Natur pur: 3. - 12. NOV. 2008 Arunachal Pradesh

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Indias flagPublished: November 12th 2008Asia » India » Arunachal Pradesh
November 3rd 2008

(Die Internetverbindung erlaubt keine Bilder. Stuerzt sofort ab. Also noch ein wenig Geduld fuer die stetigen Mitleser! Ausserdem folgt eine weitere Ueberarbeitung, denn alles an einem Tag ist zu viel. Details fehlen zu Hauf! Auch werden Erklaerungen in den Bildunterschriften folgen. Wie bereits geschrieben: Wenn diese Abteilung fertig ist, werde ich an ALLE eine Email senden).



Das grosse Treffen sollte in Guwahati am Bahnsteig stattfinden. Renate, Stefan, Marina, Donald und Raj der Guide waren bereits im Zug, Helmut und ich sollten zusteigen. Der Zug kam auf Gleis 1 an und fuhr auf Gleis 3 weiter. Die Insassen waren ein wenig nervoes, dass wir es nicht schaffen und uns die Zeit nicht reicht den Zug zu finden. Stefan und Raj gingen zum Bahnhofsmanager und liesen uns ausrufen. Unsere deutschen Namen am Bahnhof von Guwahati.... So begann die grosse Tour nach Arunachal Pradesh im aeussersten Nordosten Indiens.

Unser Team:

Raj Basu, Gruender und Kopf von Helptourism, Siliguri, Indien
http://www.helptourism.com/

Renate & Stefan Loose, Reisebuchautoren, Berlin
http://www.stefan-loose.de/travel-stories/renate-stefan-loose/

Mariana & Donald, Kuenstler und Guesthausbereiber, Kuching/Sarawak/Malaisia
http://www.singgahsana.com/main.html

Helmut Drotleff und ich, AER, Berlin

Die erste Nacht verbrachten wir im Zug nach einem Begruessungsschnaps und erste Worte des
Die TruppeDie Truppe
Die Truppe

Renate, Stefan, Marina, Donald, Im Hintergrund: Helmut
Kennenlernens. Da es am Montag schon wieder einen Streick gab musste die Route gleich im Zug mal umgeschmissen werden und wir stiegen eine Station frueher, als urspruenglich geplant, aus. Dies bedeutete um 3:30 Uhr morgens.
Zwei Jeeps standen bereit und wir fuhren zu unserem ersten Camp, namens "Banashre", in dem wir nur eine Nacht verbrachten.
Alle Camps von Helptourism liegen touristisch interessaner Umgebung, wurden von Mitarbeitern und Einheimischen aufgebaut und werden anschliessend in die Haende Ortsansaessiger uebergeben. Die Buchung und Vermittlung wird von Kolkatta oder Siliguri aus gestartet. Hauptpotential: Birdwatcher.

Einfache Huetten am Fluss, traumhafte Ruhe. Kein Verkehr, keine Menschen, nur ein paar Fischer. Ein Traum. Als Abendaktivitaet gab es eine Bootsfahrt mit Sonnenuntergang und Bramaputradelphine. Am Morgen, noch vor dem Fruehstueck warem wir im Dorf auf dem Fischmarkt. Hier gibt es kaum westliche Touristen. Demensprechend gross waren die Augen von Gross und Klein als wir ankamen.
Nach dem Fruehstueck gab es einen Abstecher in den Nationalpark in dem die Hoolockgibbons und auch Tiger leben. Die Tiger schliefen, die haben wir nicht gesehen. Aber eine Familie der nur da lebenden Affen. Das war ein Erlebnis.

Das Camp wird jedes Jahr neu aufgebaut. Nur die Stahltraeger die im Boden
Sonnenuntergang am BramaputraSonnenuntergang am Bramaputra
Sonnenuntergang am Bramaputra

....der Hubbel im Wasser ist ein Delphin!
eingelassen sind laesst der Fluss ueber. Ansonsten wird alles weggeschmemmt. Das bedeutet, dass die hier lebenden Menschen immer wieder von Null anfangen muessen!

Weiter ging die Fahrt durch die assamesischen Teeplantagen zum naechsten Camp. Fluesse mussten mit abenteuerlichen Faehren gequert werden.

Wir queren die Grenze von Assam zu Arunachal Pradesh. Unsere Permits muessen gezeigt werden.

Sollten Touristen hier ankommen und kein Permits vorweisen koennen ist die naechste Stadt/Dorf mit Uebernachtungsmoeglichkeit so weit entfernt, das es nicht moeglich ist sie am gleichen Tag noch zu erreichen. Es wurde dafuer extra ein einfaches Guesthouse neben der Grenze eroeffnet.
Wir fahren in die Mishmi Berge und bewohnen ein komplett neues Resort. Wir sind die ersten westlichen Touristen auf dem Camp. Es liegt spektakulaer auf einer Plattform in Mitten von Orangenbaeumen und einer genialen Aussicht ins Tal und auf die Flusslaeufe.....der Beginn des Brahmapurtras ist hier. Die Grenze zu Tibet im Norden ist ca 70 km entfernt. Wir sind im Mishmi-Gebiet. Dieser Stamm kommt ursprueglich aus Burma, auch leben Gruppen in Suedchina/Yunnan.
Wir bekommen als Dinner Mishmifood und Reisbier, hmmm. Die Party zum Obamasieg faellt sehr feuchtfroehlich aus.... Am Ende der Welt haben wir ueber eine sehr schlechte Inetverbindung mehr oder weniger nur Ueberschriften lesen koennen.... aber wir wussten Bescheid und feierten, zusammen mit den Einheimischen. Am naechsten Tag fuhren wir auf einen Pass, 2655m, und haben eine Aussicht auf den Himalaya. Auf der anderen Seite der Berge ist Tibet.

Ein Mishmidorf haben wir besucht und ein typischen Mishmihaus von innen gesehen. Die Menschen leben in Bambushaeusern auf Stelzen mit einer offenen Feuerstelle. Sie leben von Orangenanbau und Landwirtschaft. Tee wird in dieser Region nicht angebaut. Die Assampeople zahlen an die Mishmis nicht den gleichen Preis wie an die eigenen Leute, so lohnt der Anbau nicht mehr, obwohl es eigentlich Teeanbaugebiet waere.

Nach zwei Naechten in den Bergen geht die Tour weiter ins Flussbett. Wir queren wieder Fluesse und freuen uns auf drei Naechte im Zelt.
Das Essen und die Leute die alles fuer uns organisieren sind fantastisch. Alles ist bestens organisiert und wenn was fehlt gibt es Loesungen. Wir bewundern Sonnenuntergaenge, Sonnenaufgaenge, waschen uns und unsere Waesche am Fluss. Machen Lagerfeuer und trinken in interessanter/lustiger Runde, Bier am Abend.
Erwaenenswert ist, dass das die Plattform fuer das Camp nur ein paar Tage vor unserer Ankunft fertig gebaut wurde. Auch hier wird im Monsun alles, alles weggespuelt und jedes
Unser Guide erklaert....Unser Guide erklaert....
Unser Guide erklaert....

.... die Tour wird uns nach oben fuehren :-)))
Jahr aufs Neue wieder aufgebaut.

Die Tage werden gefuellt mit spannenden Elefantenreiten. Man war ich aufgerecht und mannnn war es toll!!!
Wir fahren ins Dorf und besuchen den Markt, wir besichtigen die Schule und das Kulturzentrum. Und wir haben einen Termin durch Raj fuer Tee beim Minister. Wir besichtigen ein Kloster, queren ohne Faehre flache Fluesse. Und, Renate und ich nehmen ein Bad im Fluss. Im gleichen Fluss in dem der Fisch fuer unser Abendessen schwimmt. Kalt, erfrischend, nicht tief, aber glasklar! Sitze am Ufer und lasse meine Gedanken treiben. Renate ist schon auf dem Weg zurueck als ploetzlich Stefan auftaucht und mit den Haenden aufgeregt wedelt. Ich dachte wir sollen zum Lunch kommen..... schon wieder essen.
So mache ich mich auf den Rueckweg. Aber nein das war nicht der Grund, ein Fischer kam vorbeigepaddelt, verkaufte Raj Fisch und sie kamen ins Gespraech. Ihm muss wohl die Haelfte seines Gesichtes gefehlt haben. Es gibt hier noch Tiger! und er wurde angegriffen, lag ein Jahr im Krankehaus und hat aber ueberlebt, und fischt wieder. Naja, welche anderen Moeglichkeiten gaebe es fuer ihn? Raj muss beim Hoehren dieser Info das Gesicht zusammengefallen sein.
Wir machen uns relativ zuegig auf.....(fuer indische Verhaeltnisse zuegig) und fahren mit dem Boot zurueck zu unserem Zeltcamp. Es war mir komisch in der Magengegend irgendwie.... Tiger!....
Letzter Abend: Eine Kulturgruppe kommt mit einem Jeep an, (durch Fluesse und mit Faehre!) und tanzt fuer uns die traditionellen Taenze in den reich geschmueckten Trachten. Ein Erlebnis mit einer Kulisse, zum niederknien.

Das naechste Camp lang direkt im Nationalpark und somit nicht mit den Jeeps zu erreichen. Wir wurden motorisiert zum Elefantentreffpunkt gebracht, namen nur das Notwenigste mit und stiegen erneut auf Elefanten. Eine Stunde ging es schaukelnd durch die Wildniss. Da der Weg durch eine Muraene versprerrt war, mussten wir wirklich Miniwege mit diesen Riesen gehen. Die Wege waren so eng, dass ich es nicht geglaubt haettem, wenn ich es nicht gesehen haette, dass hier Elefangen gehen koennen. Mit einer Machete wurde uns die Aeste oben rum auch noch frei geraeumt. Manchen Mal musste man wirklich den Kopf maechtig einziehen. Dann kam die Flussdurchquerung. Meine Angst hatte ich ja beim letzten Mal bereits ueberstanden, so war ich mal ganz entspannt. Der Fluss war reissend. Daaaa durch? Na gut, wird schon gut gehen. Je weiter wir in die Mitte kamen, desto mehr war mir nach schreien zumute. Zwischen den grossen Tieren waren die beiden Babies, die die Muetter vor der Stroemung schuetzten. Alles ein sehr grossen Erlebnis, jedoch dachte ich, dass die Elefanten gleich davon gespuelt werden und wir mit ihnen. Aber nein, wir schafften es und kamen im Forsthaus wohlbehuetet an. Der Andrenalienspoegel auf Anschlag. Nachtraeglich erfuhr ich, dass Elefanten auch schwimmen koennen. Haette ich das mal frueher gewusst ;-))
Ohne Genehmigung und Beziehungen durch Raj haetten wir in diesen Betten nicht schlafen duerfen. Das Haus ist vorbehalten fuer Forstangehoerige. Nach einem leckeren Abendessen und einem Bier!!! Auch das wurde mit den Elefanten angeschaukelt, ging es direkt am naechsten Morgen weiter nochmals mit Elefanten zum Ende des Nationalparks. Das war mein dritter Ritt und ich traute mich ohne den Sitz. Direkt auf einer Decke auf dem Elefantenruecken. Renate gab mir den Tipp meine Hosen mit meinem Schal zu polstern. Wie eine Radlhose. Das war gut, denn zwischen den Beinen hat man das arbeitende Rueckgrad des Dickhaeuters.
Wir wurden bis zu den wartenden Jeeps, mit unseren Fahrern und unserem restlichen Gepaeck gebracht.
Noch eine letzte Banane fuer die sanfen Riesen und weiter gings zum naechsten Stop.

Nun kommen wir zu einem weiteren Highlight der Tour. Wir besichtigen das Dorf der Chakmas, in der Helptourism mit der Unterstuetzung der Stefan Loose Foundation die Schule bauen wird.
Die Chakmas kommen ursprueglich aus Bangladesh, wanderten jedoch vor Jahren in die Gegend in Arunajal Pradesh aus. Der Kampf um Land ist ein harter, da das meiste Land im Monsun ueberschmemmt ist und nur ein Bruchteil bewohnbar ist. Auch dieser Bruchteil wird in den Monaten des Monsuns ueberschwemmt. Es gibt immer wieder Kaempfe zwischen den Mishmis und den Chakmas. Die Leute sind arm, leben ohne Strom in Bambushauesern. Die Schule ist unbeschreiblich einfach. Der Lehrer hat seit sechs Monaten keinen Lohn mehr gesehen. Dementsprechend ist seine Motivation. Durch die Schule soll natuerlich die Ausbildung gefoerdert werden, jedoch auch die Geburtenkontrolle langsam dort eingeuebt werden. In manchen Familien leben bis zu 14 Kinder! Auch soll es Moeglichkeiten geben in der Schule zu uebernachten, so dass Feldforscher, Voluntaere, Ethnologen und auch Touristen eine Bleibe finden koennen und mit der Bezahlung der Lohn des Lehrers finanziert werden kann. Das ist der Futureplan.

Renate und Stefan haben weltweit Geld gesammelt und haben dieses Schulprojekt in die Wege geleitet. Jedoch ohne die Beziehungen und das Wissen von Raj Basu waere das Project nicht moeglich. Er hat die Beziehungen und weiss wie es anzupacken ist.

Am 10. November 2008 wurde die Grundsteinlegung der Schule mit allen Offiziellen vor Ort gefeiert. Es war mir eine grosse Ehre dem beiwohnen zu duerfen. Die Hoffnung in den Augen der Menschen, der kleinen und grossen Kinder zu sehen, hat mich emotional sehr migenommen
Da nur in den monsunfreien Zeiten gebaut werden kann, wird die Bauzeit zwei Jahre betragen. Gestartet wird in den naechsten Wochen. Sicher war ich nicht das letzte Mal in diesem Dorf, auch wenn die Anreise eine halbe Ewigkeit dauert.

Die naechste Nacht haben wir in einem offziellen Govermenthouse verbracht. Es gibt keine normalen Unterkuenfte in der Gegend. Keine Touristen, keine touristischen Annehmlichkeiten, keine Restaurants. Alles Essen, jedes Wasser, sogar Bier wurde fuer uns durch Angestellte vor Ort geschafft.

Ohne der Organisation von Helptourism waere die Reise so nicht moeglich gewesen. Nun glaube ich es.... Vorab hatte ich ja immer mal meine Zweifel und dachte mir, dass ich das auch alleine machen kann. Nein, das ist nicht moeglich. Schon am Permit waer ich gescheitert. Auch wenn ich auf eigene Faust zu einem Camp gekommen waere: es waere geschlossen gewesen.

Nun begeben wir uns bereits auf die Rueckreise. Von Miao nach Dibrugar. Dort gibt es ein weiteres Camp, in der Naehe des Dorfes von unserem Fahrer.
Helmut hat ja immer wieder mal erwaehnt, dass er gerne einen Barbershop aufsuchen wuerde. Der Barber kam ins Camp. Raj hat sogar das organisiert. So sass Helmut, der sehr ungerne fuer ein Foto posiert in voller Pracht bereit zur Rasur im Sonnenuntergang. Ein Traumbild. Stefan tat es ihm gleich.

Nach einem Snack.... achja, Essen gab es so reichlich, dass wir immer nur am stoenen waren: schon wieder Essen! ......gab es eine kleine Ueberraschung. Alle dachten nun sei das Ende gekommen. Aber nein, wir fuhren in ein Dorf, die bereits auf uns warteten um uns ihre Taenze aufzufuhren. So sassen wir da. Auf Stuehlen mitten auf einem kleinen Dorfplatz und starrten uns gegenseitig an. In diesem Dorf waren noch nie westliche Touristen. Huuuu, das war fast zu viel. Und dann hatten wir auch noch Spass und tanzten mit und lachten und Raj uebersetzte und wir schauten uns gegenseitig an und keiner der beiden Seiten konnte es so richtig glauben.
Und wenn es nicht moeglich ist in ein Dorf zu fahren, weil es zu weit ist oder die Strassen zu schlecht, dann kommt das Dorf in unser Camp. (Raj's Worte) Das war das allerletzte Highlight. Die hatten soviel Spass am Tanzen, dass Raj sie immer wieder bitten mussten zu stoppen, denn das Essen wurde kalt und der Rueckweg ist weit. Wir hatten einen wunderschoenen letzten Abend am Lagerfeuer.

Eine wunderschone Tour in einer wunderbaren Truppe ging zu Ende. Jederzeit wuede ich diese Tour wiederholen. Am besten mit den gleichen Leuten.... Naja, oder eben anderen. Sehen wie es kommt. In Indien ist ja nie irgendwas so richtig sicher. Namastka!!!

14.NOV
Um hier einen ausfuehrlichen Text zu schreiben und Bilder reinzusetzen, braucht es Zeit, Musse und ein gutes Internet. Alle drei Komponenten stehen grad nicht zur Verfuegung. Sobald diese Abteilung fertig ist werde ich wieder an alle eine Email schreiben. Also ein wenig Geduld. Vorab ein paar Bilder, damit es nicht ganz so leer aussieht. ;-)

12.NOV.
Ich melde mich hiermit zurueck aus der Wildniss. Es war einer der spannensten Trips die ich jemals gemacht habe. Gesund, gluecklich und zufrieden und auch ein wenig fertig haben wir uns heute morgen verabschiedet.
Grosse Berichte und Bilder folgen..... wollte nur grad mal ein Lebenszeichen von mir abgeben.

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The Indus Valley civilization, one of the oldest in the world, dates back at least 5,000 years. Aryan tribes from the northwest invaded about 1500 B.C.; their merger with the earlier Dravidian inhabitants created the classical Indian culture. Arab in...more info
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