet uns. Zuerst Jérôme, dann ich. Als sie meine Wunde am linken Ellbogen mit Alkohol reinigt, falle ich kurz in die Bewusstlosigkeit. Als ich wieder zu mir komme, sehe ich, wie sie eine Spritze zubereitet. Ich sage nur zu Jérôme; Was macht sie denn da und sofort lehnt er dies dankend ab.
Ich komme langsam aber sicher wieder zu Kräften. Sie reinigt ebenfalls meine Wunde an der rechten Schulter und an der Hüfte und nachdem ich dann ein 7up getrunken hab, gehts mir auch wieder gut. Wir bedanken uns herzlich bei der Dame und beschliessen unsere geplante Route zu verkürzen. Wir besichtigen auf dem Rückweg eine andere Stupa und kommen an einem wunderbaren Palmenmeer vorbei. Doch ehrlich gesagt hatte ich anschliessend schon ein bisschen Angst auf dem Motobike. Dazu kam noch, dass es zu regnen begonnen hat. Aber wie ihr seht, auch dies habe ich überlebt:-) Leider konnten wir uns dann nicht richitg waschen und uns um unsere Verletzungen kümmern, denn wir hatten das Busticket nach Vientiane bereits gekauft. Es ging um halb 10 in der Nacht weiter. So stiegen wir also ziemlich schmutzig, müde und ein bisschen kaputt in den Bus. Der Bus wäre eigentlich sehr komfortabel gewesen, wären unsere Sitze nicht die Hintersten gewesen. Alle Sitze liessen sich runterklappen, nur unsere nicht. Wir fanden also nicht sehr viel Schlaf und als wir heute Morgen um 5 Uhr hier in Vientiane ankamen, waren wir ziemlich kaputt. Doch auch hier sahen wir gleich zu Beginn etwas, das wir zuvor noch nie gesehen
haben. 3 Laofrauen in traditionellen Kleidern teilten ein "Taxi" mit uns und sie hatten so ganz lustige kleine Tierchen bei sich. Es war so eine Mischung aus Schwein und Meerscheinchen. Sie waren echt süss, aber leider schon halbtot. Nach einiger Zeit fanden wir dann ein Guesthouse und kamen endlich zu unserer Dusche. Wir reinigten unsere Wunden und legten uns schlafen.
Vientiane
Um 14 Uhr fühlten wir uns dann fit genug, etwas zu machen. Da mein Visum nur 15 Tage gültig war, musste ich zum Immigration Office. Da erfuhr ich, dass die 15 Tage Verlängerung genau gleich viel kostet, wie wenn ich ein Visum für 30 Tage beantragt hätte... Super. Soviel zum Thema Schweizer könne gratis einreisen... Anschliessend gings zur Thai Botschaft. Doch die hatte bereits geschlossen (um 15 Uhr!). Morgen kümmere ich mich also um die weiteren administrativen Dinge für meine weitere Reise und dann gehts ab in den Norden. Luang Prabang und Luang Namtha wir kommen - juhuuuu.
Liebi Grüessli usem schöne Laos
Simi
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Da hast du mir doch einen Schrecken eingejagd mit dem Unfall. Zum Glück seid ihr noch glimpflich davon gekommen. Ich drücke alle verfügbaren Daumen, dass das der letzte Unfall war!
Weiterhin viel Spass und Take Care.
Liebe Grüsse aus der vorwinterlichen Innerschweiz.
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Part of trip:
Cambodia and more
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Da hast du mir doch einen Schrecken eingejagd mit dem Unfall. Zum Glück seid ihr noch glimpflich davon gekommen. Ich drücke alle verfügbaren Daumen, dass das der letzte Unfall war!
Weiterhin viel Spass und Take Care.
Liebe Grüsse aus der vorwinterlichen Innerschweiz.
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