Habe ich also letzte Wochen großmäulig mein Verhandlungsgeschick gepriesen, so folgte diesmal bereits wenige Stunden nach meiner Angeberei die kalte Dusche - der gelandete "Waschmaschinenadler" entpuppte sich bei genauerer Betrachtung als lahmer Geier - allerdings muss man bei allen Aversionen die Fortschritte der chinesischen Waschmaschinentechnologie zwischen 1958 und 1961 gebührend würdigen. So sorgt z.B der lindgrüne Anstrich für ein angenehmes Feng Shui in der Küche, die Schleuderleistung hat sich von der Kraft einer Nähmaschine immerhin zum soliden Power eines Handmixers gemausert und die Geräuschkulisse von einer Elefantenherde auf Ectasy immerhin zu dem bedrohlichen Brummen eines Hornissenschwarms verringert - Hut ab!!!
Aber auch die Warnung meiner Chefin, ich müsse die Maschine pfleglicher behandeln als die alte, es wäre "Very much trouble for the Vermieter" eine neue zu beschaffen, kostet mich bei allem Verständnis für seine Probleme nur ein müdes Lächeln - es muss echt schwer sein, im Jahr 2008 eine Waschmaschine von 1961 zu beschaffen...
Für die wahren Überraschungen, die Erlebnisse, die einem die Tränen in die Augen steigen lassen und man sich selbst fragen muss, ob es Tränen der Lachens oder nicht vielmehr welche der nahenden Verzweiflung sind - ja, für solche Erlebnis sorgt nur meine Schlumpfenbande, diesmal angeführt
von „Pferd mit Kopfschmerzen“, meinen fremdsprachenbegabten Lesern auch als „head ache horse“ bekannt. So landete(schon vor einigen Wochen, allerdings meine ich doch der Firma zumindest ein Mindestmaß an Firmengeheimnissen zuzugestehen zu müssen, um nicht alle gewinnträchtigen Firmengeheimnisse zu verraten) das folgende Dokument auf meinem „elektronischen Schreibtisch“, meinen Laptop, der ja leider, und vice versa auch zum Glück, durch die permanente Verfügbarkeit mit dem msn-messenger zu einer www-Ablage für abstruse Ideen und Dokumente der ganzen Agentur mutiert - mit dem nicht zu verachtenden Vorteil, dass ich mich auf selben Wege ungeliebter Aufgaben in sekundenschnelle entledigen kann - mehr dazu siehe in meinem letzten Blog Stichwort „google“. Diesem Dokument, der neuen Geschäftsidee der Firma, war die Bitte beigefügt, ich möge dem von „Pferd mit Kopfschmerzen“ verfassten Text einmal Korrektur lesen und ins englische übersetzen, da es unverständlicher Weise bereits einige Probleme mit potenziellen Kunden gab- davon, dass zuerst eine deutsche Übersetzung notwendig war, hat niemand etwas gesagt…
Wegen der Vermittlung zwischen Olympiaspiel in Beijing tragt B A die Vermittlungsaussuch auf. A ist für die Hilfen der Vermittlung zeischen B und Vermitter verantwortlich und behalt die Servicegeld.
1. A bittet die Service für B um die Hilfen der Vermittlung zwischen Olympiaspiel an. A klingt 15 % von Mitte, die nicht inklusive in Mitte.
2. B bezahlt zuerst nach A die Anzahlung Yuan ( % von Mitte). Bei Zurückgeben bezahlt A nicht.
3. B mußt pünktlich unter den Vertrag nach Vermitter die Mitte bezahlen. Trotzden hat A die Recht um die Hilfen nicht anzubitten.
4. Wenn A nicht nach B um die Hilfen der Vermittlung anbitten kann, dann geben A die Anzahlung nach der schriefliche Mitteilung in eine Monat nach B zurück.
5. Wenn es wegen der Recht von chinesischen Politik in 2008 geändert oder unerreichbaren Sträubensgründungen ist, werde A die Anzahlung nach B zurückgeben.
6. Wenn wegen selbster Gründungen b nicht nach Beijing kommen kann, werde A die Anzahlung nicht zurückgeben.
7. A ist für die Gegebenheit der Informationen der Vermittlung verantwortlich. B ist für die Auftreten in Beijing verantwortlich.
8. Dieser Vertrag wird bis B schon nach Beijing gekommen und schon für die Bestimmung unterschrieft beendet.
Themenwechsel: Im Unterricht verwende ich gerne Texte, deren Formulierung etwas über dem Niveau meiner Klasse liegt, die Basisvokabel aber gut verständlich sind um neben dem Deutschniveau auch die
Fähigkeiten meiner Schüler, mitzudenken und zu verstehen, zu fördern. Unversehens bringt mich dieser kleine Abstecher in die Welt des modernen Frontalunterrichtes zurück zu meinem Anschauungsobjekt - wer hat was verstanden, bitte, sehr verehrte Lesergemeinde, beantwortet folgende Fragen:
Richtig Falsch
A kann B olympische Spiele vermitteln(vielleicht eine Chance für Österreich!?)
A darf das Geld behalten ohne etwas dafür zu tun
15% der Mitte sind ein fairer Preis
A bezahlt nicht, wenn B zurückgibt, was er A nicht bezahlt hat. Auflösung: 1. richtig, 2. richtig, 3. richtig, 4.richtig - und trotzdem alles falsch!!!
Bewertung: 1 richtige Aufgabe - typischer Europäer, ohne chinesischen Geschäftssinn
2 - 3 richtige Aufgaben: Prüfung für ein Business-Visa bestanden
4 richtige Aufgaben:
WILLST DU MEINEN JOB HABEN??????? Ansonsten gibt es derzeit wenig neues zu berichten - Purzel, mein chinesischer Mitbewohner(eigentlich heißt er anders, aber wir haben ihn kurzerhand Purzel getauft, er hört aber auch auf „Damenbart“) ist grad wieder mal in mein Zimmer reingeschneit, wie üblich nur mit Pyjamahose bekleidet und hat mich ganz aufgeregt gefragt, wie man „Lamborghini“ buchstabiert…der Vorteil wenn man mit seinen Schülern unter einem Dach wohnt ist wohl, dass man sie täglich zu den Hausübungen zwingen
kann - der Nachteil hingegen, dass man Ihnen die Aufgaben erklären muss, die man selber nicht so ganz verseht…
Während ich den Abend so im Bett sitzend ausklingen lasse, meinen Blog tippe, ein e-book von Umberto Eco lese und aus Österreich importierte „Oreo-mit-Schokoguss“ futtere, dringt durch den Verkehrlärm der Chorgesang aus dem benachbarten Park zu mir ins Zimmr und wenn man ganz genau hinhört, kann man einen sogar den einen oder anderen Chinesen seinen Bronchienschleim aufziehen und auf die Straße spucken hören -
China rulez, noch Fragen?