Ein paar Stunden wunderbarer, erholsamer Schlaf und schon klingelte der Alarm des Handys - doch in voller Vorfreude auf die Heißluftballonfahrt ist das frühe Aufstehen kein Problem. Da ich ja gestern schon ein wenig gefroren habe, und es heute hoch hinausgehen soll, ziehe ich mir viele Schichten an und mit einem Schal fühle ich mich gut ausgerüstet.
So bin ich rechtzeitig fertig, um wieder den Hotelbesitzer zu wecken, damit ich pünktlich zur Abholzeit entlassen werde. Es ist schon etwas merkwürdig, zumal er nicht gesagt, aber so lange er mir zur gewünschten Zeit immer die Türen aufschließt soll es mir egal sein.
Mit einem Kleinlaster werde ich abgeholt. Anschließend fahren wir zu den drei anderen Mitfahrern, Spanier, und die Ballonfahrer mussten alle auf der Ladefläche Platz nehmen neben den Gasflaschen und dem Korb.
So fahren wir ein kurzes Stück raus aus der Stadt, dann querfeldein zum Fluss auf eine Wiese. Dort ist genügend Freiraum um den Ballon auszubreiten. Der Korb wird vorbereitet, doch es ist ein wenig zu windig und so warten wir eine Weile auf windstillere Bedingungen. Das Starten wäre nicht so problematisch wie die spätere Landung. Ich sehe die Wolken über uns hinweg ziehen, und frage mich, worauf wir warten,
MariaOn the bus trip to Longji I met Maria from Austria and we decided to climb up the Moon Hill together.
es sieht nicht so aus, al würde sich etwas ändern. Und so mache ich ein wenig Small Talk mit den Spaniern und versuche nicht daran zu denken, wie früh und kalt es ist.
Nach gut einer halben Stunde sagen die Experten den Flug endgültig ab. Enttäuscht sehen wir zu, wieder der Korb wieder auf die Ladefläche verfrachtet wird, und es geht wieder zurück in die Stadt.
Nun liegt dafür noch viel freie Zeit vor mir. Zuerst checke ich aus meinem Zimmer aus, kann aber das Gepäck noch weiterhin dort aufbewahren. So leihe ich mir wieder eines der tollen Mountain Bikes und besuche Joanlin im Global Cafe. Vormittags werden Milchshkes erviert, so dass ich endlich in den Genuss eines Mango-Bananen Milchshakes komme und weiter viele neue Geburtstagsgrüße lesen kann. Nun habe ich viel Zeit, denn wir haben uns erst um halb zehn zum Frühstück verabredet.
Heute gibt es sogar Strom im Cafe und frisch aufgebrühten Kaffee, doch ich bleibe lieber bei Orangensaft, Fruchtjoghurt und Toast.
Maria mietet sich auch noch schnell ein Rad und los geht es Richtung Yulong River. Doch diesmal geht es flussab, wie ich bereits mit dem Floß gefahren bin. Doch auf den nun etwas schlammigen, steinigen Wegen
on the way we met this little water buffalo, quite cute.
am Ufer entlang ist es ein ganz neuer Eindruck - und ich freue mich, meine Wanderschuhe mit dem Wasser-Sand-Gemisch zu belasten, anstatt meiner Turnschuhe.
Ich weiß nicht, wie lange wir so fahren, irgendwann erreichen wir die geteerte Straße, die mir schon vom ersten Tag und dem Ausflug zum Silver Cave bekannt ist. Diesmal geht es weg von der Stadt zum Moon Hill, der schon in Sichtweite ist.
Vorbei geht es an dem Banyan Tree, ein mächtiger, sehr alter Baum und als wir schon glauben, die Einfahrt zum Moon Hill verpasst zu haben, doch schon tauchen einige Frauen wie aus dem Erdboden gewachsen vor uns auf und bieten uns etwas zu trinken an.
Wir sind da. Diese Frauen sind mir nämlich schon aus einigen Erzählungen bekannt. Sie begleiten die Touristen beim Aufstieg und haben die verschiedensten Getränke in einer Kühltasche dabei. Am Ticketoffice stellen wir unsere Fahrräder ab und bahnen uns den Weg durch die Verkäuferinnen. Zwei junge Rucksacktouristinnen sind wohl erfahrungsgemäß nicht die potentiellen Kunden, und so können wir den Anstieg durch grüne Büsche und Sträucher für uns genießen. Auf dem Weg treffen wir einige Leute einer Reisegruppe, die sich schwitzend und schnaufend die Stufen hinaufschleppen. Nicht das es uns
viel besser geht, doch können wir es vor den Verkäuferinnen besser verbergen.
Nach etwa 45 Minuten sehen wir wieder Himmel über uns, oder besser gesagt, den Torbogen des Moon Hills. Es ist sehr windig und dazu noch besetzt von den vielen Teilnehmern der Reisegruppe und so schlagen wir uns gleich zu dem Weg bis zum Top durch. Dieser Weg ist nur noch ein Trampelpfad, entstanden durch neugierige, entdeckungssüchtige Touristen. Auf der Spitze ist nicht mehr viel Platz, doch wir sind, bis auf einen kurzen Besuch einer Frau aus Israel allein dort oben und können die bescheidene, aber beeindruckende Aussicht genießen.
Warum der Mondberg Mondberg heißt, ist mir leider verborgen geblieben. Doch die Landschaft allein macht den Ausflug zu einer empfehlenswerten Reise.
Nach einer kurzen Rast unter dem nun verlassenen Bogen machen wir uns wieder auf den Heimweg.
Am Fuße des Berges angekommen begegnen wir einer weiteren Reisegruppe, die gerade vom Mittagessen wieder aufbricht. Alle ausgestattet mit einem Fahrradhelm fahren sie wie eine Elefantenherde aufgereiht hintereinander her. Wie sehr gefällt mir doch das Leben als Individualreisende…
Zurück in Yangshuo gönnen wir uns eine frühe Kaffeepause. An der Anzeige, dass es hier besseren Kaffee als bei Starbucks gibt, können wir nicht unversucht
vorbeigehen. So genießen wir bei Kaffee und heißer Schokolade einen lokalen Vanillepudding und einen Banana Pancake, um dann anschließend doch noch ein verspäteten Mittagsnack zu uns zu neben. Wer hat denn festgelegt, dass man nicht mit dem Dessert anfangen kann?
Anschließend verabschiede ich mich nach Austausch der Emailadressen, denn es wird Zeit, dass ich meine Weiterreise nach Guilin antrete.
Maria bleibt noch ein paar Tage hier, bevor sie weiter nach Hongkong reist. Leider wird sie Hongkong in Richtung Philippinen verlassen, bevor ich wieder dort bin.
Ich mache noch einen kurzen Stopp im Global Cafe, um mein Versprechen einzuhalten und mich von den Joanlin und den Mädels zu verabschieden, die mir meine Geburtstagslaune erheblich verbessert hatten.
Anschließend hole ich mein Gepäck in meinem ‚Hotel’ ab. Dort kann ich noch mal kurz im Internet die verschiedenen Hostels in Shanghai checken, und sogar von seinem Telefon eine günstige anrufen. Leider gibt es den im Internet angepriesenen Pick-Up Service nicht mehr.
Jetzt heißt es aber erstmal pünktlich zum Flughafen.
Dick bepackt laufe ich auf der Straße, die ich drei Tage zuvor am Morgen entlang gelaufen bin zum Busbahnhof. Kaum in Sichtweite höre ich einen Mann rufen „Guilin, Guilin?“ - na sicher, wohin denn sonst
mit soviel Gepäck….
So sitze ich ohne Wartezeit im Bus und werfe noch ein paar letzte Blicke auf die herrliche Landschaft. Ich kämpfe ein wenig mit der Müdigkeit, Tage an der frischen Luft bin ich nicht mehr gewöhnt.
In Guilin angekommen steigen mit mir noch zwei weitere Chinesen aus, die auch zum Flughafen wollen und mir anbieten, sich da Taxi mit mir zu teilen. Aber leider erst für einen späteren Flug, und mir ist es lieber, wenn ich gleich fahre und nicht erst noch mit ihnen zu Abend esse, und damit weniger Zeit zum Einchecken habe.
Tiger, unserer Reisterrasen-Tourguide, hatte mir geraten, den Airport Bus in Guilin zu nehmen, und mir den Hotelnamen aufgeschrieben. So müsste ich nur kurz in Guilin das Taxi nehmen, anstatt die gesamte Strecke zum Flughafen zu zahlen. Mit diesem Stück Papier stehe ich nun also in Guilin am Bahnhof und versuche ein Taxi zu finden, was mich dahin bringt. Trotz Hilfe eines Chinesen weigert eine Taxifahrerin mich dorthin zu fahren - was auch immer das Problem ist. Die beiden Chinesen verstehen mein zeitliches Problem, wenn auch nur mit Händen, Füßen und einigen chinesischen und englischen Brocken. Und so bieten sie mir an, gemeinsam mit mir
zu dem Hotel zu fahren, es soll nur jenseits der nächsten Kreuzung die Straße runter liegen. So kann ich also dem Fahrer des nächst erreichbaren Taxis den Zettel zeigen und die weiteren Erklärungen übernehmen die beiden.
Nach einer kurzen Fahrt erreichen wir das besagte Hotel, als gerade ein Airport Minishuttlebus abfahren will. So kann ich gleich von dem Taxi in den Minibus springen, mich schnell versichern, dass ich nichts im Taxi vergesse, mich herzlich über die freundliche Unterstützung bedanken, und schon bin ich für nur 20,-RMB auf dem Weg zum außerhalb der Stadt gelegenen Flughafen. Toll, alles hat reibungsfrei, ohne jegliche Wartezeit geklappt. Ich bin der einzige Fahrgast, und so wundere ich mich nicht mehr, dass der Minibus noch mal angehalten hat, um mich mitzunehmen. Trotzdem fühl ich mich ein wenig geehrt, ein toller Service.
In der Departure Hall angekommen, werde ich gleich von einer Elong Mitarbeiterin ‚überfallen’, die mir ihre Dienste anpreist wie z.B. ein Hotelzimmer in Shanghai zu besorgen.
Da ich immer noch nicht weiß, wo ich diese Nacht schlafen werde, kommt mir das ganz gelegen. Ich habe die Flüge über Elong gebucht, weil sie die günstigsten waren. buche ich meine Flüge, auch wenn ich befürchte, dass ihr
biking tripyou can't imagine how happy we were not going in a big group with "please, follow the flag" ;-)
’einmalig gutes Angebot’ für ein Hotelzimmer noch immer ziemlich teuer sein wird.
So entschuldige ich mich erstmal zum Check-In Schalter. Als ich mein Gepäck auf dem Weg zum Flieger weiß, treffe ich eine deutsche Familie, auch auf dem Weg nach Shanghai, doch sie haben einen Pick-Up Service ihres Hotels.
Die Englisch sprechende Mitarbeiterin von Elong ist leider verschwunden und die zwei verbliebenen, nur chinesisch sprechenden elong-Mitarbeiter stehen mir recht ratlos gegenüber. So wird per Telefon die Mitarbeiterin herbeigerufen und nach einigen eingeholten Informationen kann ich ein Zimmer für 138,-RMB bekommen. Dafür kann ich in einer Hostel anderswo in China fast eine Woche wohnen, doch für ein Einzelzimmer in einem Hotel und dann noch in DER Stadt Chinas, ist sehr günstig und ich stimme zu. Es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, wo man die Nacht schläft besonders, wenn es schon fast 21Uhr ist. Nun muss ich in Shanghai nur noch eine Möglichkeit finden, möglichst günstig ins Zentrum zu kommen. Doch nach der Mitarbeiterin soll es auch nachts einen Airport Shuttlebus geben, zumindest so lange Flieger landen und abfliegen.
Mit einem guten Gefühl sitze ich also im Flieger - auf in das nächste Abenteuer!
P.S. Es sei noch soviel
zu der Reise gesagt:
Es gibt ein leckeres Abendessen, was ich um 22Uhr nicht mehr erwartet habe;
ich habe neben und hinter mir eine holländische Familie sitzen, die dort zeitweise lebt (wieder sehr interessante Erzählungen);
wir kommen pünktlich gegen Mitternacht am Pudong, dem großen internationalen Flughafen, an;
der Flughafen ist wie leer gefegt, keine Probleme, alle Gepäckstücke sind mitgekommen;
es fährt noch ein Airportbus, wenn auch mit einer anderen Nummer;
1Stunde und 4 Stationen später steige ich am Volksplatz (ren min guang chan - das erste neu gelernte Wort) aus;
ich nehme ein Taxi, mit der Adresse in chinesischen Schriftzeichen geht es Richtung Hotel, so ganz sicher, ist sicher der Fahrer nicht, wo das Hotel liegt, doch er findet es schließlich etwas zurückgelegen von der Hauptstraße;
ich werde bereits mit vorgefertigtem Eincheckzettel erwartet, ich bin vorgewarnt, hier spricht niemand Englisch, so bin ich gegen halb 2 in einem schönen Zimmer mit einem großen, bequemen Bett und noch viel schönerem Badezimmer
not to forgetAfter the trip we tried how coffee taste better than in starbucks, but it was really quite good, Maria said, I stayed with a hot chocolate ;-)
last snackA quick goodbye-meal with a nice person before I went on my way to Shanghai,