Nachdem ich in der letzten Woche so frei war, meine Erlebnisse mit meinem Besuch der breiten Weltöffentlichkeit zu präsentieren, ist heute Premierentag für meine Gastblogger, die ihre Erlebnisse und Eindrücke über China schildern - und hoffentlich meine früheren, 100%-objektiven Tatsachenberichte hoffentlich nicht Lügen strafen....=)
Zu meiner Ehrenrettung scheint es erwähnenswert, dass ich selbstverständlich, trotz der sich bietenden Möglichkeit und meiner, durch den Chinaaufenthalt erlangten, neuen Sichtweise auf die Zensur, den freien journalistischen Geist meiner Gastblogger nicht behindert habe - jedes folgende Wort stammt aus fremder Feder, und ich beuge mich ihrem Urteil über meine Fähigkeiten als Reiseführer und Chinakenner...
Den Anfang macht, gemäß der chronologischen Reihenfolge, Doris: Weiter wundersame Erkenntnisse unserer Reise beinhalten, dass in Peking Alles von Allem 10 bis max. 15 min. entfernt liegt. So hat Markus uns am 1. Tag erklärt, dass die nächstgelegene U-Bahnstation ca. 10 „Gehminuten“ entfernt ist. Also haben wir uns voller Tatendrang, und glücklicherweise mit ausreichend Wasser ;- ) auf den Weg zur Verbotenen Stadt gemacht - oder doch auf den Weg zur U-Bahn!? Um eine laaange Geschichte kurz zu machen: 45 Min. später kamen wir verschwitzt, an der „Hand“ eines jungen Chinesen, der uns unterwegs aufgelesen hat, bei der U-Bahn an.
In seiner verständlichen Nervosität, er wurde immerhin von drei Langnasen mit Fragen bombardiert, hat er uns dann auch gleich mit auf den falschen Bahnsteig genommen. Wobei, jetzt wo ich das alles Revue passieren lasse, vielleicht hat er uns gar nicht bewusst auf den falschen Bahnsteig geführt - wir haben einfach nicht aufgehört ihm nachzulaufen. Als er dann mit schüchternem lächeln immer auf die andere Seite gezeigt hat, wurde es uns letztendlich doch noch klar, und er hat uns - freundlicher Weise - stiegen hinunter, stiegen hinauf ,auf die andere Seite begleitet, uns dort abgestellt, und mit einer Handbewegung klar gemacht, dass wir uns nicht mehr bewegen sollen :- )
Traurig, oder doch erleichtert, macht mich die Tatsache, dass wir in Peking Grund einiger Ohrfeigen waren! So hat zum Beispiel der Teenager, der auf offener Straße „Hello“, oder doch „HEIL!“ zu uns gesagt hat, von seiner Mutter (die 2 Köpfe kleiner war) auf diese Weise gelernt, dass das kein gängiger Groß in Europa ist. Auch der Taxifahrer, mit dem wir uns auf Chinglisch unterhalten haben, hat nach seiner Kenntnis über die tolle „lalala“ aus Österreich zu einem Gruß mit dem rechten Arm ausgeholt, und wäre fast in das Auto neben
uns gefahren, als, die vier Europäer, die er für so nett gehalten hatte, ihm ein vereintes „NOOOO“ entgegengebrüllt haben.
Für besondere Erheiterung haben bei uns Dreien die „Schnellfeuerhosen“ der Säuglinge gesorgt. So wird in China mit dem Austreten viel offener und natürlicher umgegangen als hier zu Lande. Die Hosen der kleinen haben einen Schlitz, sprich sie sind im Schritt offen, und wenn nötig ist man allzeit bereit: im Park, im Zoo, am Straßenrand, im Einkaufszentrum, und auf Papas Hemd,….
Alles in allem war jede von uns auf ihre Art von der Stadt und den Menschen begeistert. Es war toll, und unglaublich aufregend, all diese Dinge zu sehen und erleben zu können, von denen wir seit Wochen nur gehört haben!
Aber auch mein lieber Vater, dessen scharfe Zunge bei Freunden geliebt, bei Feinden gefürchtet ist, darf im Rahmen dieser Premiere seine Erinnerungen an die Tage mit seinem "neuen" Sohn zum Besten geben: wiedersehen...
nach 2 1/2 monaten haben wir also unseren sohn (vom besuch der 3 damen bereits wieder besstens erholt in die arme schliessen duerfen
im restaurant...
...am ersten abend durften wir gleichsein "kleines beisl" besuchen, davon ein kurzer bericht:.....ein(eher) gebelltes "fuen",
dass mehr nach Sitz - Platz als nach herr ober kommen sie bitte an unseren tisch klingt und darau ein schwall chinesisch klingeneder worte, untermalt von der bekannt sparsamen gestik unseres sohnes...loest vorerst ein wildes geschrei im lokal aus..lt markus befehlskette..nach kurzer zeit erscheint ein im uebertragender sinn mit dem schwanz wedelnder ober und bringt das gewuenschte...wenn man von dem nur fuer 45 kg cjinesen geeichter stuhl war, der unter mir bedrohlich wackelte und von dem jungen chinesen am nebentisch, der alle 10 min seinen kommenden speichelauswurf lautstark ankuendigte und mich befuerchten liess im laud fe des abends die auswurfrichtung nicht mehr unter kontrolle zu haben, war es der beginn von 5 wunderbaren tagen
auf der mauer...
ja im schatten des teenie- stars markus vielen auch fuer mich ein paar fotografie-prosamen mit den deren muettern und grossmuettern und div. hochgehaltenen kleinkindern ab. dafuer wurde ich in der verbotenen stadt von einem ca 90ig jaehrigen vetreranen angesprochen, der mich frei nach STS mit dem soldaten verwechselte der ihm vor zig jahren im schuetzengraben gegenueber gestanden war und mit dem er jetzt per handschlag und fotografie endlich versoehnung feieren konnte
nach 5 traumhaften tagen, inkl intensiv kurs in chinesischer
benimm lehre, vollgestopft mit mguten ratschlaegen (wie vor dem ersten alleinigen schikurs ) haben wir sonntag abend mit einem weinenden und einem lachenden auge peking wieder verlassen um im wilden osten nach neuen abenteuern zu suchen...aber das ist (vielleicht) eine andere geschichte
Vielleicht auch noch ein kleiner Vermerk in eigener Sache... ...so habt ihr wahrscheinlich über das Erdbeben in China gehört und gelesen und vielleicht auch, dass es sogar in Peking noch zu Nachbeben gekommen ist. Bei uns hat es gewackelt, aber es ist nichts passiert, meine Eltern haben nicht einmal etwas bemerkt!!