Am nächsten Morgen hieß es dann Kofferpacken und ab nach Angkor Wat. Die Busfahrt ging mit sieben Stunden „schnell“, die Straßen waren gut (, fast die Hälfte war geteert) und die Aussicht auf das ländliche Kambodscha war traumhaft.
Am frühen Nachmittag bin ich dann auch schon in Siem Reap, dem Tor zum Angkor Wat Archeological Park, angekommen und habe mich gleich an die übliche Prozedur gemacht: Taxifahrer abschütteln, mit Kompass und Stadtplan potenzielle Hotels finden, Zimmer begutachten und über Preise verhandeln…
Das Ganze lief auch relativ schnell und reibungslos ab und so hatte ich schon gegen sechszehn Uhr „Feierabend“.
Für den Abend hatte ich mich mit einer Russin verabredet, die im Internet meinen Blog gelesen hatte und so herausgefunden hatte, dass ich wohl auch Anfang August in Siem Reap sein werde und mir geschrieben hatte, ob ich nicht etwa Lust hätte mich mit ihr zu treffen.
Wir haben uns dann Abends zusammen eine traditionelle kambodschanische Volkstanzaufführung angesehen, die lächerlich schlecht war. Eigentlich sogar so grottenschlecht, das es schon wieder unterhaltsam war. Außerdem war der servierte Amok Fish (cooler Name!), das Nationalgericht und das lokale „Angkor Beer“ sehr lecker.
Am nächsten Morgen bin ich dann schon sehr früh aufgestanden, und
es sollte ein langer und schöner Tag werden.
Der gesamte Archäologische Park beinhaltet mehrere hundert Bauwerke und dehnt sich auf einer Fläche so groß wie Münster(!) aus, jedoch ist es keine geschlossene Anlage sondern eher ein Gebiet auf dem sich die Tempel verstreuen. Früher einmal war Angkor Wat die größte Stadt der Welt. Heute sind nur noch die aus Stein gebauten Tempel übrig, da sich die Natur nach der Zerstörung der Stadt die aus Holz gebauten Stadtteile zurückgeholt hat. Hier befindet sich heute wieder Regenwald, oder es wird, was auch sonst, Reis kultiviert. Für die Erkundung der Tempel habe ich mir einen Drei-Tages-Pass für 40 Dollar gekauft. Für den ersten Tag habe ich mir ein Motorrad mit Fahrer gemietet um die Außenbezirke des Parks auszukundschaften und am zweiten und dritten Tag habe ich mir ein Fahrrad gemietet um die Anlagen selbstständig zu erkunden. Insgesamt wurden es so dann pro Tage jeweils fünfzig Kilometer auf dem Fahrrad, was bei knapp vierzig Grad ganz schön reinhaut, aber einmalig schön war.
Zu den einzelnen Tempel kann ich nicht soviel zu sagen. Brauch ich auch nicht, da es sowieso keinen interessiert, welcher kambodschanische König hier in welchem Jahr was erbaut hat. Naja,
ich habe fleißig Bilder geschossen und denke die werden schon das Nötige tun.
. . .
Auf jeden Fall kann ich nach Allem sagen, dass Angkor Wat das absolute Highlight meiner Reise war und ich jedem nur empfehlen kann hier einmal in seinem Leben hinzufahren und zwar am besten schnell, bevor die ganzen Investoren eintrudeln und das ganze zu einem Angkor Vegas machen.
Part of trip:
The Banana Pancake Loop