"Turgeid, yuu niiid turgide....inglisch schpeaking turgeide"...mit dieser Frage sehen sich tagtäglich zehntausende Touristen in Beijingkonfrontiert, wenn sie als offensichtliche Ausländer diverse Sehenswürdigkeiten ansteuern - ich darf nun mit Stolz behaupten, auch zur Gilde der illegalen Touristenführer zu gehören, seit in den letzten vierzehn Tagen die
Welt zu Gast in Peking war...
Den glanzvollen Auftakt machten Doris, Magdalena und Karin - für alle Unwissenden ob der komplexen sozialen Strukturen, sei hier nur soviel verraten, dass es sich dabei um "Herzensdame", Mutter und Schwester handelt. Nach bangen den Stunden des Wartens(Standbyflug war spannend bis zum Schluss, erst zwei Minuten nach Planabflug aus Wien erreichte mich die frohe Kunde) waren die ersten heimatlichen, bekannten Gesichter nach beinahe drei Monaten ein Hochgenuss für Herz und Auge - und vor allem der Wiener Dialekt.....ein Volksfest für den vom hochdeutsch geknechteten Gehörgang.
War ich anfangs noch voll Stolz den Damen "mein" Peking zeigen zu können und mein männliches Beschützerego durch kompentente, sachliche Bevormundung stärken zu können, so erhielt eben jenes einen gewaltigen Dämpfer, als die Mädels bereits nach Eingewöhnungsphase von circa 10. Minuten auf eigene Faust die Stadt eroberten. So nutzen Sie die Zeit in der ich meinen dienstlichen Pflichten nachgehen durfte für Sightseeingtouren durch die
verbotene Stadt und brachten sogar auf dem Markt kleine Chinesen an den Rande der Verzweiflung - ein neues Chinesisches Sprichwort besagt:
"Wel mit einel Östelleichelin handelt, mache es wie Fisch, der Anglel sieht - zieh Kopf ein und schubse den andelen Fisch an Land, denn dann wild nul einel ausgenommen" Im krassen Gegensatz zur Leichtigkeit des Eintauchens in chinesische Kultur und Marktverhalten, fiel das Eintauchen in traditionellen Sanitärgewohnheiten etwas schwieriger aus...neben das Eintauchen in den semi-sterilen Duschstrahl, findet sich auch das Eintauchen in der verstopften Toilette in den Urlaubserzählungen(den Ausdruck Annalen vermeide ich in diesem Zusammenhang ganz bewusst) wieder - die ganze Geschichte inklusive Klo-"hector"-Sauger, Mitternacht, Zahnbürste und Plastiksackerl mit Loch, erzählt Magdalena gerne beim Abendessen - Telefonnummer gibts auf Anfrage!=)
Einen Erfolg auf ganzer Linie konnten die Mädels im Gegenzug im, dem Toilettdrama vorgelagerten, Abenteuer verbuchen - dem Essen in meinem Stammlokal. Eben dieser Xinjiangren, eine kleine muslimische Minderheit aus dem Nordwesten, in ihrer Heimat gequält, in Beijing wegen ihrer Küche hochgeschätzt, war ja schon wiederholter Mittelpunkt meiner Erzählungen. Neben hervorragenden Lammspießen und breiten Nudeln, zeichnen sich diese Gesellen vor allem durch ihre unübertroffene Unfreundlichkeit und Ausdruckslosikeit aus - bis zu dem Tag an dem
sie zum ersten Mal in ihrem Leben drei österreichische Frauen sahen - am 1. Tag lehrten Sie uns ihre Sprache, beim 2. Besuch sprachen sie englisch(!) und beim dritten Mal war ich in Sorge, sie würden vor lauter grinsen und starren ganz auf das Essen vergessen...=)
Aber wie das mit den schönen Dingen im Leben halt so ist, konnte ich sie nicht dazu überreden gleich hier zu bleiben, und musste sie nach einer Woche wieder hergeben - aber schon einen Tag später kamen meine Eltern an...aber das ist eine andere Geschichte!
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Send Private MessageOida Voda - diese Bilder sind ja noch schlimmer als deine Beschreibung bzw. die Bilder davon aber du weist ja es sind nicht alle Leute Ranch erprobt.!*g*für alle nicht Rancher: Ranch ist/war die Barackenartige Behausung in Kärnten!
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