Es war einmal vor gar nicht so langer Zeit eine junge Frau. Ihr Name ist Simi. Lange, lange wohnte sie hinter den Bergen, wohl behuetet. Doch es wurde ihr langweilig und sie ging hinaus in die grosse weite Welt. Nach gut 2 Monaten bereiste sie ein Land, das sie bereits kannte, doch dieses Mal sollte sie eine andere Seite davon zu sehen bekommen ...
Die junge Frau trifft sich mit einem alten Bekannten, dem Ritter auf dem roten Motobike. Beide beschliessen einige Zeit zusammen zu leben und so zieht Simi im Haus des Ritters ein. Das Haus ist voller Ueberraschungen, vorallem, wenn man hinter den Bergen in sterilen Waenden (im Vergleich zu diesen hier) aufgewachsen ist. Ameisen in Klein- und Grossformat, Roberto der Hausgecko und der kleine Frosch, der in der Kueche lebt sind fuer sie mittlerweile kein Problem mehr. Doch die riesige Spinne, die im Zimmer neben an ihr Unwesen treibt, entlockt ihr doch taeglich einen Angstschrei. Und in diesem Land gibt es Schnecken. Schnecken sind von allen Tieren die, welche Simi am meisten erschrecken. Man weiss nicht genau wieso. Sei es der glitschige Koerper, die Schleimspur oder einfach nur der Gedanke daran einen zu zertreten und die Innereien
am Fuss wiederzufinden ... Schnecken sind wirklich der grosse Schrecken des Maedchens. (Es gibt Leute, die dies bereits vom Hoerensagen wissen ...)
Nun, die Schneckenarmee Kambodschas hat es tatsaechlich auf Simi abgesehen. Angefangen hat es damit, dass der Ritter mit dem roten Motobike eine Riesenschnecke in der Garage gefunden hat. Der Anblick war erschreckend, zumal sie gerade ihr Geschaeft erledigte. Noch nie im Leben hat sie eine so grosse freilebende Schnecke gesehen. Von da an war es vorbei mit friedlichem Herumlaufen rund ums Haus. Jeder Schritt wurde gezielt gewaehlt, immer in der Hoffnung, dem Feind nicht auf die Fuesse zu treten. Und dann geschah das Unglaubliche ... Eines Abends, der Ritter fuehrte das Maedchen auf dem Motobike aus und sie kamen erst spaet am Abend zurueck. Vorsichtig wie immer oeffnet Simi das Tor zum Haus und siehe da, im Schein des Lichts prahlen 2 Riesenschnecken direkt hinter dem Tor. Der Anblick war wie aus einem Horrorfilm. Minuten verstreichen, doch der Ritter, mutig wie er ist, findet einen sicheren Weg vorbei am angriffslustigen Feind und rein ins sichere Heim. Phu. Doch damit nicht genug. Ein oder zwei Tage spaeter, es war bereits dunkel und im Bad gibts kein Licht,
nahm Simi eine Dusche. Sie trocknete sich ab und macht sich auf den Weg ins Schlafgemach. Und schwupp, huscht doch die Killerspinne aus dem Schlafgemach und verschwindet im Nebenzimmer. Das Herz klopft. Was hat sie wohl da gemacht? Ok, Spinnen sind nicht das wahre Problem des Maedchens, wie wir jetzt wissen. Sie legt sich in Bett, der Ritter und das Maedchen "unterhalten" sich und als es Zeit zum Schlafen ist, entdeckt Simi direkt neben ihrem Kopf etwas kleines Rundes. Aengstlich wie sie ist, bittet sie den Ritter zu ueberpruefen, was sich da ins Bett geschlichen hat. Nichts, sagt dieser, nichts. Und er verschwindet mit dem runden Ding. Im selben Augenblick weiss Simi, was es ist. Der Feind. Eine Schnecke. Bis heute ist unklar, wie die Schnecke ins Bett gekrochen ist. Fakt ist, dass sie da war. Koennt ihr nachempfinden, wie sich das Maedchen gefuehlt hat? Nichtsdestotrotz. Beide haben es ueberlebt. Und am naechsten Morgen kroch auch schon der naechste Feind heran. Eine andere Riesenschnecke. Der Albtraum nimmt kein Ende.
Und wenn sie nicht von einer Schnecke gefressen worden ist, dann fuerchtet sie sich noch heute.
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Nun liebe leute dies war eine kleine Geschichte aus meinem aktuellen
Leben. Es ist nicht ganz einfach fuer mich, doch ich gebe mein bestes. Ich versuche mich daran zu gewoehnen, doch momentan will es noch nicht so recht. Naja. Wie ihr vielleicht gemerkt habt, lebe ich nun mit Jerome in einem Haus in Sihanoukville. Es regnet seit 4 Tagen ununterbrochen. Und wenn ich sage, es regnet, dann meine ich es schuettet aus Kuebeln. Es ist ziemlich oede hier, man kann nicht soviel machen. Doch ich lerne taeglich sehr nette Menschen kennen, die meisten leben hier, Familien, Paerchen die ausgewandert sind. Die meisten sprechen franzoesisch. Jeden Tag lerne ich mindestens 3 neue Worte. Sonst kann ich euch leider nicht allzu viel berichten. Wie gesagt, ich bin in Sihanoukville, es regnet. Bleibe noch knapp 2 Wochen hier, dann hat Jerome seine Arbeit hier als Franzoesischlehrer beendet und dann wollen wir zusammen weiterreisen. Ziel: Suedlaos. Das kenn ich ja noch nicht. Yepee!!! Und dann ist ja schon bald Thailand dran, ach wie freue ich mich darauf. Ich hoffe, es gibt dort keine Schnecken ... :-)
Part of trip:
Cambodia and more